Learning English; wie stell ich es am besten an?

Hallo zusammen,

gerne wuerde ich in naeherer Zukunft (in ca. 0,5-1 Jahr) für eine Weile beruflich im Ausland taetig werden. Dabei ist es mir auch wichtig, ENDLICH vernuenftig Englisch zu lernen. Nun will ich mich natuerlich so gut wie moeglich sprachlich vorbereiten. Natuerlich ist es schwer, meinen momentanen Kenntnisstand hier zu beschreiben, ich versuche es mal: Ich selbst wuerde sagen, dass ich mittelmaessig bis schlecht im Englischen bin. Ich lese ab und an mal ein Englisches Buch und kann auch der Handlung folgen, ohne permanent in einem Woerterbuch nachzuschlagen (auch wenn ich viele Woerter nicht kenne, so erschliesst sich mir der Inhalt aus dem Zusammenhang). Ausserdem schaue ich oefter englischsprachige Filme im original, auch da komme ich mit. Ums kurz zu machen: Ich verstehe gut bis befriedigend (mal extreme Dialekte/ sehr schnelles Sprechen ausgenommen), Sprechen ist eine Katastrophe. Ich habe niemanden in meinem Bekanntenkreis, mit dem ich das Sprechen trainieren koennte. Habe bereits ein dreimonatiges Praktikum im Ausland gemacht, bin mehr oder weniger ins kalte Wasser gesprungen weil mir viele gesagt haben, dass man ganz schnell reinkommt; mir ging das aber gar nicht so. Ich bekomme nicht das Maul auf, muss auf eine Frage ewig ueberlegen, bis ich halbwegs einen Satz zusammengebaut habe. Schlussendlich war das nicht so optimal.
Meine Fragen: Kann mir jemand raten, wie ich mich aufgrund meiner Faehigkeiten vorbereiten koennte? Es geht vermutlich vor allem ums Reden und um die Moeglichkeit, dass der entsprechende Dozent zweisprachig ist und man eben die Fehler, die man falsch macht, korrigiert bekommt. Vielleicht kennt sich jemand mit Volkshochschulkursen aus; sind diese zu empfehlen? Oder vielleicht eine andere Sprachschule? Ich wohne in Berlin, vielleicht kann mir jemand Adressen/links nennen, die Abgebote haben, jemanden fit fuer einen Auslandsaufenthalt zu machen?
Ich wuerde mich sehr freuen, wenn mir einer von Euch Profis helfen koennte.

Vielen Dank und liebe Gruesse,
Katja

Hallo Katja,

bin zwar kein Profi, möchte aber trotzdem was beitragen:

Ich lese ab und an mal ein Englisches Buch und kann auch der Handlung folgen, ohne permanent in einem Woerterbuch nachzuschlagen (auch wenn ich viele Woerter nicht kenne, so erschliesst sich mir der Inhalt aus dem Zusammenhang). Ausserdem schaue ich oefter englischsprachige Filme im original, auch da komme ich mit. Ums kurz zu machen: Ich verstehe gut bis befriedigend (mal extreme Dialekte/ sehr schnelles Sprechen ausgenommen)

Das sind aber doch schon recht gute Voraussetzungen :smile:

Sprechen ist eine Katastrophe. Ich habe niemanden in meinem Bekanntenkreis, mit dem ich das Sprechen trainieren koennte. Habe bereits ein dreimonatiges Praktikum im Ausland gemacht, bin mehr oder weniger ins kalte Wasser gesprungen weil mir viele gesagt haben, dass man ganz schnell reinkommt; mir ging das aber gar nicht so. Ich bekomme nicht das Maul auf, muss auf eine Frage ewig ueberlegen, bis ich halbwegs einen Satz zusammengebaut habe. Schlussendlich war das nicht so optimal.

Das sieht mir aber eher nach „nicht trauen“ aus.

Aber egal, Deine eigentlich Frage ist ja:

Kann mir jemand raten, wie ich mich aufgrund meiner Faehigkeiten vorbereiten koennte? Es geht vermutlich vor allem ums Reden und um die Moeglichkeit, dass der entsprechende Dozent zweisprachig ist und man eben die Fehler, die man falsch macht, korrigiert bekommt. Vielleicht kennt sich jemand mit Volkshochschulkursen aus; sind diese zu empfehlen? Oder vielleicht eine andere Sprachschule? Ich wohne in Berlin, vielleicht kann mir jemand Adressen/links nennen, die Abgebote haben, jemanden fit fuer einen Auslandsaufenthalt zu machen?

