Laufen lernen vor dem Krabbeln?

Frohe Ostern!
Ich habe gerade mal so rumgegoogelt um mich zu vergewissern, dass es nicht ungewöhnlich ist, wenn mein Söhnchen mit knapp 8 Monaten die ersten Laufversuche startet, das Krabbeln aber wohl auslässt oder hintenanstellt.
Er fühlt sich auch auf dem Bauch äußerst unwohl oder unzufrieden, macht aber keinerlei Anstalten, sich auf den Rücken zu drehen. Er sitzt schon prima, aber wenn er dann doch mal zur Seite plumpst ist er hilflos, weil er ja nicht geübt hat, wie er sich wieder umdrehen oder allein hinsetzen kann. Auf dem Rücken zu liegen ist für eine gewisse Zeit ok, aber besonders toll findet er es, wenn man ihm die Hände reicht und er sich aus eigener Kraft auf seine Beine stellt und die ersten tapsigen Schrittchen machen darf. Da er sich selbst hochzieht und sein Gewicht selbst tragen kann, mache ich mir darüber eigentlich keine Sorgen. Wenn er keine Lust hat zu robben und/oder zu krabbeln, dann lässt er es eben.
Da lese ich aber, dass es häufig zu Defiziten bei den Kindern kommt, die die Krabbelphase auslassen.
Hat da jemand genauere Infos?
Vielen Dank schon mal!!

Hallo frowerpau,

ich habe nun nicht gegooglet, aber aus eigenen Erfahrungen kann ich sagen, dass Krabbeln ein wichtiger Schritt für die motorischen Verbindungen im Gehirn sind. NATÜRLICH gibt es auch Leute (die wirst du auch noch hören hier) die auch ohne Krabbeln glücklich groß wurden. Fakt ist, die Bewegung aller vier Gliedmaßen im angepassten Rhythmus ist ein wichtiger motorischer Lernschritt. Wenn dein Kind es nicht von sich aus nachholt würde ich mal mit der Kleinen gemeinsam „krabbeln üben“. Also mit ihr krabbeln, ihr die Bewegungsabläufe gut gelaunt vormachen. Mein Sohnemann brauchte sehr lange bis zum Krabbeln, schaffte es letztendlich dadurch, dass er es sich in der Krabbelgruppe abgucken konnte. Dann fiel mir der Groschen - bischen abgucken gehört auch dazu :wink:

lg,
Dany

Hallo,

es wird behauptet, dass Krabbeln bzw. das Krabbeln-Überspringen spätere Lernprobleme mit sich bringt: Da Krabbeln eine „über Kreuz“ Koordination verlangt, soll das die Verbindungen zwischen beiden Hirnhälften stimulieren.
Z.B. hier wird das beschrieben:
http://www.teachingvalues.com/whymovement.html

Man kann das Krabbeln der Kinder dadurch fördern, dass man selbst auf den Boden zu den Kindern hinunterkommt und selbst krabbelt.

Gruß
eklastic

Hallo!

es wird behauptet, dass Krabbeln bzw. das
Krabbeln-Überspringen spätere Lernprobleme mit sich bringt: Da
Krabbeln eine „über Kreuz“ Koordination verlangt, soll das die
Verbindungen zwischen beiden Hirnhälften stimulieren.
Z.B. hier wird das beschrieben:
http://www.teachingvalues.com/whymovement.html

Man kann das Krabbeln der Kinder dadurch fördern, dass man
selbst auf den Boden zu den Kindern hinunterkommt und selbst
krabbelt.

so isses, liebe Elke!

Ich arbeite mit Kindern, die nicht krabbelten, diesen Entwickliungsschritt oft nach (Neurologische Reoganisation nach Padovan), denn bei vielen Kindern, die spätere Entwicklungsauffälligkeiten oder Lernprobleme haben, erfahre ich aus der Anamnese, das sie nichtgerollt, gerobbt oder gekrabbelt sind.
Und es gibt auch Nichtkrabbler, die sich ganz normal entwickeln.
Aber, wenn man noch die Wahl hat, sollte man drauf hin arbeiten, das die Kurzen krabbeln und auch erst dann aufstehen, wenn sie es alleine schaffen.

Alles andere hat Elke schon gesagt.

Und, lass dich nicht erpressen von dem Gemaunze!

