Latein - Deutsch

Hallo liebe Experten,
ich wüßte gerne, ob diese Aussage mit oder ohne Komma richtig ist
oder geht beides?

Oderint, dum metuant

Außerdem habe ich im Internet zwei Übersetzungen gefunden, würde mich
interessieren, welche richtig ist!

  1. Mögen Sie mich hassen, solange sie mich fürchten.

  2. Sollen Sie mich hassen, solange sie mich fürchten.

Wäre super, wenn mir jemand helfen könnte, leider hatte ich noch nie
Latein und bin mir auch ziemlich sicher, wenn ich es jemals gelernt
hätte, dann könnt ich es eh nicht mehr :0)

Vielen lieben Dank schon jetzt im Voraus

LG
Misa

Hallo, Marisa,

Oderint, dum metuant

Komma kann, muss allerdings m.E. nicht sein, der Satz ist ja auch ohne verständlich.

  1. Mögen Sie mich hassen, solange sie mich fürchten.
  2. Sollen Sie mich hassen, solange sie mich fürchten.

Ich halte beide Versionen für richtig.
Gemeint ist ja
"Sollen Sie mich (ruhig)hassen, solange sie mich (nur) fürchten.

Gruß
Eckard

Korinthe:

Gemeint ist ja
"Sollen S s ie mich (ruhig)hassen, solange sie mich (nur) fürchten.

Gruß
Kreszenz

Hallo, liebe Marisa,

Eckard hat ja schon geantwortet.

Oderint, dum metuant

Das ist die neuzeitliche Schreibung. Da die Griechen und Römer aber als Satzzeichen das Komma noch gar nicht kannten, dürfte im lateinischen Urtext gestanden haben:

Oderint dum metuant.

Das Komma wurde aus der Virgel entwickelt/ der so aussah. Heute gibt es noch die Virgel als Schrägstrich oder ndt. Schläsch.

Dazu:

_Wo kommen die Satzzeichen her?
Von wörterblog redaktion | 28. August 2007 | 12:33

Wie einfach wäre das Schreiben ohne Satzzeichen daher verzichte ich einfach mal auf selbige allerdings fällt einem schnell auf dass das Lesen so schwieriger wird denn Satzzeichen tragen stark zum Verständnis eines Textes bei. Wem verdanken wir also Komma, Punkt und Kolon?

Die Schrift ist zwar älter als die Satzzeichen, aber wir kennen doch den Gebrauch solcher Zeichen bereits aus der Antike. Den Punkt etwa wandten die Römer nach griechischem Vorbild an, um auf der Wachstafel das Ende eines Satzes oder Satzabschnittes durch einen Einstich mit dem Griffel zu bezeichnen (lat. punctum „das Gestochene"). In übertragenem Sinne benannte punctum auch den so gekennzeichneten Abschnitt - so sprechen wir heute noch von den „Punkten" einer Rede oder einer Tagesordnung.

**Auch Komma und Kolon (Doppelpunkt), ursprünglich griechische Ausdrücke, waren den Römern bekannt. Damit waren aber - anders als beim Wort „Punkt" - keine Satzzeichen gemeint, sondern Sinnabschnitte eines Satzes oder Verses (griech. komma „Einschnitt, Abschnitt", kolon „Glied").

Erst zu Beginn der Neuzeit werden diese Wörter auf bestimmte Zeichen angewandt, die die Sinnabschnitte abgrenzen: Mit Komma bezeichnete man ein strichpunktartiges Zeichen und schließlich den einfachen Beistrich, mit Kolon den Doppelpunkt.**_

=> http://woerter.germanblogs.de/archive/2007/08/28/wo-…

Gruß Fritz