Also, ein zweisprachiger Dozent ist aus meiner Erfahrung nicht nötig, manchmal sogar hinderlich, weil man doch wieder in die Muttersprache des Schülers abzurutschen droht. Beim native speaker als Lehrer mußt Du durch, das Wasser ist aber nicht so kalt wie bei Deinem Praktikum damals. Schliesslich hast Du im Kurs alle Zeit der Welt, Deinen Standpunkt endlich richtig formuliert herauszubekommen.

Und da bin ich schon bei meinem Tip aufgrund eigener Erfahrungen: Möglichst kleine Lerngruppe - bei mir war sie nicht mehr kleiner zu kriegen: Einzeltraining :wink: - in einer renomierten Schule. Ich war mal bei Inlingua (die gibts auch in Berlin) und war dort sehr zufrieden. Du kannst Dir dort sogar aussuchen, wo Dein Lehrer herkommt. Ich hatte mich dann für ein paar Stunden sogar dafür entschieden, wechselnd mit einem Amerikaner und einem Briten zu sprechen. Da habe ich gut gelernt, die Aussprache - aber auch Detailunterschiede in verschiedenen Wörtern - zu unterscheiden.

Meine Voraussetzungen waren schlechter als Deine, und nach ca. 10 Doppelstunden konnte ich in meiner Branche schon recht gut meine Standpunkte vertreten. Von den täglichen Anforderungen im Ausland mal ganz zu schweigen.

Ich hatte vorher eine mehr als grottenschlechte Grammatik. Inzwischen ist sie zwar noch nicht perfekt, aber mein Gegenüber kann zumindest sehr gut unterscheiden, in welcher Zeit ich mich befinde :smile:

kind regards
Bonsai

Hallo Bonsai,

wow, vielen Dank fuer die schnelle und ausfuehrliche Antwort!

Ich lese ab und an mal ein Englisches Buch …

Das sind aber doch schon recht gute Voraussetzungen :smile:

Naja, halbwegs verstehen, was gesagt wird, ist die eine Seite… :smile:

Sprechen ist eine Katastrophe. Ich habe niemanden in meinem Bekanntenkreis, mit dem ich das Sprechen trainieren koennte. Habe bereits ein dreimonatiges Praktikum im Ausland gemacht, bin mehr oder weniger ins kalte Wasser gesprungen weil mir viele gesagt haben, dass man ganz schnell reinkommt; mir ging das aber gar nicht so. Ich bekomme nicht das Maul auf, muss auf eine Frage ewig ueberlegen, bis ich halbwegs einen Satz zusammengebaut habe. Schlussendlich war das nicht so optimal.

Das sieht mir aber eher nach „nicht trauen“ aus.

Ja, das ist es wohl vor allem. Wenn ich mich selber hoere, empfinde ich das als recht gruselig, und zwar sowohl die Aussprache, als auch die Grammatik betreffend. Und ich denke dann immer, wie schrecklich es fuer „native speakers“ klingen muss, wenn man die Sprache so verunstaltet.

Aber egal, Deine eigentlich Frage ist ja:

Kann mir jemand raten, …

Also, ein zweisprachiger Dozent ist aus meiner Erfahrung nicht
nötig, manchmal sogar hinderlich, weil man doch wieder in die
Muttersprache des Schülers abzurutschen droht.

Ok, kann Deinen Standpunkt nachvollziehen. Ich habe mich nur daran erinnert wie es im Ausland war, und da sind mir bereits nach zwei, drei Tagen bestimmte Dinge aufgefallen, die ich immer wieder falsch mache, ich aber so ohne weiteres nicht im Buch nachschlagen konnte (bestimmte Redewendungen, Formulierungen usw.). Deshalb kam mir die Idee das es gut waere, eben diese Probleme dann einmal einem „Zweisprachler“ zu praesentieren um diese dann sofort aus der Welt zu schaffen.

Beim native
speaker als Lehrer mußt Du durch, das Wasser ist aber nicht so
kalt wie bei Deinem Praktikum damals.

