Lavendel und Rosmarin erfroren? Petersilie raus?

Hallo zusammen!

Ich habe auf meinem Süd-Balkon zwei Lavendel und einen Rosmarin im Topf, die ich - wie letzten Winter auch - nicht weiter groß geschützt habe. Da dieses Jahr der Winter doch etwas strenger war, befürchte ich, dass die drei Pflanzen erfroren sind (und bereue, dass ich sie nicht doch eingepackt habe…). Woran kann ich erkennen, ob sie wirklich tot sind? Oder gibts noch eine Chance - vielleicht kräftig zurückschneiden oder so?

Dann habe ich vor ca. 2-3 Wochen Petersilie gesäht, die auch schön kräftig sprießt. Muss ich sie vereinzeln (und wenn ja, wie viele Pflänzchen pro 5x5cm-Anzuchttöpfchen)? Und wann darf sie nach draußen? Mein Fensterbrett wird allmählich ein bisschen eng - und ich wollte eigentlich auch noch ein paar Blumen vorziehen…

Viele Grüße
Annegret

Hallo Annegret,
Lavendel ist i. a. winterhart (wenn es denn nicht der schöne Schopflavendel war), also zurückschneiden und warten.
Rosmarin ist nicht winterhart, der ist nach menschlichem Ermessen kompostierbereit. Ich habe ein kleines Stückchen am Küchenfenster überwintert, der Kleine kommt nach den letzten Frösten im Mai raus ins Grüne.

Die Petersilie ist ja nur die Zimmertemperatur gewöhnt, da müsstest Du derzeit die Pflanzen abhärten, damit die zarten Triebe nicht Opfer später Fröste werden. Meine im Freiland überwinterten Petersilienreste treiben derzeit auch schon zart vor sich hin, aber bis zur ersten Ernte dauert es noch etwas, da die Temperaturen derzeit nur ein langsames Wachsen erlauben. Die von Dir angetriebenen Petersilienpflanzen nicht vereinzeln. Ich treibe die ersten Neuansaaten im Frühbeet immer vor, um dann das ganze bündelweise im Garten einzupflanzen, mit Einzelpflänzchen habe ich das aufgrund der wirklichen Minipflanzen noch nicht probiert.

MfG LM

Hallo,

Rosmarin ist nicht winterhart,

das ist nicht ganz korrekt. Rosmarin ist „bedingt winterhart“. Kurzfristig (ein paar Tage) hält er schon mal einige Minusgrade aus. Je älter die Pflanzen umso besser kommen sie im Winter klar. Ausgepflanzt sind sie beständiger als im Topf.
Ein großes Problem ist in der kalten Jahreszeit v.a. die Wasserversorgung (insbesondere im Topf). Viele Rosmarine vertrocknen schlichtweg.

Bei uns in der Rheinebene sieht man in vielen Gärten ausgepflanzte Rosmarinbüsche von z.T. ganz ordentlicher Größe. Im Winter werden die meist zusammengebunden und eingewickelt.

Gruß, Niels

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Hallo Niels,
danke für Deine Ergänzungen/Korrekturen.
Das mit der bedingten Frosthärte war mir neu. Aber in den Weinbaugegenden kann ich mir das gut vorstellen.

Ein schönes WE wünscht LM