Latex: Kernphysikalische Reaktionsgleichungen

Hallo,

ich versuche gerade mittels Latex kernphysikalische Gleichungen zu gestalten.

Benutze ich die Schreibeweise

^{A}_{Z}E

, so wird sowohl A als auch Z linksbündig angeordnet. In der kerntechnischen Schreibeiweise ist es jedoch üblich, sowohl die Ordnungszahl Z wie auch die Massenzahl A rechtbündig vor das Element E zu setzen.

Wer weiß Rat?

Gruß,

Pere

Hallo,

ich versuche gerade mittels Latex kernphysikalische
Gleichungen zu gestalten.

Benutze ich die Schreibeweise

^{A}_{Z}E

, so wird sowohl A als auch Z linksbündig angeordnet. In der
kerntechnischen Schreibeiweise ist es jedoch üblich, sowohl
die Ordnungszahl Z wie auch die Massenzahl A rechtbündig vor
das Element E zu setzen.

Wer weiß Rat?

Hallo Pere

Bei mir sieht es in deiner Fassung gar nicht so schlecht aus, aber
besser wird’s mit
{}^A_Z!E
Natuerlich in einer mathematischen Umgebung.

Gruss, Tychi

Hi Tycho,

der Tipp mit ! ist gut, jedoch finde ich in Lehrbücher fast ausschließlich die rechtbündige Anordnung der beiden Zahlen vor dem Element wieder.

Bestimmt hat sich doch bereits vor mir jemand mit diesem Problem rumgeschlagen. Also, her mit dem Wissen. :smile:

Gruß,

Pere

Hallo Pere

Bei mir sieht es in deiner Fassung gar nicht so schlecht aus,
aber
besser wird’s mit
{}^A_Z!E
Natuerlich in einer mathematischen Umgebung.

Gruss, Tychi

Habe ein bissel rumgespielt und folgende (sicherlich ausbaufähige) Möglichkeit entdeckt.

Ich erzeuge eine

makebox

mit der Breite 0 und ordne den ihr übergebenden Text dann rechtsbündig an. Hier ein Beispiel für das Kohlenstoffatom:

\makebox[0cm][r]{$^12$}\makebox[0cm][r]{$\_6$}C

Blöd finde ich jetzt nur, dass die beiden Zahlen (hier 12 und 6) ziemlich dicht übereinander stehen. Aber ich arbeite dran. Versprochen. :smile:

Gruß,

Pere

Ketzerischer Ratschlag: Nimm Word ! (off topic)
Hallo Pere,
es wurde hier schon so oft verzweifelten Word-Usern geraten, auf LaTeX umzusteigen…

Ich kann’s mir deshalb einfach nicht länger verkneifen:

Mit dem so vielbeschimpften Word Formeleditor sind das für C-12 genau 3 Mausklicks plus das Eintippen von „6“ ,„12“ und „C“. Und es sieht auf Anhieb nicht mal schlecht aus!

Du könntest also die Formeln in Word schreiben, in gif-Grafiken umwandeln und die in deinen Text einbinden …

Duck und weg …
Kurt

Hallo,

probier doch mal

\documentclass{article}

\newcommand{\mybla}[3]{\makebox[4ex][r]{\makebox[0ex][r]%
{\raisebox{1.2ex}{\tiny #1}}\makebox[0ex][r]{\raisebox{-0.2ex}%
{\tiny #2}}#3}}

\begin{document}
Hier am Beispiel Kohlenstoff:\mybla{12}{6}{C}. Ende.
\end{document}

Was besseres ist mir auf Anhieb auch nicht eingefallen. Ist eben „Boxen stapeln“ angesagt, wenn man sowas machen will.

Gruß

Fritze

Hallochen,

Mit dem so vielbeschimpften Word Formeleditor sind das für
C-12 genau 3 Mausklicks plus das Eintippen von „6“ ,„12“ und
„C“. Und es sieht auf Anhieb nicht mal schlecht aus!

Ach du meine Güte! Mein Makro-Vorschlag für dieses abstruse Konstrukt siehe unten. Aber bevor ich mir den Formeleditor von Word antue, stapel ich lieber mal von Hand ein paar Boxen.