Das war damals schon ziemlich kalt… :wink:
Aber Du magst recht haben, so kann man sich bestimmt gut vorbereiten.

Schliesslich hast Du im
Kurs alle Zeit der Welt, Deinen Standpunkt endlich richtig
formuliert herauszubekommen.

Ok.

Und da bin ich schon bei meinem Tip aufgrund eigener
Erfahrungen: Möglichst kleine Lerngruppe - bei mir war sie
nicht mehr kleiner zu kriegen: Einzeltraining :wink: - in einer
renomierten Schule. Ich war mal bei Inlingua (die gibts auch
in Berlin) und war dort sehr zufrieden.

Ja, danke fuer den Tip! Hab mich schon ein wenig auf der Seite umgesehen. Deren Angebote machen auf mich einen guten Eindruck. Vor allem find ich gut, dass GESPROCHEN wird, das ist ja eines meiner groessten Probleme. Das einzige Problem sind die Kosten: Jaja, so ist das leider; armer Akademiker, der nun auch noch versucht, seine Doktor-Arbeit fertigzubasteln (im Moment fuer lau, wie so ueblich in meiner Branche). Aber vielleicht geben die ja Rabatt fuer Studenten oder ich muss erstmal einen Job hier in Deutschland finden und dann dieses Projekt angehen.

Meine Voraussetzungen waren schlechter als Deine, und nach ca.
10 Doppelstunden konnte ich in meiner Branche schon recht gut
meine Standpunkte vertreten. Von den täglichen Anforderungen
im Ausland mal ganz zu schweigen.

Also ich glaub Dir, was Du schreibst, trotzdem kann ich mir gar nicht vorstellen, dass ich nach 10 Stunden in der Lage sein koennte, mich halbwegs vernuenftig auszudruecken! :smile:

Ich hatte vorher eine mehr als grottenschlechte Grammatik.
Inzwischen ist sie zwar noch nicht perfekt, aber mein
Gegenüber kann zumindest sehr gut unterscheiden, in welcher
Zeit ich mich befinde :smile:

:wink:)

Danke nochmals,
best wishes,

Katja

Hi. Zuerst muss ich mal sagen, dass ich glaub, dass es so wirkt, als ob du echt bereit bist einigermaßen was dafür zu tun und anscheinend wirklich Englisch lernen willst und anscheinend auch zumindestens Grundkenntnisse in der Sprache besitzt. Das sind eigentlich schon mal echt ganz gute Voraussetzungen! Das mein ich v.a. weil eine Sprache lernen einfach ein relativ zeitaufwendiger Prozess ist und man nich erwarten kann, dass man mit 2 Unterrichtsstunden pro Woche nach nem Jahr fließend Englisch spricht oder so…das ist dir wahrscheinlich auch klar, aber ich wollt nochmal betonen, dass es einfach relativ zeitaufwendig ist und man deswegen nicht gleich den Kopf in den Sand stecken sollte, wenn’s nich so schnell geht wie man eigentlich denkt.

