Hallo,
wir haben ein gemietetes Haus, was heißt, die Pflanzen darum sind also auch nicht meine. Die Vermieter sind ziemlich tolerant, aber ich möchte trotzdem nicht zu großzügig handeln. Was uns stört ist die Höhe dreier Lebensbäume, Höhe ca. 5 m, deren Spitzen bereits bis neben einen der Fenster im OG ragt. Sie nehmen uns langsam derbe die Sicht auf die Straße. Kann man die Lebensbäume hier um einen Meter einfach kürzen, ohne das sie zukünftigen Schaden nehmen. ?
Ein weiteres Problem sind die Lebensbäume um unserer Terrasse. Das Gartengrundstück ist hier mit Holzsichtschutzwänden umzäunt. Dahinter stehen auch so hohe Lebensbäume, deren untere Äste ständig durch den Holzsichtschutz wachsen. Kann man auch hier mit etwas radikalerer Methode dieses untere Geäst wegsägen, ohne das die Bäume Schaden nehmen. ? Wir wollen die Lebensbäume ja erhalten, da sie auch Schatten und Sichtschutz bieten, aber sie sind doch sehr groß und wuchtig. Wir haben Bedenken, das wenn wir zuviel daran herum schneiden, das ganze Grün anfängt braun zu werden und abstirbt oder so. Sind leider noch Laien was Gartenpflege angeht.
Danke für jeden brauchbaren Tipp
Birgit
Hallo Birgit,
tja, jetzt hast du mit des Bauherren Sünden zu kämpfen. Solange solche
Bäume noch in den Babyschuhen stecken, sind sie niedlich und reizend. Aber
wer denkt schon daran, dass sie einmal locker eine Höhe von 12-15m
erreichen können; abgesehen davon, dass die Beratung im Baumarkt alles
andere als fachmännisch ist.
Zu deinem Problem: Thuja ist sehr schnittverträglich, sie wird ja auch als
Heckenpflanze eingesetzt (würg), d.h. du kannst ohne Bedenken aufasten,
äh, die unteren Äste ganz dicht am Stamm absägen - bitte keine Huthaken
stehen lassen.
Genauso kann man die Spitze kappen - aber: Der Baum wird wieder
durchtreiben, aber gleich mit mehreren neuen Spitzen (das kann man gut bei
gekappten Fichten beobachten) und so im Lauf der Zeit eine
unverhältnismäßig breite Krone bilden. Dies kann dazu führen, dass der
Baum das Übergewicht bekommt und umstürzen kann, wohlgemerkt, kann, muss
aber nicht. Und ob es einen schönen Anblick bietet, sei mal dahin
gestellt; du musst halt immer dafür sorgen, dass die Spitzen regelmäßig
geschnitten werden.
Da es nicht deine Pflanzen sind, gibts wohl keinen anderen Weg.
Andernfalls bin ich in diesen Fällen für die Radikallösung. Waldbäume
haben nun mal in unseren Gärten nichts verloren, sie sind hier ökologisch
unsinnig und - jetzt wirds geschmäcklerisch - ich finde nichts
scheußlicher als die Einheitsimmergrünbepflanzungen deutscher Hausgärten,
am besten noch die ausgedienten Weihnachtsbäume, vor allem die geliebten
Blaufichten, des Spießers liebstes Kind.
Ich geh mal die Stihl anwerfen und Fichten töten
Lantanos
Hallo Birgit,
wir haben ein gemietetes Haus, was heißt, die Pflanzen darum
sind also auch nicht meine. Die Vermieter sind ziemlich
tolerant, aber ich möchte trotzdem nicht zu großzügig handeln.
Was uns stört ist die Höhe dreier Lebensbäume, Höhe ca. 5 m,
deren Spitzen bereits bis neben einen der Fenster im OG ragt.
Sie nehmen uns langsam derbe die Sicht auf die Straße. Kann
man die Lebensbäume hier um einen Meter einfach kürzen, ohne
das sie zukünftigen Schaden nehmen. ?
ich nehme mal an, Du redest davon:
http://www.thuja-lebensbaum.de/
diese Pflanzen sind als Hecke sehr beliebt und auch leicht zu schneiden.
Aber - und jetzt kommt der Pferdefuß: wenn sie mal über viele Jahre geradeaus, das heißt nach oben gewachsen sind und Du schneidest sie ab, hast Du einen Stumpf.
Und der bleibt auch ein Stumpf, wird höchstens rundherum breiter und sehr langsam wächst er auch wieder in die Höhe.
Ein weiteres Problem sind die Lebensbäume um unserer Terrasse.
Das Gartengrundstück ist hier mit Holzsichtschutzwänden
umzäunt. Dahinter stehen auch so hohe Lebensbäume, deren
untere Äste ständig durch den Holzsichtschutz wachsen. Kann
man auch hier mit etwas radikalerer Methode dieses untere
Geäst wegsägen, ohne das die Bäume Schaden nehmen. ? Wir
wollen die Lebensbäume ja erhalten, da sie auch Schatten und
Sichtschutz bieten, aber sie sind doch sehr groß und wuchtig.