LG!
Allu

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Danke für die schnellen Antworten!
Dass das Überkreuzen der Mittellinie für die Vernetzung wichtig ist, ist mir bekannt; da er noch nicht ganz 8 Monate alt ist habe ich die Hoffnung, dass er die „normale“ Reihenfolge der Entwicklungsschritte nur ganz individuell für sich umwurschtelt. Ich werde meinen Großen auch mit Krabbel-Vorbildfunktion einspannen… Was der große Bruder macht ist sowieso am allertollsten! Und eigentlich wäre ja auch erst mal Robben, Rutschen oder Kugeln an der Reihe.
Wahrscheinlich kommt das dann doch alles ganz von selbst, weil er endlich mal den Kater am Henkel ziehen will! :smile:
Lieben Dank!!

Und, lass dich nicht erpressen von dem Gemaunze!

Erpressen? Gemaunze??

Danke für deine Info!!! Was meinst du mit Gemaunze?

Liebe Grüße!

Hallo und frohe Ostern,

es wird ja immer gesagt, dass man Kinder nicht hinsetzen soll bevor sie nicht alleine hinsetzen können.
U.a. auch deswegen, warum sollen sie es alleine lernen, wenn sie doch eh hingesetzt werden. Daraus folgt auch, dass sie die anderen Entwicklungsschritte nicht lernen, z.B. vom Bauch in den Vierfüßlerstand, aus dem sich dann gesetzt oder losgekrabbelt wird.
Muss natürlich nicht sein, kann aber sein.

Die Kleinen haben so einen Ehrgeiz, dass sie sich weiterentwickeln wollen, dass sie es tun, wenn man sie läßt. Und es ist doch schade, wenn man ihnen die Erfolgserlebnisse nimmt, z.B. das erste Mal hinsetzen und alleine sitzen bleiben ohne fremde Hilfe.

Aber nochmal zur Titel zurück: Ich glaube, dass es schon wichtig ist, dass Kinder krabbeln, aber nicht hochwichtig. Ich habe, nach Aussage meiner Mutter, auch nicht gekrabbelt und trotzdem mein Abi gemacht.

Grüßle, Salbei

Und, lass dich nicht erpressen von dem Gemaunze!

Erpressen? Gemaunze??

Das hab ich geschrieben, weil du gesagt hast, dass dein Kind nicht mehr unten bleiben will, und dann unleidlich ist, hoch will. Maunzen, meckern, nörgeln, nölen, ist alles das Gleiche.
Und wenn du das nicht mehr aushälst und ihn (sie??)hochnimmst, hat er (sie??) dich erpresst, eingepackt, eingewickelt, oder übernommen, wie wir in Franken zu sagen pflegen.
Was einmal klappt, könnte ja öfter funktionieren.
Und Kinder haben OFT den längeren Atem.
Oder ich war kurzatmig :smile:)
War ich sicher oft genug.

Danke für deine Info!!!

Gerne
LG! Allu

Erpressen? Gemaunze??

Das hab ich geschrieben, weil du gesagt hast, dass dein Kind
nicht mehr unten bleiben will, und dann unleidlich ist, hoch
will.

Ach so! Das meinst du. Jawoll, der hat einen ziemlich langen Atem. Mein Großer war da nicht so hartnäckig.

Und wenn du das nicht mehr aushälst und ihn (sie??)hochnimmst,
hat er (sie??) dich erpresst, eingepackt, eingewickelt, oder
übernommen, wie wir in Franken zu sagen pflegen.

Und glaub man ja nicht, dass du als Erzieherin ein dickeres Fell hast!
Die Kämpfchen sind immer wieder die gleichen und beim eigenen Kind ist man sowieso manchmal wie vernagelt. Er hat sich übrigens in diesem Moment selbst vom Rücken auf den Bauch gedreht. Nur: Wie kommt er da wieder zurück? :wink:

Was einmal klappt, könnte ja öfter funktionieren.
Und Kinder haben OFT den längeren Atem.
Oder ich war kurzatmig :smile:)
War ich sicher oft genug.

