nach wie vielen Kilometern ist das Profil von Autoreifen soweit abgefahren, dass man die Reifen wechseln muss?
Mir ist sehr wohl bewusst dass man das pauschal nicht beantworten kann, da es u.a. sehr stark von der Fahrweise abhängt wie schnell sich Reifen abnutzen. Außerdem lässt sich wohl auch darüber streiten, wieviel Profil man mindestens haben muss. So schreibt der Gesetzgeber mind. 1.6 mm vor, Empfehlungen weichen da stark ab, so hab ich z.B. was von mind. 3 mm für Sommer- und mind. 4 mm für Winterreifen gehört.
Bei der Internet-Recherche bin auf sehr unterschiedliche Werte gestoßen - von 15,000 bis 100,000 km war alles dabei - so dass ich daraus nicht wirklich schlau geworden bin.
Ich interessiere mich also für einen ungefähren Richtwert, so in der Art „30,000 km ± 10,000, je nach Fahrweise“.
Außerdem möchte ich gerne wissen, wieviel Jahre die maximale Lebensdauer von Autoreifen beträgt, schließlich verändert sich Gummi im Laufe der Zeit und irgendwann liefert der Reifen auch bei ausreichender Profiltiefe nicht mehr genug Grip.
zum einen ist es, wie du schon richtig sagtest unterschiedlich wie stark sih ein Reifen abnutzt.
Das hängt von ssehr vielen Faktoren ab.
Fahrweise des Fahrers ist klar denk ich.
Wenn du mit Winterreifen im Sommer fährst dann machst du die
Winterreifen sehr schnell kaputt.
Umso älter der Reifen ist umso weniger fährt ich das Profil ab, eben weil der Reifen steinhart wird.
hängt auch stark vom Fahrzeug ab, isses nen VW Polo oder nen T5, der eine hat kaum eine Tonne der andre fast mehr als das doppelte.
ist das Fahrwerk in Ordnung, gemeint ist zum einen, ob irgendwas ausgeschlagen ist und deshalt die Spureinstellung niht mehr stimmt.
Sportfahrwerke sind Reifenkiller
Zum nächsten, Reifen sind nach 4 bzw 5 Jahren einfach zu alt.
Du wirst es merken wenn du mit 6 jahre alten Sommerreifen auf naßer Fahrbahn rumrutscht, probier das mal im vergleich mit ganz neuen reifen, da rutscht du fast gar nicht mehr.
Wie du nun auch schon richtig gesagt hast ist die Mindestprofiltiefe bei Reifen 1,6 mm. Sollte dich ein Polizist mit weniger aufhalten gibt das masiv Punkte!
Bei Sommerreifen kannst du das durchaus ausreizen, allerdings rate ich dir bei Winterreifen nicht unter die 4mm zu kommen, da du den Schnee sonst nicht mehr unter dir wegbekommst. Denk ma drüber nach warum es einen unterschied zwischen Sommer- und Winterreifen gibt.
Sommerreifen sind von anfang an härter als Winterreifen, zudem ist das Profil gaanz anders gestaltet als bei Winterreifen.
Winterreifen sind sehr weich, das Profl ist dementsprechen anders geformt.
Beispiel: Geh im Winter mal mit Sportschuhen aud den zugefrorenen See, dann mchst du das gleiche mit deinen Winterstiefeln.
Du wirst einen sehr großen unterschied feststellen, welcher beim Auto noch viel extremer ausfallen kann.
Ich interessiere mich also für einen ungefähren Richtwert, so
in der Art „30,000 km ± 10,000, je nach Fahrweise“.
Für einen Pkw bei „normaler“ Fahrweise würde ich eher von 40tkm ± 10tkm ausgehen. Größere Reifen haben darüber hinaus ein größeres Verschleißvolumen (weniger Umdrehungen pro Strecke)
Außerdem möchte ich gerne wissen, wieviel Jahre die maximale
Lebensdauer von Autoreifen beträgt, schließlich verändert sich
Gummi im Laufe der Zeit und irgendwann liefert der Reifen auch
bei ausreichender Profiltiefe nicht mehr genug Grip.
Die Hafteigenschaften leiden nicht unter Alterung, eher die Festigkeit.
Ab fünf Jahren setzt die Grenze sein.
Steht das Auto überwiegend in einer idR dunklen Garage leidet das Gummi weniger als wenn es permanent draußen der UV-Strahlung (Sonne) ausgesetzt ist.
Gruß
Karl
zusätzlich zu dem bisher geschriebenen: Es kommt nicht nur drauf an, wie man fährt, sondern auch wo. Wer viele Kurven (also Stadt und Landstr., vielleicht sogar Serpentinen) fährt, der hat einen viel höheren Verschleiß als jemand, der fast nur Autobahn fährt.