Wir haben Bedenken, das wenn wir zuviel daran herum schneiden,
das ganze Grün anfängt braun zu werden und abstirbt oder so.
Sind leider noch Laien was Gartenpflege angeht.
zweites Problem bei Thuja. Solange Du den Schnitt nicht tiefer ansetzt, als in das Grüne, ersetzt die Pflanze das problemlos. Wenn Du ganze Äste wegsägst, sind sie auf alle Zeiten weg. Außerdem hast Du an dieser Stelle Ausblick auf einen kahlen Stamm und auf die Innenansicht der übrigen Zweige, mit reichlich Ansicht brauner, nämlich toter Thujazweiglein.
viele grüße
Geli
Hallo,
umnieten hat den Nachteil, das sich Behörden zum Handeln aufgefordert fühlen, denn ist das niedliche Bäumchen einmal groß, so darfs nicht einfach gefällt werden. Also erst mal nachfragen. Kann sonst arg ins Taschengeld gehen…
Gruß
André
Prinzipiell hast du Recht, allerdings richtet es sich nicht nach der Höhe,
sondern um den Stammumfang in 1m Höhe und der ist meines Wissens nicht
einheitlich geregelt. Was die Baumschutzverordnungen angeht, kochen die
Grünämter ihr eigenes Süppchen. Meine horizontale Lösung entsprang auch
mehr der Emotion denn besseren Wissens…
Freundlichen Frankfurter
Lantanos
Hallo,
umnieten hat den Nachteil, das sich Behörden zum Handeln
aufgefordert fühlen, denn ist das niedliche Bäumchen einmal
groß, so darfs nicht einfach gefällt werden. Also erst mal
nachfragen. Kann sonst arg ins Taschengeld gehen…
Aber Andre,
das trifft nur zu, wenn die Gemeinde die Baumsatzung akzeptiert und unterschrieben hat. Und bei diesen Bäumen sowieso nicht. Darunter fallen Laubbäume.
Wirklich geschützt sind nur Bäume, die unter Schutz gestellt sind. Und das ganz sicher keine Thuja.
mfgConrad
Hallo,
umnieten hat den Nachteil, das sich Behörden zum Handeln
aufgefordert fühlen, denn ist das niedliche Bäumchen einmal
groß, so darfs nicht einfach gefällt werden. Also erst mal
nachfragen. Kann sonst arg ins Taschengeld gehen…
Aber Andre,
das trifft nur zu, wenn die Gemeinde die Baumsatzung
akzeptiert und unterschrieben hat. Und bei diesen Bäumen
sowieso nicht. Darunter fallen Laubbäume.
Wirklich geschützt sind nur Bäume, die unter Schutz gestellt
sind. Und das ganz sicher keine Thuja.
Wir leiden unter einer Baumschutzordnung, die jeden Baum mit mehr als 30cm Stammumfang in 1m Höhe unter Schutz stellt. Auch Sträucher, sobald sie 3m Höhe überschreiten, sind geschützt. Wer da nicht zeitig genug sägt, der hat nachher u.U. ein echtes Problem.
Gruß
Karl
mfgConrad
Wir leiden unter einer Baumschutzordnung, die jeden Baum mit
mehr als 30cm Stammumfang in 1m Höhe unter Schutz stellt. Auch
Sträucher, sobald sie 3m Höhe überschreiten, sind geschützt.
Wer da nicht zeitig genug sägt, der hat nachher u.U. ein
echtes Problem.
Hallo Karl!
Laßt Euch nicht verrückt machen. Normalerweise gilt die Verordnung nicht für Kiefern, Thuja und ähnliches. Eigentlich nur für Laubbäume.
Wer in so einer Gemeinde wohnt, sollte schnell emigrieren.
mfgConrad
Hallo Conrad,
die kleine Gemeinde heisst Hannover. Und die Baumschutzordnung ist in der Tat so rigide. Das ist so gekommen, als die Roten die Grünen als Mehrheitsbeschaffer im Rat benötigten.
Bei guter Begründung bekommt man die Fällgenehmigung jedoch auch für Nadelbäume, muß allerdings Laubbäume (Auswahl in Liste vorgegeben) nachpflanzen. Aber zur Ehrenrettung Hannovers : Mittlerweile wird debattiert, die Satzung abzuschwächen.
Gruß
Karl
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- jetzt wirds geschmäcklerisch - ich finde nichts
scheußlicher als die Einheitsimmergrünbepflanzungen deutscher
Hausgärten,
am besten noch die ausgedienten Weihnachtsbäume, vor allem die
geliebten
Blaufichten, des Spießers liebstes Kind.
Ich geh mal die Stihl anwerfen und Fichten töten
Lantanos
ICH WILL MITMACHEN!!! Am liebsten direkt in unserer Neubausiedlung…inflationär zum Ko----! Anette
Na, dann los
Kennst du das Buch „Grün kaputt“? Sehr zu empfehlen und ein wunderschönes
Sammelwerk der deutschen GaLa-Bau-Unkunst.
Gruß
Lantanos