diese Frage geht an Leute,die depressiven Charakter haben und allgemein auch sehr der Melancholie und dem Schweigen zugewandt sind.
Was macht ihr,um euch lebendig zu fühlen,um euch wieder zum Leben zu erwecken? Malen,Sport,Atemübungen-was hilft euch,auf jeden Fall wieder mit euch in Kontakt zu kommen.
Schwierige Frage,aber manchmal fühle ich mich-auch wenn nicht mehr depressiv bin-trotzdem blockiert und in meiner Lebendigkeit gebremst.
Das ist doch mal ein Thema,um das es sich zu bemühen lohnt,oder wie seht ihr das?
Die Ursachen können auch von Außen kommen. Negative Umwelt, Trägheit oder Unwilligkeit seitens der Menschen, von denen man umgeben ist, können die Eigeninitiative sehr dämpfen, was eben zu Lustlosigkeit angesichts der Schwierigkeiten führt, die sich vor einem aufbauen. Besonders in jüngeren Jahren ist dies ein entscheidender Faktor.
ich versuche in ähnlicher stimmung mein ego aufzupolieren, in dem ich ganz banale dinge tue, wie z. b. ein bad nehmen (kann auch ganz kurz sein, aber so schön warm mit schwappelndem wasser um einen rum - einfach angenehm), radiomusik hören (bei cd’s beeinflusst man schon wieder ungewollt), spazierengehen (aber nicht am see oder im wald, sondern mitten durch die stadt, einfach ein paar ‚nasen‘ sehen’), mit nem tagesticket busfahren und die leute beobachten und aussteigen und einsteigen wann und wo man will, beknackte talkshows auf den einschlägigen sendern anschauen (weil im gegensatz zu den idioten dort gehts mir echt spitzenmässig) und einfach im internet rumsurfen (inkl. mitmischen in chatrooms und foren) bringt ne menge spass… und mich persönlich einfach wieder auf nen guten level.
da hast du wohl recht,ich muss meinen Energiekreis schliessen,bzw. eben immerwieder neu aufladen,ich denke eben nicht nur einfach an Influssbringen,sondern auch einfach um eine objektivere Sichtweise,eine höhere Perspektive,wo man sich auch nicht schämt,mal zu schweigen,das ist nämlich auch so ein Problem,mir ist es sehr peinlich zu schweigen,andererseits tu ich mich eben schwer,allen Mist,von rechtem Bein und dann linkem Aufstehen,bis kleinen Zeh aufsetzen zu erzählen,höchstens mit Leuten,die eben auch eine grössere Perspektive haben und dann eben nicht nur im kleinen Rahmen denken.
Schönen Gruss
Matthias
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ich habe bereits eine Entwicklung von 10 Jahren mit dieser Krankheit hinter mir. Das schwierigste für mich war es, Dinge zu finden, die mir Spaß machten, mich interessierten.
Anfangs half mir hauptsächlich Musik, so hat sich ergeben, dass ich je nach Stimmung Musik aufgelege, z. B. Nirvana, Pearl Jam, Rammstein o. ä. rütteln mich immer wach (wenn ich gedanklich zu sehr in meinen „Problemen“ verstrickt bin), oder Klassik belebt mich angenehm, wenn ich einfach nur fertig/erschöpft bin. Da ich so ziemlich jedes Gefühl mit der passenden Musik abgedeckt habe, hat sich bis auf Jazz so ziemlich alles in einer stattlichen Sammlung von CDs manifestiert.
Wichtig ist für mich die richtige Mischung aus sozialen Kontakten (Arbeit und/oder Freizeit), Hobbies (sowohl mit Freunden/Bekannten als auch allein), und anderen Dingen finden, die mir gut tun (bei mir gehört dazu z. B. zumindest einer Hilfsorganisation zu spenden), Wichtig ist auch Ordnung in meinem Leben zu halten, in meinem Kopf ist Chaos genug.
