Latinisierung von Familiennamen

Es ist bekannt, daß es im späteren Mittelalter, etwa zur Zeit des Barock üblich wurde, seine normalen und somit gewöhnlich klingenden Nachnamen durch Umwandlung in lateinische oder griechische Entsprechnungen intellektueller oder wenigstens weniger gewöhnlich klingen zu lassen. Bekannte Beispiele sind wohl die Wandlungen von Namen wie Bauer und Landmann in
Agricola oder auch Schröder zu Sartorius.

Gibt es dazu genauere Untersuchungen? So in die Richtung, woran man erkennt, welche Namen tatsächlich so gebildet wurden und wie man erkennt, welche Namen anderen Ursprunges sein könnten.

Kann es Einzelfälle geben, wo solche Namen vielleicht doch direkt aus der Römerzeit überliefert wurden, vielleicht über französische Linien? M.E. sind Nachnamen in unseren Breiten doch lange nach der Römerzeit entstanden.
Gab es auch später noch öfter solche Modeerscheinungen, mir ist, als hätte es zur Zeit der Aufklärung vor allem bei Schriftstellern noch mal
solche Umwandlungen gegeben, ist dies so?
Diverse Suchmaschinen habe ich schon durchgeforstet, ich wäre also an konkreten Hinweisen oder Wissen interessiert :wink:)!

Danke,
Gruß Maid

Grüß Dich Maid,

ich kenne einen Fall, der uns in der Schule (schon ewig lange her) genannt wurde.
Eine Familie hatte den Namen Blei, änderte ihn in Plumbum, zog nach Norddeutschland. Kam nach ein paar Generationen wieder nach Süddeutschland und passte den Namen an in Pflaumenbaum.

Alles Gute

Ursel