Warum nicht ‚Pommesfrites‘ in einem Wort?
Hallo nochmal,
Ja, das kannst du halten wie mit der
„Cornedbeefdose“:
http://www.canoo.net/services/GermanSpelling/Reform/…
ich bin ja ohnehin der Meinung, dass die letzte Rechtschreibreform nicht konsequent genug war und nicht weit genug ging.
Wenn „Corned beef“ nunmehr falsch ist, „Cornedbeef“ und „Corned Beef“ aber richtig, warum beschränkt man diese neue deutsche Rechtschreibregel dann auf Wörter aus dem Englischen?
http://www.canoo.net/services/GermanSpelling/Regeln/…
Dass bei „Pommes frites“ das „f“ weiterhin kleingeschrieben wird, ist logisch, handelt es sich doch um ein französisches Partizip, das hier als Attribut verwendet wird.
Aber warum darf man die beiden jetzt nicht auch (ohne Bindestrich) zusammenschreiben, so wie „Bigband“…
http://www.canoo.net/services/GermanSpelling/Regeln/…
… zumal doch bei „Pommes frites“ die Betonung -dem französischen Akzentmuster folgend- auf dem als Adjektiv gebrauchten Partizip „ frites “ liegt?
Ich denke, im Deutschen sollten wir konsequent dem Prinzip „Ein Ding, ein Wort“ folgen, ob mit oder ohne Bindestrich. „ frites “ ist kein Ding und kein Wort im Deutschen; erst in Verbindung mit „Pommes“ wird daraus ein Ding aus der außersprachlichen Realität.
Im Englischen werden solche Verbindungen ja sprachwissenschaftlich auch dann als ein „compound word“ betrachtet, wenn sie mit Leerzeichen getrennt geschrieben werden.
http://www.ceeol.com/aspx/issuedetails.aspx?issueid=…
Wenn ich mich recht an Marchands „The Categories and Types of Present-Day English Word-Formation“ erinnere, gibt es da auch das „Inversion Compound“, das so wie „Pommes frites“ im Deutschen einem romanischen Wortbildungsmuster folgt und wo -anders als sonst in germanischen Sprachen üblich- das Determinatum vor und nicht nach dem Determinans steht:
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„heir presumptive“ - mutmaßlicher Erbe
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„heir apparent“ - rechtmäßiger Erbe
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„commander-in-chief“ - Oberbefehlshaber
Gruß Gernot