Ich bin nicht der sportliche Typ, obwohl mir von ärztlicher Seite bereits nahegelegt wurde, körperlich mehr für mich zu tun. Also quäle ich mich hin und wieder auf meinen Hometrainer, und habe sogar Spaß an Spaziergängen gefunden. Gibt auch ein tolles Gefühl.
Das Gefühl nicht mehr „richtig“ depressiv aber dennoch „gebremst“ zu sein kenne ich. Diese Bremse, von der Du schreibst, kann einige Zeit benötigen, bevor sie sich löst (zumindest war es bei mir so). Gib Dir diese Zeit!
alles Gute
Morrighan
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Menschen mit depressiven Stimmungen bzw. Frust, Niedergestimmtheit, haben wohl Schwierigkeiten bzw. für die ist es eine größere Herausforderung sich selbst und ihre Bedürfnisse zu finden. Ob sie in einer ihnen nicht gemäßen Umgebung aufwuchsen, ob sie in ihren Wünschen unterdrückt wurden, ist im Hier und jetzt sekundär. Es gilt also für Dich individuell herauszufinden, was Dich nicht Energie nur kostet, sondern was Dir auch Energie und Lebensfreude gibt.
Seit wann kennst Du diese Depressionen?
Ja, vielleicht gilt es ein neues soziales Umfeld zu suchen und zu finden, das mehr der Eigenart und den eigenen Interessen entspricht.
Sicherlich müssen wir Alle unsere Energietanks mal wieder auftanken. Doch ich denke, dass wenn wir was machen, dass wirklich zu uns gehört, das auch eine Art Energiespender ist. Dh. wenn Du Dich immer wieder aufraffen mußt, bist Du sicher, dass das was Du tust, wirklich das ist, was Du aus innerstem Antrieb heraus machen möchtest? Meines Erachtens reduzieren sich die inneren und äußeren Widerstände wenn wir dort angekommen sind wo wir hingehören.
Schweigen: woher willst Du wissen wie eng oder weit der geistige Rahmen eines Gegenübers ist? Mit Schweigen wirst Du es nicht herausfinden. Vielleicht denkt Dein Gegenüber ja ähnlich über Dich. Einfach mal anfangen und vielleicht ergibt sich ganz was anderes. Es gibt unterschiedliche Zugänge zu sich und der Welt.
Ich möchte Dir nun nicht Sport, Sonnenlicht, Hobbies usw. empfehlen. Das musst Du selbst herausfinden. Doch ein Teil zu mehr Lebendigkeit ist auch das Erstarrte loszulassen. Und dies geht meist einher mit Trauerarbeit, sei es z.B. mit psychotherapeutischer oder / und homöopathischer Unterstützung. Trauerarbeit ist je nach Ausmaß und Art der Depression für mich eine Grundvoraussetzung um (wieder) lebendig zu werden.
ein wichtiges Element,um mich lebendig zu fühlen,ist z.B. Kreativität und etwas zu schaffen.Erst danach bin ich mit mir im Reinen und kann auch mehr auf Menschen zugehen.
Und für mich ist es eine Tatsache,das die meisten nicht die Tiefe der Gefühle haben,wie ich bzw. dies einfach verschüttet ist und bis das vielleicht hochgeholt ist,ich bin ja kein Therapeut.
Ich wirke auf die vielleicht dann auch kindlich verspielt oder ein bisschen verrückt,dabei haben die eben den Kontakt zu ihrem spielerischen Kind verloren.
Was ich mal hier in dieses Forum gern einbringen möchte,sind die Ansätze von Leuten wie Frank Farrelly,Paul Watzlawick oder Viktor E.Frankl und solche Sachen wie provokative Therapie,wo man eben sich mit seinem Schamgefühl und seinen ureigenen Peinlichkeiten auseinandersetzt und sie ins rechte Lich rückt.Das setzt Energie frei.
Ich dachte auch,vielleicht kennt jemand solch einen Ansatz.