Hallo Klingenberg,
mit meinen 47 Jahren will ich Latein lernen.
Ziel ist es, die Allgemeinbildung etwas zu verbreitern. So bei
Wörter, wie ubi, deus, verus … nicht immer im Wörterbuch
nachzuschlagen.
Auch die römische Geschichte und Literatur interessiert mich.
Bei den Kursen, die ich gefunden habe, geht es aber viel um
die Grammatik, vor allen mit dem Ziel auf die Vorbeitung von
Abschlüssen (Latinum).
Gut Grammatik muss sein, aber mein Schwerpunkt sind Vokabeln
und das drumherum.
es mag sein, dass Du glaubst, mit lateinischen Vokabeln zurecht zu kommen.
Aaaber - Latein ist eine Sprache, bei der jedes Wort - schon mal sechs Formen in der Einzahl hat, sofern es sich dabei um ein Ding oder eine Person handelt - diese Form bestimmt unter anderem auch das Geschlecht des Wortes. Und je nachdem welches Geschlecht das Wort hat, kann es das Eine oder das Andere bedeuten.
In der Mehrzahl haben viele lateinische Wörter wiederum andere Formen. Die wiederum die Bedeutung ums Sterben nicht hergeben, wenn Du sie nicht weißt.
Bei Verben - den Tunwörtern hast Du pro Zeitform (Gegenwart, Vergangenheit, zweite Vergangenheit, Zukunft und Zweite Zukunft - ja, das gibt es in Latein!) und ein- oder Mehrzahl wiederum sechs Grundformen, die Du kennen musst, wenn Du Dir etwas übersetzen willst. Dazu kommen noch die Passivformen, Gerund, Gerundium, Partizip und mehr.
Nicht zu vergessen, im Deutschen gibt es meines Wissens weniger als 200 unregelmäßige Verben.
Das Latein hat davon deutlich mehr.
Von Nettigkeiten wie Zahlworten gar nicht zu reden.
Aber Du siehst jetzt vielleicht, wer Latein lernen will, kommt um Grammatik nicht herum
Wenn Du dagegen „nur“ Wortherkünfte erschließen willst, reicht ein deutscher Fremdwörterduden.
Im Übrigen - Latinum muss nicht. Volkshochschule ist für den Anfang wohl tatsächlich das Mittel der Wahl.
Ansonsten - frage im Dekanat der Kirche in Deiner Nähe. Dort sollte man wissen, wo es einen halbwegs zeitverträglichen und preisgünstigen Kurz gibt
viele Grüße
Geli