ich hab da ein kleines Problemchen:
wenn ich im Text „e.g.“ (z.B.) verwende, macht mir LaTeX nach dem zweiten Punkt einen größeren Leerraum, wie immer nach einem Satzende. Da nach dieser Buchstabenkombination der Satz aber nicht zu Ende ist, sieht es ein wenig komisch aus. Gibt es einen Befehl, der das verhindert?
wenn ich im Text „e.g.“ (z.B.) verwende, macht mir LaTeX nach
dem zweiten Punkt einen größeren Leerraum, wie immer nach
einem Satzende. Da nach dieser Buchstabenkombination der Satz
aber nicht zu Ende ist, sieht es ein wenig komisch aus. Gibt
es einen Befehl, der das verhindert?
Ich kenn mich in der korrekten Mikrotypographie eindeutig zu wenig aus aber hier solltest Du Klarheit finden:
Also, die »Mikrotypografie« ist da eigentlich recht klar und eindeutig: zwischen den Buchstaben (also zwsichen e. und g.) kommt ein geschütztes flexibles Leerzeichen, welches nach Forssman und DeJong auf 33 % verkleinert wird. Ich persönlich finde das etwas klein und wähle lieber 50 %, aber das ist nun wirklich Geschmackssache.
Mit LaTeX kenne ich mich nicht gut aus, die Syntax für ein verkleinertes Leerzeichen sollte aber
»z.,B.«
sein, wenn ich mich recht erinnere. Nach der Abkürzung kommt ein regulärer Wortzwischenraum. Eigentlich macht LaTeX das von allein. Nach der Beschreibung liegt das Problem offenbar darin, daß nach abgeschlossenen Sätzen ein vergrößerter Leerschlag definiert wurde, was bei uns unüblich, insbesondere aber überm Teich manchmal (noch) üblich ist. Sofern das gewollt ist, dann muß man das nach den Abkürzungen gezielt ändern. Sollte hoffentlich funktionieren über
»e.,g.\ [nächstes Wort]«.
Ansonsten muß man die Vorlage so umdefinieren, daß generell keine vergrößerten Spatien eingefügt werden. Da bin ich allerdings überfragt …
Nach der Abkürzung kommt ein regulärer
Wortzwischenraum. Eigentlich macht LaTeX das von allein. Nach
der Beschreibung liegt das Problem offenbar darin, daß nach
abgeschlossenen Sätzen ein vergrößerter Leerschlag definiert
wurde, was bei uns unüblich, insbesondere aber überm Teich
manchmal (noch) üblich ist.
Generell abschalten kann man diese Unart mit dem Befehl „\frenchspacing“ in der Präambel.
Nach der Abkürzung kommt ein regulärer
Wortzwischenraum. Eigentlich macht LaTeX das von allein. Nach
der Beschreibung liegt das Problem offenbar darin, daß nach
abgeschlossenen Sätzen ein vergrößerter Leerschlag definiert
wurde, was bei uns unüblich, insbesondere aber überm Teich
manchmal (noch) üblich ist.
Generell abschalten kann man diese Unart mit dem Befehl
„\frenchspacing“ in der Präambel.
noch mal eine generelle Frage dazu:
Ist dieser größere Leerraum nach einem Satzende in englischen Texten üblich?
Ganz speziell handelt es sich um eine Doktorabeit, die in Frankreich, allerdings in englischer Sprache geschrieben wird.
Gibt es da irgendwelche Richtlinien?
Generell abschalten kann man diese Unart mit dem Befehl
„\frenchspacing“ in der Präambel.
Ist dieser größere Leerraum nach einem Satzende in englischen
Texten üblich?
Die Meinungen scheinen etwas auseinanderzugehen. Im englischsprachigen Raum ist das wohl teilweise noch üblich, wenn auch nicht unumstritten.
Ganz speziell handelt es sich um eine Doktorabeit, die in
Frankreich, allerdings in englischer Sprache geschrieben wird.
Gibt es da irgendwelche Richtlinien?
Nicht, daß ich wüsste. Vermutlich bist Du mit frenschspacing nicht verkehrt.
Soweit mir bekannt ist, gibt es dazu keine verbindlichen Regelungen, sondern es ist eher eine Frage des Konzeptes. Früher war das viel weiter verbreitet als heute. Um eine optimale Lesbarkeit zu erreichen, gliedert man in vielen Enbenen. Man trennt die Überschriften ab, man verdeutlicht normalerweise Absätze u.a. durch Einzüge etc. Man hat dann zusätzlich verdeutlicht, daß ein ganzer Satz abgeschlossen ist, indem man ein vergrößerten Leerschlag eingefügt hat.
Ist prinzipiell eigentlich keine schlechte Idee. Allerdings hat die Sache einen Haken. Das Ganze ist einerseits ein Frage der Gewöhnung. Aus der Deutschen Literatur bin ich das überhaupt nicht gewöhnt. Kommt mir ein Text aus Amerika unter die Finger, bei dem das so gehandhabt wurde, dann muß ich mich zunächst daran gewöhnen. Das muß aber nicht unbedingt schlecht sein.
Problematischer ist, daß man für eine solche Unterscheidung einen exzellenten Satz benötigt. Mit linksbündigem Flattersatz ist eine solche Unterscheidung eher sinnvoll, weil die Wortabstände immer gleich sind und man das Konzept des vergrößerten Wortzwischenraumes schnell einprägt. Insbesondere bei schlechtem Blocksatz sind die Wortzwischenräume allerdings so variabel, daß diese typografische Feinheit oftmals untergeht. Dann trägt soetwas mehr zur Verwirrung als zur Klärung der Typografie bei.
Fazit: ich würde es einfach ausprobieren. Schalte es ein und aus, drucke von beiden Versionen eine Seite und lies sie. Und entscheide dann, was Dir besser gefällt. Insbesondere wenn Du im Blocksatz schreibst, dann würde ich eher abraten, auch wenn das Satzbild bei der Verwendung mit LaTeX durchaus ordentlich ist. Aber auch hier muß man noch Hand anlegen. Und manchmal, insbesondere wenn es z.B. Einheiten zu berücksichtigen gilt, ist eine fehlende Trennung der Lesbarkeit zuträglich, auch wenn die Zeile dadurch etwas aufgeblasen wird. Kommt soetwas vor, dann schalte die Funktion lieber ab.
Schreibst Du hingegen im Flattersatz, dann würde ich eine solche Feinheit eher in Betracht ziehen.
Grüße,
Christian
noch mal eine generelle Frage dazu:
Ist dieser größere Leerraum nach einem Satzende in englischen
Texten üblich?
Ganz speziell handelt es sich um eine Doktorabeit, die in
Frankreich, allerdings in englischer Sprache geschrieben wird.
Gibt es da irgendwelche Richtlinien?