Klar bin ich auch manchmal inkonsequent. Hat die Natur schon gut eingerichtet, dass man das Gemaunze der Kleinen nur schwer aushält. Aber beim Bettgeh-Programm waren wir auch beim Zweiten erfolgreich und das mit dem „nun-dreh-dich-mal-selbst-wohin-du-willst“ schaffen wir auch noch! Tschackaaaa!!

lieben Dank von frowerpau und maunzige Grüße vom Sohn! :smile:))

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Hallo,
ich habe drei „Kinder“, sie sind heute 23, 21 und 17 Jahre.
Meine erste hat nie gekrabbelt und konnte mit 9 Monaten laufen.
Die zweite hat auch nicht gekrabbelt und konnte mit 11 Monaten laufen.
Der jüngste hat ewig gekrabbelt und konnte mit 14 Monaten laufen.
Defizite kann ich bei keinem feststellen.
Die beiden Mädels waren in allem etwas früher ( Frauen halt )und der junge Mann hat halt etwas länger gebraucht.
Könnte auch an den Katzen gelegen haben, die kamen zu uns als er ein halbes Jahr alt war und denen mußte man halt hinterher krabbeln.
Nein - war ein Scherz.
Mach dir nicht zu viele Gedanken. Der Kleine wird sich schon „normal“ entwickeln. Auch wenn er jetzt schon auf die Füße will dauerts bestimmt noch bis er richtig läuft.Und beim spielen mit seinem Bruder krabbelt er dann sicher auf dem Boden hin und her.
Ich würde ihn halt nicht freiwillig hoch ziehen sondern ihn zum Tisch robben lassen an dem er sich hoch ziehen kann, das macht er bestimmt bald und dann könnt ihr ständig den Couchtisch leer räumen.
Viel Spass wünscht Marion

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Und glaub man ja nicht, dass du als Erzieherin ein dickeres
Fell hast!

meinst du damit dich? mich? oder unsre Berufsgruppe allgemein??

Die Kämpfchen sind immer wieder die gleichen und beim eigenen
Kind ist man sowieso manchmal wie vernagelt.

Da hast du ein wahres Wort gesprochen!

Er hat sich
übrigens in diesem Moment selbst vom Rücken auf den Bauch
gedreht. Nur: Wie kommt er da wieder zurück? :wink:

Kommt er schon, mit der Zeit :smile:

Klar bin ich auch manchmal inkonsequent.

Mensch sein und Mensch bleiben, darf man (Frau) auch bei Kindern!

und das mit dem
„nun-dreh-dich-mal-selbst-wohin-du-willst“ schaffen wir auch
noch!

Klar doch!

lieben Dank von frowerpau und maunzige Grüße vom Sohn! :smile:))

liebe Grüße zurück und weiterhin viel Freude mit den Jungs!
Allu

Hallo ihr beiden,;o)

Ach so! Das meinst du. Jawoll, der hat einen ziemlich langen
Atem. Mein Großer war da nicht so hartnäckig.

Oha,bei mir war es umgedreht,der Große hat mich immer noch im Griff.;o)Mit seinen Dackelblick.

Und wenn du das nicht mehr aushälst und ihn (sie??)hochnimmst,
hat er (sie??) dich erpresst, eingepackt, eingewickelt, oder
übernommen, wie wir in Franken zu sagen pflegen.

Und glaub man ja nicht, dass du als Erzieherin ein dickeres
Fell hast!

Ich glaub das hält keine Mutter über lang durch.

Die Kämpfchen sind immer wieder die gleichen und beim eigenen
Kind ist man sowieso manchmal wie vernagelt. Er hat sich
übrigens in diesem Moment selbst vom Rücken auf den Bauch
gedreht. Nur: Wie kommt er da wieder zurück? :wink:

Das schafft er schon,wenn meine Kleinen etwas geschafft haben,hab ich Geklatsch und Zugabe gerufen.;o)Wurde mit einen breiten Grinsen belohnt.

Ein bissel Hilfestellung kannste aber ruhig geben.;o)

Was einmal klappt, könnte ja öfter funktionieren.
Und Kinder haben OFT den längeren Atem.
Oder ich war kurzatmig :smile:)
War ich sicher oft genug.

Ich auch…ich gestehe.;o)

Klar bin ich auch manchmal inkonsequent. Hat die Natur schon
gut eingerichtet, dass man das Gemaunze der Kleinen nur schwer
aushält. Aber beim Bettgeh-Programm waren wir auch beim
Zweiten erfolgreich und das mit dem
„nun-dreh-dich-mal-selbst-wohin-du-willst“ schaffen wir auch
noch! Tschackaaaa!!

