Leasing

Hallo!

Wer hat (positive oder negative) Erfahrung mit Leasing-Anbeiertn gemacht? Worauf muss ich besonders achten? Wo kann es Probleme geben?

Bis dankbar fuer jede Antwort!

Michl

Hallo Michl,

das größte Problem, von dem ich weiss, liegt im Restwert, da der evtl. optimistisch geschätzt wurde und hinterher evtl. durch kleine Dellen oder zuviel km usw. gemindert wird => Nachzahlung

Weiterhin lohnt sich ein Leasingmodell nicht unbedingt => auf jeden Fall mit Bankkredit oder Barzahlung (Rabatt !) vergleichen.

Grüsse

Sven

Hallo Michl!

Was willst Du denn leasen, ein Auto, eine Maschine? Wie lange willst Du den Gegenstand nutzen? Erzielst Du mit Deinem Geschäft Gewinn? Verfügst Du über die Liquidität, um den Gegenstand zu kaufen? Wird die Linie Deines Betriebsmittel-Kredits entsprechend gekürzt, wenn Du statt Leasing eine Kreditfinanzierung über die Hausbank versuchst?
Beim Auto: Versucht jemand, Dir einen Privatleasingvertrag mit Anzahlung aufzuschwatzen?
Wieder Auto: Gehts Deinem Geschäft gut, Du hast monatlich Geld übrig und willst nach 3 Jahren billig zu einem Privatauto kommen?

Das Thema ist zu komplex. Da muß man schon Dein wirtschaftliches Umfeld kennen und wissen, was Du machen willst.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang!

Der Reihe nach:
Ich möchte ein KFZ leasen (Audi A3) und möchte deises Fahrzeug „im Gruendungszeitraum“ nutzen, d.h. drei Jahre Laufzeit sind schon OK und danach: mal schaun…
Ich erziele zwar Gewinne, ueber genug Geld zum Kauf verfuege ich aber nicht, das ist fuer mich (da es ein Geschaeftswagen ist) auch voellig uninteressant.
Das Wort "Betriebsmittel-Kredit sagt mir garnichts (ich habe einen solchen noch nicht aufgenommen - oder ist das ein Begriff aus dem Steuerrecht?). Sollte ich darueber mal mit meinem Steuerberater sprechen? Koennte das steuerlich interessant werden?
Die letzten beiden Fragen: Mir versucht niemand, einen Privatleasingvertrag anzudrehen - da habe ich auch kein Interessa daran; wie gesagt, Geschaeftsfahrzeug.
Und der letzte Punkt trifft zu. Das Geschaeft laeuft gut genug, um die Leasingraten zu uebernehmen - und nach drei Jahren denke ich bereits jetzt daran, das Fahrzeug privat zu kaufen.

Kannst Du mir jetzt genaueres sagen? Wuerde mich sehr freuen!

Danke schon im voraus!

Michl

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

überlege mal folgende Variante (oder bespreche das mit dem Steuerberater): Lease das Auto für eine so hohe km-Leistung, daß es nach 3 Jahren (auf dem Papier) nicht mehr viel wert ist. Das treibt zwar die Leasing-Raten in die Höhe, aber die kannst Du in voller Höhe monatlich gewinnmindernd ansetzen. Die auf die Leasingraten anfallende Mehrwertsteuer ist für Dich Vorsteuer und belastet Dich als nur durchlaufender Posten weiter nicht. Den Händler interessiert nicht, daß Dein Auto nach 3 Jahren noch so gut wie neu ist. Auf dem Papier ist es fast schrottreif und Du vereinbarst, den Schrotthaufen privat zu kaufen. Das Verfahren hat auch den Vorteil, daß Dir der übliche Ärger mit Parkschäden, abgefahrenen Reifen usw. bei Vertragsablauf erspart bleibt.

Gruß
Wolfgang

PS: Den Betriebsmittelkredit erwähnte ich, weil es bei einer Bankfinanzierung passieren kann, daß Dir die für die Firma eingeräumte Kreditlinie um den Kaufpreis des Fahrzeugs gekürzt wird.

danke!
Hallo Wolfgang,

klingt gut, werde ich mal in Erwaegung ziehen.

