aufgrund o.g. Diagnose hat der HA erstmal Amitriptylin u. Opipramol verschrieben, sowie eine Überweisung zum Neurologen u. Psychologen gegeben.
Nun wurde vergeblich versucht einen raschen Termin zu bekommen. Ein Erstgespräch wäre in 4-6 Wochen evtl. zu bekommen, weitere Termine erst mit Wartezeiten von 6-12 Monaten.
Wie bitte bekommt man denn diese Zeit überbrückt?
Ich kann ja verstehen, dass die niedergelassenen Ärzte da überbelegt sind, aber Hallo, das Problem hat diese Person doch jetzt?
Muss man sich denn jetzt gleich in die Klapse einliefern lassen?
Oder wo kann man übergangsweise noch Hilfe bekommen?
Da sollte die betreffende Person mal schauen, ob es an ihrem Wohnort oder in der Nähe evtl. Tageskliniken mit einer Ambulanz gibt. Möglicherweise ist dort schnellere Hilfe möglich.
Hi,
es gibt auch gute Therapeuten, die keine Kassenzulassung haben. Alle im humanistischen Bereich (Gesprächstherapie, Gestalttherapie, Transaktonsanalyse, Bondingtherapie z.B.). Da kommt man sofort dran.
wir wohnen in NRW und ich weiß zum einen nicht, wo du wohnst, bzw. ob es das bei euch auch gibt, aber ich habe folgende Erfahrung gemacht (bei einem Jugendlichen…):
Die Kassenärztliche Vereinigung hat eine Zentrale Informationsbörse für Psychotherapeuten und weiß, wer auch kurzfristig noch Termine anbieten kann. Die hatten eine Liste mit verfügbaren Therapeuten geschickt. Ich bin damit dann zum behandelnden Psychologen gegangen, der mit einem der Therapeuten gesprochen hat, damit es schneller geht. Wir hatten dann innerhalb von 1 Woche das Erstgespräch.
Bei der Tagesklinik haben wir eher die Erfahrung gemacht, dass es sehr viel länger gedauert hätte… aber das mag ja nun unterschiedlich sein.
Stimmt, es kann sich nicht jeder leisten. Es ist schon schlimm, wenn einer echt arm dran ist. Aber man kann auch verhandeln. Manche Theras sind nicht einfach nur herzlose Geschäftsleute obwohl man durchaus den eindruck haben kann, wenn man im Netz die Werbung sieht.
Ich mache manche Beratung mal so. Trete auch mal „Ehrenamtlich“ an und habe immer sozialverträglich gearbeitet (seit Anfang 70er und da gab es gar keine Regelung). Da halte ich Vorträge oder mache mal ne Gruppe für lau. Mache Aufklärungsarbeit im Sinne des „Case Managments“ oder kläre Indikationsfragen - Welche Therapie bei welchem Therapeutem bei welchem Problem etc. Ich kenne auch Theras die das auch nicht anders handhaben. Auch beruflich kann man Mitmensch sein, oder man hat den Beruf verfehlt.
Aber wenn schon gruppiert wird, es gibt auch Leute die wollen es sich nicht leisten. So krank zu bezahlen, wenn man es an der nächsten Ecke beim Arzt oder akkreditierten Psychologen umsonst bekommt, schätzen sie sich nun auch wieder nicht ein. Da hält sich das „Mitleid“ dann doch wieder in Grenzen.
Was ist an der Klapse so schlimm bzw. was ist da anders, als
in einer Therapie ?
Dass dort die Patienten (laut meiner Erfahrung als MFA) dort meist gleich stationär aufgenommen werden u. erstmal unter Relaxantien gestellt werden. Dies ist für diese Person familiär bedingt leider momentan nicht machbar
Dass Du dich selber nicht mehr für normals hälst, hast Du ja
schon dadurch bewiesen, dass Du die Psychopharmaka angenommen
hast.