Stimmt es, dass Laserdrucker im Haus gesundheitsschädlich sind?
Laserdurcker stoßen Ozon aus, daher ist es nicht gerade die gesündeste und umweldfreundlichste Möglichkeit zu drucken. Dennoch kann man Laserdrucker heutzutage auch in geschlossenen Räumen verwerden wenn man nicht gerade im dauerlauf druckt.
Des weiteren gibt es besonders umweldfreundliche Drucker, deren Ausstoß reduziert wurde.
Siehe auch Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Laserdrucker#Gesundheit…
Stimmt es, dass Laserdrucker im Haus gesundheitsschädlich
sind?
Ja, vor allem beim Verschlucken.
(das musste sein
)
Kurze Antwort: Nein, wenn sie den Blauen Engel tragen. Geräte mit diesem Gütesiegel sind nach heutigem Kenntnisstand gesundheitlich unbedenklich.
Lange Antwort:
Es gibt drei Gefährdungsquellen:
- Wie bei allem Plasik-Gerät können Lösungsmittel ausdampfen.
- Toner-Feinstaub wird freigesetzt.
- Ozon wird gebildet.
Punkt 1 ist genereller Natur und nicht typisch für Laserdrucker. Die Punkte 2 und 3 werden hinsichtlich ihres Gefährdungspotenzils noch diskutiert. Das hat aber Geschichte. Die ersten Drucker waren Dreckschleudern, aktuelle Geräte sind aber deutlich sauberer.
Zu Punkt 2) habe ich bei Druckerpatronen-Vergleich.de folgendes gefunden:
_Aktuell gab es wieder eine kleine Anfrage der Fraktion, ob die Emissionen der Feinstäube von Laserdruckern gesundheitsschädlich sind. Das Bundesamt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und das Bundesumweltamt (UBA) waren mit einer Studie von der Bundesregierung beauftragt worden.
Die Ergebnisse liegen seit Anfang März vor. Zwar wurde eine Freisetzung von Partikeln festgestellt, deren Konzentration aber geringer ist als die Belastung der Außenluft. Somit gibt es weiterhin keine Belege für eine erhöhte Partikelbelastung durch Tonerstaub._
Den Original Testbericht dazu auf der BAM-Seite habe ich allerdings nicht gefunden.
Auf onlinekosten.de wird eine gegensätzliche Meinung zitiert:
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hatte vor zwei Jahren nach einer Pilotstudie zum Thema Toner festgestellt, dass die Feinstaubbelastung beim Betrieb entsprechender Geräte deutlich zunehme. Schon aufgrund der Menge sei die Belastung sowohl hygienisch als auch gesundheitlich bedenklich. Die konkreten Auswirkungen auf die Gesundheit seien aber noch nicht abzuschätzen.
Auf der BfR-Seite nachgesehen, findet sich auch der Abschlussbericht. Darin steht dann allerdings was anderes (Link: http://www.bfr.bund.de/cm/252/bfr_schliesst_arbeiten…):
Das BfR hat die Arbeiten zu der sogenannte „Toner-Studie“ jetzt mit einer gesundheitlichen Bewertung abgeschlossen. In diese Bewertung sind neben den Ergebnissen der genannten Pilotstudie auch die Ergebnisse weiterer aktueller, zum Teil noch unveröffentlichter Studien eingeflossen. Sie basiert damit auf dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand. In seiner Bewertung kommt das Institut zu dem Ergebnis, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die Exposition gegenüber Emissionen aus Büromaschinen nicht ausgeschlossen werden können. Die Prävalenz für das Auftreten gesundheitlicher Beeinträchtigungen schätzt das BfR als gering ein. Schwerwiegende Gesundheitsschäden sind nach den Daten, die dem BfR bisher vorliegen, von Ärzten nicht beobachtet worden.
Weiter unten:
Unabhängig von den Ergebnissen weiterer Forschung können sich Verbraucher schon heute wirkungsvoll vor Emissionen von Laserdruckern, -kopierern und Multifunktionsgeräten schützen, wenn sie Geräte verwenden, die den „Blauen Engel“ tragen.
Zu Punkt 3): Die Ozonbelastung ist gemäß der BfR-Studie auch unbedenklich. Zwar zeigen aktuelle Studien „auf, dass bei 11 der untersuchten 27 Standgeräte erhebliche Emissionen oberhalb der durch RAL vorgegebenen Emissionsraten (siehe Tabelle 1) zu finden waren. Wegen der raschen Reaktivität von Ozon ist eine Exposition aber eher unwahrscheinlich.“.
Und weiter: „[…]dass keines der VOC bedenkliche Konzentrationen erreicht und dass keine Ozonkonzentrationen, die gesundheitlich bedenklich wären, auftraten.“.
VG
Jochen