Last-Minute-Reisen

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Meines Wissens nach gibt es keine geschichtliche Entwicklung von Last-Minute-Reisen. Sie sind vielleicht in den Achziger Jahren aus der Not der Veranstalter heraus entstanden, zu viele Flugsesseln oder Hotelbetten fix gekauft zu haben und sie dann doch nicht verkauft zu haben. Dann ging man zur Devise ueber: Schaden minimieren - bevor man DM xy fuer einen Flugsessel oder Hotelbett sowieso zahlen musste, versuchte man es kurzfristig billiger an den Mann zu bringen.

Mit der Zeit merkte die Reisebranche, dass es eine eigene Kundenschicht fuer diesen Bereich („mir ist es egal, wohin“, „mir ist es egal, in welches Haus“…) entstand und man fing an, Last-Minute-Reisen zu steuern.

Heute sind Last-Minute-Reisen bzw. das dafuer notwendige Flugsessel- und Hotelbettenkontingent fixer Bestandteil des wirtschaftlichen Denkens und Erfolges von vielen Reiseveranstaltern. Das heisst im Klartext, dass Reiseveranstalter fix im voraus einen Teil bewusst als „Last-Minute-Angebote“ einkaufen und eben ab 14 Tage vor Reisetermin - das ist die in Deutschland per richterlichem Beschluss erlassene
Definition - auf dem Markt anbieten.

Natuerlich haben sich daneben viele „Schattierungen“ entwickelt:

  • „echte“ Last-Minute: nicht verkaufte Flugsessel oder Betten,
    die fix bezahlt werden muessen (also wie in den Anfaengen)
  • Hoteliers, die Auslastungsschwierigkeiten haben, bitten Reise-
    veranstalter mittels billigen Angeboten zu helfen
  • Last-Minute, die man schon 8 Wochen vorher haben kann: das sind
    die Last-Minutes fuer die „Ostfriesen“ (in Oesterreich „die
    Burgenlaender“) - also nur etwas, fuer die, die darauf rein-
    fallen
  • die Last-Minutes, die WESENTLICH teurer verkauft werden als im
    Katalog angegeboten: auch diese Richtung gibt es. Sie ist dar-
    aus entstanden, dass viele nur Last-Minute buchen wollen, weil
    es „ja sooo guenstig ist“ - das machen sich manche zu Nutze und
    verkaufen unter diesem Titel einfach normale oder eben auch
    ueberteuerte Angebote - und es laesst sich verkaufen (Beispiele
    in der eigenen Praxis erlebt);

Also schon ein umfangreiches Kapitel, aber, wie eingangs erwaehnt, ohne Dokumentationen im internet oder sonstwo.

Schoene Gruesse
Peter, Reisefachmann

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