Das was Du da bastelst sieht übrigens komplett anders aus und hat eher was damit zu tun, wo Mathematiker so überall meinen, Indizes anbringen zu müssen. \usepackage{amsmath} bietet Dir da alle Freiheitsgrade. Aber es hat nichts mit dem Problem „physikalische Notation von Isotopen“ zu tun. Übrigens bietet Word glaube ich auch eine Möglichkeit, Buchstaben übereinander zu stapeln etc. Weiß nur nicht, wie oft man da wo hinklicken muss und ob man das einfach in ein Makro bekommt, oder nicht. Ich musste übrigens für die LaTeX-Definition genau 0 mal Klicken. Und ich tippe einfach viel schneller, als ich Buchstaben mit der Maus anklicken kann. Aber das ist off topic.

Du könntest also die Formeln in Word schreiben, in
gif-Grafiken umwandeln und die in deinen Text einbinden …

Wenn Word wenigstens in der Lage wäre, daraus ein EPS zu machen … GIF skaliert so schlecht :smile:

Gruß

Fritze

Hi Kurt,

ich bin sowohl Word wie auch LaTex-User, sodass ich m.E. die Vor- wie auch Nachteile beider Systeme zu kennen meine. Daher finde ich den Glaubenskrieg zwischen Word und TeX auch albern.

An TeX schätze ich, dass es genau das macht, was ich programmiere. Und wenn etwas nicht so klappt, wie ich es mir vorstelle, dann liegt es meistens nicht an TeX, sondern an meinem Quelltext.

An Word stört mich, dass sich die Formeln in den Text optisch nicht so einbinden, dass das Gesamtbild wie aus einem Guss erscheint. An Word gefällt mir hingegen, dass ich Tabellen wie auch Bilder einfach (wie auch schnell) erzeugen bzw. einbinden kann.

Gruß,

Pere

Hallo,

ich bin sowohl Word wie auch LaTex-User, sodass ich m.E. die
Vor- wie auch Nachteile beider Systeme zu kennen meine. Daher
finde ich den Glaubenskrieg zwischen Word und TeX auch albern.

Es handelt sich nicht um einen Glaubenskrieg. Aber es scheint so zu sein, dass objektiv bessere Produkte keine Chance gegen das unglaubliche Werbegeblubber von Microsoft haben.

Jeder, der eine andere Software Word vorzieht und dies gelegentlich kundtut, ist in den Augen der Word-Nutzer ein quasie-religiös verbrämter – zumindest aber vollkommen weltfremder – Sonderling.

Aber was meinst Du nun, LaTeX oder TeX? Wer Anwendern ernsthaft TeX als Alternative für Word vorschlägt, hat natürlich keine Chance, ernst genommen zu werden.

An TeX schätze ich, dass es genau das macht, was ich
programmiere.

Kein Wunder. Ist ja auch eine formale Beschreibungssprache für Dokumente. Es ist meines Wissens genauso für jede andere Anwendung zu misbrauchen. Was es sehr flexibel macht und dem Kenner erlaubt, extrem anspruchsvolle „Makros“ zu schreiben. Ein solches Makropaket ist LaTeX.

Und wenn etwas nicht so klappt, wie ich es mir
vorstelle, dann liegt es meistens nicht an TeX, sondern an
meinem Quelltext.

In der Tat ist LaTeX vergleichsweise stabil. Wenn man Word als Gegenbeispiel nimmt, dann ist Word ein wässriger Wackelpudding und LaTeX aus Granit.

An Word stört mich, dass sich die Formeln in den Text optisch
nicht so einbinden, dass das Gesamtbild wie aus einem Guss
erscheint.

Wenn das alles ist, dann solltest Du Dir einfach einen alternativen Formeleditor kaufen und weiter Word nutzen. http://www.pctex.com/MathType.html

An Word gefällt mir hingegen, dass ich Tabellen wie
auch Bilder einfach (wie auch schnell) erzeugen bzw. einbinden
kann.

Wer erzeugt denn mit Word Bilder? Da nimmt man eher externe Tools. Auch Tabellen sind nicht leichter zu erzeugen. Sie sind allerdings leichter einzubinden, wenn sie im Excel-Format vorliegen, was häufig – aber bei weitem nicht immer – der Fall ist.

Gruß

Fritze