Meine Englischkenntnisse waren auch mal so wie du deine beschreibst, aber irgendwie hab ich dann angefangen immer im Internet auf Englisch zu chatten und mir englische Texte durchzulesen (weil ich z.b. per Suchmaschine was gesucht hab und’s auf Englisch mehr Ergebnisse gibt oder auch mal englische Bücher) und mir DVDs auf Englisch anzuschaun, etc. …das hab ich jeden Tag ziemlich lang gemacht und das hat mein Englisch innerhalb weniger Monate wirklich unglaublich verbessert.
Das du sowas auch machst, würd ich dir wirklich ans Herz legen. Ich wette aber, dass es dich recht stark langweilt, wenn du ein englisches Buch oder ein englischen Film anschaust und zwar der Handlung folgen kannst, aber dich trotzdem viel zu stark konzentrieren musst und auch nicht unbedingt das Gefühl hast, dass dich das besonders voranbringt. Deswegen würd ich wirklich einfach im Internet nach ein paar englischsprachigen Chaträumen suchen und sagen wir jeden Tag (mindestens) eine Stunde auf englisch chatten. Dazu dann noch ein Onlinewörterbuch so dass du jedes Wort das dir nicht einfällt sofort nachgeschaut hast (wenn du willst kannst du auch ne Vokabelliste anfertigen, aber dieses sture Auswendiglernen von Vokabeln hat mir immer gar keinen Spaß gemacht wohingegen so chatten schon Spaß machen kann…und wenn du ein und dasselbe Wort ein paar mal nachgeschlagen hast was ja per Mausklick sehr schnell geht, merkst dus dir auch schnell). Außerdem würd ich noch jeden Tag auf CNN Nachrichten schaun damit du dein Hörverständnis gleichzeitig auch verbesserst. Wenn du täglich eine Stunde dafür aufbringen kannst, sind das immerhin in einem Jahr schon 365 Stunden was mehreren Schuljahren Englisch entspricht und da du das was du machst eher nach deinen Interessen richten kannst (und auch nicht in der Schule sitzt und nicht unbedingt immer aufpasst) lernst du in der Zeit wirklich viel mehr. So wars jedenfalls bei mir…musst halt mal schaun ob’s dir einigermaßen Spaß macht oder nicht, aber auch wenn’s dir nicht allzuviel Spaß macht, ist eine Stunde täglich bestimmt drin, wenn du dein Englisch wirklich verbessern willst und dann schaffst dus auch :wink: …das mit den DVDs anschaun und Büchern lesen würd ich erst machen wenn du dich auf diesem Weg schon deutlich verbessert hast…außer natürlich es macht dir Spaß, aber ich fands immer n bischen frustrierend wenn ich das gemacht hab und die Hälfte nicht verstanden hab :-/. Chatten ist aber find ich wirklich die beste Methode wenn man von mittelmäßigen zu guten Sprachkenntnissen gelangen möchte, da man sich ganz normal unterhält was mit einem mäßigen Wortschatz den man dann mit der Zeit ausbaut gut möglich ist und dann auch nicht so unter Zugzwang steht, etc. und wenn der Gegenüber ein Wort benutzt das man nicht kennt, das einfach schnell nachschlagen kann :smile:.

Gruß

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Hi nochmal,

Ja, das ist es wohl vor allem. Wenn ich mich selber hoere,
empfinde ich das als recht gruselig, und zwar sowohl die
Aussprache, als auch die Grammatik betreffend. Und ich denke
dann immer, wie schrecklich es fuer „native speakers“ klingen
muss, wenn man die Sprache so verunstaltet.

Ja, das klingt ganz bestimmt schrecklich. Und nun höre mal bewußt denen zu, deren Muttersprache nicht deutsch ist, wenn sie deutsch sprechen. Und…was denkst Du Dir dabei? Wie gehst Du damit um, wenn Dein gegenüber Grammatikfehler macht? Oder ein Wort falsch ausspricht? Oder das falsche Wort verwendet, Du aber das richtige aufgrund des Zusammenhangs erkannt hast?

Ok, kann Deinen Standpunkt nachvollziehen. Ich habe mich nur
daran erinnert wie es im Ausland war, und da sind mir bereits
nach zwei, drei Tagen bestimmte Dinge aufgefallen, die ich
immer wieder falsch mache, ich aber so ohne weiteres nicht im
Buch nachschlagen konnte (bestimmte Redewendungen,
Formulierungen usw.). Deshalb kam mir die Idee das es gut
waere, eben diese Probleme dann einmal einem „Zweisprachler“
zu praesentieren um diese dann sofort aus der Welt zu
schaffen.

Du wirst überrascht sein, wie gut das mit dem einsprachigen Teacher funktioniert :smile:

Beim native
speaker als Lehrer mußt Du durch, das Wasser ist aber nicht so
kalt wie bei Deinem Praktikum damals.

Meine Voraussetzungen waren schlechter als Deine, und nach ca.
10 Doppelstunden konnte ich in meiner Branche schon recht gut
meine Standpunkte vertreten. Von den täglichen Anforderungen
im Ausland mal ganz zu schweigen.

Also ich glaub Dir, was Du schreibst, trotzdem kann ich mir
gar nicht vorstellen, dass ich nach 10 Stunden in der Lage
sein koennte, mich halbwegs vernuenftig auszudruecken! :smile:

Klar ist mein Englisch heute längst nicht perfekt. Aber die Aussprache hat sich deutlich verbessert, ich bin beim Sprechen mutiger geworden, die Grammatik geht in die richtige Richtung. Also im Grunde die besten Voraussetzungen, um im Ausland nicht sang- und klanglos unterzugehen.