Hallo,
unser neuer Vermieter stellt, wohl aus Kostengründen, den Ölbrenner nachts ab 22 und tagsüber ab 8 bis 12 ab, weil zu diesen Zeiten niemand da ist bzw. warmes Wasser benötigt. Teils verständlich, teils unbequem´, falls man doch mal welches benötigt.
Frage: Ist so etwas normal bzw. welche Zeiten?
Und kann man durch dieses Vorgehen überhaupt Energie sparen?
Alex
Hallo Alex!
Wird wirklich die Warmwasserheizung abgestellt zu diesen Zeiten oder wird nur die Umwälzpumpe über Zeitschaltuhr abgestellt? Diese Möglichkeit gibt es nämlich auch.
Läßt Du dann das warme (jetzt kalte) Wasser etwas länger laufen, kommt Warmwasser.
Das müßtest Du vielleicht mal klären.
Das mit der Umwälzpumpe ist in vielen Häusern normal und wenn man sicher sein könnte, daß zu diesen bestimmten Zeiten kein Warmwasser benötigt wird, spart man dadurch etwas Energie.
Sobald aber ein Haushalt anfängt zu kochen und vor 12.00 warmes Wasser benötigt, ist die Ersparnis sofort wieder hinüber. Da das lange Entleeren der Leitung und das Warten auf warmes Wasser viel Wasser verbraucht.
Wurde aber der Kessel gesamt abgestellt, geht das morgens nur im Einvernehmen mit sämtl. Bewohnern.
Ob das Abstellen eines Warmwasserzubereiters (Kessel) Energie spart, läßt sich nur von Heizung zu Heizung berechnen. Sind die Boiler so gut isoliert, daß sie kaum Wärmeverluste haben, könnte man sparen. Fällt die Temperatur im Speicher aber ab und der Brenner muß um 12.00 lange laufen, um auf Solltemperatur zu kommen, könnte die Ersparnis auch gleich Null oder sogar Minus sein.
Dazu müßte man die beiden Möglichkeiten durchprobieren um genau sagen zu können, man spart oder man hat Verluste. Jeder Versuch müßte ungefähr eine Woche durchgezogen werden. Damit Wochenenden und Arbeitstage mit enthalten sind.
Gruß Werner
Wird wirklich die Warmwasserheizung abgestellt zu diesen
Zeiten oder wird nur die Umwälzpumpe über Zeitschaltuhr
abgestellt? Diese Möglichkeit gibt es nämlich auch.
Läßt Du dann das warme (jetzt kalte) Wasser etwas länger
laufen, kommt Warmwasser.Das müßtest Du vielleicht mal klären.
Ich denk mal er is ganz aus, auch nacj längerem Warten kommt kein Warmwasser.
Hallo Alex!
Wie gesagt, das morgendliche Abstellen des Warmwasserbereiters ist sicher nur möglich, wenn alle Bewohner einverstanden sind. Warmwasser wird in den Küchen doch immer gebraucht.
Ob das Abstellen des Brenners Energie spart oder nicht, kann nur ein Dauerversuch über 2 mal eine Woche zeigen. Hier im Voraus zu wissen, es spart oder es spart nicht, ist nicht möglich. Dafür weiß man zu wenig über die Qualität der Anlage.
Viele sogenannte Sparmaßnahmen kosten im Endeffekt mehr Geld, als die normale Vorgehensweise.
Ich würde dem Hausbesitzer vorschlagen, eine Woche, von Montag morgen 08.00 bis zum nächsten Montag 08.00 den Warmwasserboiler laufen zu lassen. Zu beiden Terminen den Wert der Gasuhr aufschreiben.
Dann bis zum nächsten Montag 08.00 wieder so zu schalten, wie er das möchte. Wieder um 08.00 die Uhr ablesen und Ihr wißt, was sparsamer ist.
(Die Zeiten könnt Ihr natürlich so legen, daß auch jemand da ist, der die Uhr abliest).
Danach kann man dann weitersehen.
Gruß Werner
Ich habe etwas vergessen :
Die Messung funktioniert natürlich nur, wenn in den zwei Wochen kein anderer Gasverbraucher in Betrieb ist, also die Heizung!
Viel Fantasie und Nonsens - Viel hilft nicht viel!
Hallo,
Im Rahmen der Wärmeschutz- und Heizungsverordnungen schreibt der Gesetzgeber inzwischen zwingend eine Nachtabsenkung der Heizungs- und Warmwasserversorgung vor.
Die Nachtabsenkung wird über eine Zeitschaltuhr gesteuert und senkt in der eingestellten, nächtlichen Zeitspanne die Vorlauftemperatur des Heizungswassers um die eingestellten Werte (ca. 4 bis 6 °C) ab und die Warmwasser-Umwälzpumpe aus.
Die durch eine Nachtabsenkung eingesparten Energiekosten liegen je nach Typ, Alter und Größe der Heizungsanlage bei ca. 6 bis 15 %.
Die Zu- und Abschaltzeiten sind je nach Bewohner-/Berufsstruktur sehr unterschiedlich und können, sofern hausintern keine Einigkeit zu erreichen ist, durch Mehrheitsbeschluß in der Versammlung festgelegt werden.
Wenn nun am Tag von 08:00 bis 12:00 Uhr die Warmwasserversorgung (und damit auch die Heizung) abgesenkt wird, dann spart man gar nichts ein im Gegenteil man zahlt zu. Für das Aufheizen von Wohnung und Warmwasser ist eine Mindestenergiemenge notwendig. Dies ist kalkulatorisch erst bei ca. 6 Stunden Absenkung kostensparend. Somit ist eine Absenkung für 4 Stunden nonsens.
Weiterhin habe ich als Mieter das Recht außerhalb der Nachtabsenkung auf ausreichend Warmwasser und geheizten Wohnraum. Hier sind Mietminderungen schon vorprogrammiert, da im Winter die Heizung am vormittag abgesenkt wird und damit der Wohnraum unter der Temperatur von 22 Celsius sinkt.
Nach dem Motto: Viel hilft nicht viel.
Christian