Auch kommt es auf den Reifen an. Jeder Hersteller hat eine andere Gummimischung und ein anderes Profil, was sich auch auf die Haltbarkeit auswirkt.
Zu den geschriebenen 15.000-100.000km: Beides ist schon nicht mehr normal. Ich denke aber, wesentlich genauer kann man das so pauschal wirklich nicht sagen.
So schreibt der Gesetzgeber mind. 1.6 mm vor,
Empfehlungen weichen da stark ab, so hab ich z.B. was von
mind. 3 mm für Sommer- und mind. 4 mm für Winterreifen gehört.
WR sind unterhalb von 4mm nur begrenzt brauchbar, da der Schnee nicht mehr aus dem Profil herausgedrückt werden kann. Bei SR nimmt die Auquaplaningneigung zu, wenn zu wenig drauf ist. Strafrechtlich kann man Dir erst bei weinger als 1,6mm was anhaben.
Bei der Internet-Recherche bin auf sehr unterschiedliche Werte
gestoßen - von 15,000 bis 100,000 km war alles dabei - so dass
ich daraus nicht wirklich schlau geworden bin.
Bei mir kommen mit einem Toyota CorollaVerso D4D und häufigem Anhängerbetrieb 25000 bis 45000 km heraus, wie lange die Reifen „überleben“.
Außerdem möchte ich gerne wissen, wieviel Jahre die maximale
Lebensdauer von Autoreifen beträgt, schließlich verändert sich
Gummi im Laufe der Zeit und irgendwann liefert der Reifen auch
bei ausreichender Profiltiefe nicht mehr genug Grip.
Ich habe letztes Frühjahr einen Starlet Baujahr 1982 gekauft, mit Goodyear Vector3 Allwetter-Reifen drauf, aus dem Jahre 1992. als ich in der Eifel war zum Karfreitag, schneite es dort und wir hatten 10cm Neuschnee.
Von der Allwetterfähig dieser Sorte Reifen, die ich auf meinen früheren Starlet’s in den 90ern gefahren bin, war nichts mehr zu spüren, nur eine Rutscherei, sprich die Reifen waren nicht mehr elastisch und ausgehärtet.
Alles was Du schreibst ist richtig.
Also 3mm Sommer, 4mm Winter: Das sind auch für mich die Verschleißgrenzen eines verantwortungsbewussten Fahrers.
Und die ca. 30.000km +/- 10.000 kann ich Dir auch bestätigen.
Mein reifenmordender TDI vernichtet den Satz Michelin SR in ca. 40.000km, den Satz WR in ca. 30.000km.
Wobei Michelin dafür bekannt ist, sehr haltbare Reifen zu bauen.
Dies geht aber angeblich nur deshalb, weil deren Gummimischung angeblich deutlich eher verhärtet als die andere Hersteller. Ob es stimmt?
noch ein Aspekt, auf der Antriebsachse verschleissen Reifen
schneller.
jein. Bei Fronttrieblern auf jeden Fall, bei Hecktrieblern hängt es stark von der Fahrweise ab. Insbesondere älter Fahrzeuge mit Starrachse nutzten die Hinterreifen etwas langsamer ab.
ich wollte bloss mal was zu dem Thema einwerfen, auch wenn es hier nicht ganz rein passt:
letzten Frühling hatte ich auf Grund meiner fast verschlissenen Winterreifen, vorn 4mm (VW Touran, Frontantrieb) die Idee, Reifen von vorn nach hinten wechseln da hinten fast neu. Ich dachte besseres Bremsverhalten und so, da es noch gelegentlich schneite. Das hat mir bei nasser Fahrbahn (Autobahn, 120km/h), leichten Regen auf gerader Strecke einen Totalschaden gebracht. Plötzlich und ohne jegliches zutun meinerseits, brach mein Heck aus und ich kam ins Schleuder und überschlug mich. Grund dafür hat mir der nette ADAC-ler beim verladen der Reste genannt. Die führenden Reifen bzw. die führende Achse des Autos (Frontantrieb) sind hinten. Allso die Reifen von hinten nach vorn aber nie umgekehrt, hinten dann immer zwei neue drauf. Ist billiger als ein neues Auto.
P.S. Für die, die jetzt denken ich fahr nur selten und das nur bei schönen Wetter. Ich hatte bis dahin 11 Jahre keine selbstverschuldeten Unfälle. Jetztige jährliche Fahrleistung 90.000 km, vorwiegend Autobahn.