Sicher.
Mein Großer hat auch nie gekrabbelt,war eher der Roller,geguckt da will ich hin,roll,roll…bin da.;o)Lief mit 10 mon.Ist heute 17 Jahre,hatte keine Lernprobleme und hat seit August 07 eine Lehrstelle.;o)

Meine Kleine hat mit 7 mon,die Welt krabbelder Weise unsicher gemacht…lief mit 1 Jahr,verfiel aber öfters noch in die Krabbelstellung,wenns schnell gehen sollte,hm vielleicht lags auch am Hund.*grübel

Jedes Kind hat sein eigenes Ding…rumgemaule,nun ja iss auch normal,einfach ein bissel Hilfestellung,wird schon klappen.;o)

LG Biene

Und glaub man ja nicht, dass du als Erzieherin ein dickeres
Fell hast!

meinst du damit dich? mich? oder unsre Berufsgruppe
allgemein??

In erster Linie meinte ich mich. Und aber auch all die anderen, die trotz einer pädagogischen Ausbildung vor den gleichen Hürden stehen.
Huch… jetzt ist er wieder wach. Danke Danke an alle und an Dich!

Hallo Marion!
Ach dankeschön… ! Ich hatte gehofft, dass mir jemand noch genau sowas sagt! Das denke ich eigentlich auch immer. Die Kids machen das schon. In ihrem Tempo. Die einen früher, die anderen später.
Beruhigend, wenn jemand mit großen Kindern seine Erfahrungen mitteilen kann. Sobald das Schlagwort „Defizit“ o.ä. ins Spiel kommt wird man halt gleich unruhig…
Seit gestern rutschen wir alle hier - sehr zur Freude von dem Kleinen- auf dem Boden hin und her und machen allerlei Gehampel. Der Kater ist schon ganz konfus… :smile:
Also, nochmals vielen Dank!!

Hallo,

also… mal aus meiner Nähkiste…
krabbeln ist schwieriger, als man denkt. Ich kenne sehr viele Kinder, die erst liefen und später krabbelten. Das ist kein Beinbruch, aber manche Kinder laufen halt erst und krabbeln dann erst. Das gibt es.

Was ich auch oft mitbekommen habe, … dass Kinder erst rückwärts-krabbeln, das scheint auch einfacher zu sein.

Sofern alle Funktionen erfüllt werden, sollte man sich vielleicht nicht allzu große Sorgen machen, dass mal das eine vorher und das andere nachher passiert.

Ich denke, man soll das nicht alles überbewerten. Krabbeln ist schwierig. Rückwärtskrabbeln scheint einfacher zu sein, obwohl man wohl es als schwieriger ansiedeln würde. Aber alle (gesunde) Kinder, die ich kenne, haben irgendwann das Krabbeln draufgehabt. Die einen früher, die anderen später. Und viele sind vorher gelaufen und erst danach haben sie das krabbeln drauf gehabt.

Grüße

Sarah

Merci!!!

Alles überholt

Frohe Ostern!

Wünsche ich auch, wenn auch etwas verspätet…

Hat da jemand genauere Infos?

Was die anderen hier teilweise geschrieben haben sind veraltete Thesen. Früher wurden Kinder therapiert, die das Krabbeln ausgelassen haben, da sie sich nicht normgerecht entwickelt haben. Inzwischen ist man schlauer und sieht ein, dass jedes Kind seine individuelle Entwicklung durchmacht. Nachteile sind eher zufällig aber sicher kaum nachweisbar.

Unser Sohn ist jetzt auch 8 Monate alt und macht schon seine ersten Schritte (natürlich nur mit Hilfe von Mama oder Papa). Krabbeln könnte er wenn er wollte (hat er schon vor einem Monat bewiesen), das geht ihm aber (noch) viel zu langsam, deshalb robbt er lieber. Da wir nur glatte Böden haben ist das verständlich. Wir glauben, dass er das Krabbeln mehr oder weniger überspringt. Sorgen machen wir uns deswegen aber sicher nicht.

Also keine Gedanken drüber machen und sich an den Fortschritten der lieben Kleinen erfreuen!

Gruß, Bernd

Bei meinem Sohn war das so, dass er für das Laufen sehr lang egebraucht hat. Aber der Arzt und die Kinder KG haben gesagt, dass es am besten ist, das ein Kind so lange wie Möglich krabbelt.

Das ist für die Entwicklung der beiden Gehirnhälften sehr wichtig.

Wenn Kinder garnicht krabbeln, sondern zuerst laufen wollen, so sollte das Bestreben sein, das er „zurück“ in diese Krabbelphase gebracht wird.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]