Vielen Dank!

Michl

Steuer?
Hallo,
Da hab ich gleich noch eine frage.

Wer-weiss-wie das dann steuerlich ist? Ist das dann eine privatentnahme oder eine „geldwerte sachleistung“? Schließlich wird das KFZ ja von der firma indirekt finanziert (absichtlich zu teuer bezahlt) und der privatkauf hat nur symbolischen charakter. Gerade wenn die verträge entsprechend abgeschlossen werden, dass der deal sicher klappt (vertrag 1: leasing firma, vertrag 2: späteres kaufrecht privat) könnte da doch steuer fällig sein.
Wie ist das dann buchtechnisch??

Grüße Robert

Hallo Robert,

wer bitte redet hier von „absichtlich zu teuer“? Das Leasing-Auto einer Firma hat viele Kilometer auf dem Tacho, ist deshalb nicht mehr viel wert und wird von einem Privatmann billig gekauft. Der ehemalige Leasingnehmer tritt dabei nicht als Verkäufer in Erscheinung, denn er war ja zu keinem Zeitpunkt Eigentümer, er war nur Besitzer. Wo also ist das Problem?

Geradezu entsetzlich finde ich natürlich den Gedanken, womöglich einen Leasing-Vertrag über eine unangemessen hohe km-Leistung abzuschließen. Also Robert, solche frevelhaften Gedanken … ausgerechnet von Dir … nein, schäm Dich! Mach Dir mal klar, was Du da Schlimmes denkst. Dieser Steuerausfall! Nicht auszudenken, wenn deshalb die Bundeswehr Sonntag Nachmittag im Naturschutzgebiet einen Übungsschuß weniger abfeuern könnte.
Weil ich ja nun bemerkte, wie anfällig Du für solch zersetzendes Gedankengut bist, solltest Du der Versuchung vorbeugen. Schicke deshalb eine penible Aufzeichnung aller rein dienstlich gefahrenen Kilometer ans Finanzamt.

Gruß
Wolfgang

PS: Die meisten Beamten gehen so ungefähr mit 58 in den Ruhestand, völlig verschlissen, versteht sich. Mich packt das nackte Entsetzen, wenn ich daran denke, daß einer dieser armen Teufel wegen dieses Modellfalls vom Gestaltungsmißbrauch möglicherweise 14 Tage länger arbeiten müßte, während der durchschnittliche Unternehmer noch mit 68 Jahren dabei ist, diesen Staat auszupressen.

Hallo,

Geradezu entsetzlich finde ich natürlich
den Gedanken, womöglich einen
Leasing-Vertrag über eine unangemessen
hohe km-Leistung abzuschließen. Also
Robert, solche frevelhaften Gedanken …
ausgerechnet von Dir … nein, schäm
Dich!

Wie konnte ich nur, vielleicht sind da irgendwelche gene meiner ahnen mit mir durchgegangen.

Mach Dir mal klar, was Du da
Schlimmes denkst. Dieser Steuerausfall!
Nicht auszudenken, wenn deshalb die
Bundeswehr Sonntag Nachmittag im
Naturschutzgebiet einen Übungsschuß
weniger abfeuern könnte.

Meine güte wolfgang, wer sollte sonst der herkulesstauden herr werden, die sich in den letzten jahren so fürchterlich vermehren, wenn nicht unsere jungs mit dem schweren gerät? Könntest du das vor deinem gewissen vertreten?

Weil ich ja nun bemerkte, wie anfällig Du
für solch zersetzendes Gedankengut bist,
solltest Du der Versuchung vorbeugen.
Schicke deshalb eine penible Aufzeichnung
aller rein dienstlich gefahrenen
Kilometer ans Finanzamt.

Mach ich schon :frowning: (hilft aber!) , vielleicht sollte ich eine andere kur machen.

PS: Die meisten Beamten gehen so ungefähr
mit 58 in den Ruhestand, völlig
verschlissen, versteht sich.

Wo? *beamtenjobhabenwill*

Grüße Robert