Lebensdauer von Küchengeräten

Guten Tag Küchen-Fachleute,

wir haben eine 36 Jahre alte Einbauküche, die noch drei alte
Geräte aus der Erstausstattung enthält. Sie sind voll funktionstüchtig.

Es sind hochwertige Geräte (Mikrowelle und Backofen von
Gaggenau und Kühlschrank von Neff).

Im Internet ist zu lesen, dass Küchengeräte nach 9 bis 15 Jahren
ausgewechselt werden sollten, unsere wären also lange überfällig.

Sollten wir die alten Geräte erneuern (auch wegen geringerem Energie-Verbrauch)
oder können sie noch weiterleben?

Danke für Hinweise.

Walter VB

ja können sie, wir haben auch noch uralte aus dem ende 70igern bis 80igern (von Oma geerbt). Klar verbrauchen die mehr Strom als moderne, aber wie viel Stunden sind die denn am Tag an?

neue Geräte halten deutlich kürzer, sodass du sicherlich durch Erneuerung mehr Zahlst. Der Energieverbrauch zur Produktion und Entsorgung sollte man da auch nicht vergessen.

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Bei Backofen und Mikrowelle ist die Frage, wieviel ihr sie nutzt.
Den Kühlschrank würde ich tauschen. Ein 36 Jahre alter Kühlschrank dürfte ca. dreimal soviel Strom verbrauchen wie ein aktuelles Modell mit hoher Energieeffizienz.

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Hallo,
Mikrowelle und Backofen koennen kaum sparsamer geworden sein, vielleicht paar Prpzent.
Beim Kuehlschrank koennte es sich rechnen.
mehr
Wobei die Energieeinsparung von heute bis zum unbekannten Termin „sowieso-Tausch bei Defekt“ berechnet werden muesste.
Gruss Helmut

Hallo,

im Internet steht auch, daß wir auf der Innenseite einer Hohlkugel leben, es die Mondlandungen nie gegeben hat und Frau Merkel eine von Reptiloiden gesteuerte marxistisch-jüdische Marionette ist, die kleinen Kindern das Blut aussaugt.

Der Rat, Küchengeräte stumpf nach einer reichlich unbestimmten Frist auszutauschen, ist ähnlich sinnvoll.

Gruß
C.

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Hallo @Walter_VB,
das kommt immer darauf an, was du erreichen möchtest.

  • Du kannst mit einem neuen Kühlschrank deinen persönlichen Stromverbrauch deutlich reduzieren, wie in dem Link von @Helmut_Taunus geschrieben ist. Das funktioniert also.
  • Du kannst mit dem neuen Kühlschrank kein Geld sparen. Ein kurzer Blick auf die Seite von Neff
    https://www.neff-home.com/de/produktliste/kuehl-und-gefriergeraete/kuehlschraenke/einbau-kuehlschraenke
    zeigt, dass die Kühlschränke irgendwas in der Größenordnung von 1500€ kosten. Nach dem Link von @Helmut_Taunus sparst du im Jahr aber bloß in der Größenordnung von 100€ am Strom. Du müsstest also zehn bis zwanzig Jahre lang waren, bis sich der Kauf amortisiert. Bis dahin wäre dein altes Gerät aber wahrscheinlich sowieso kaputt gegangen und getauscht worden. Dann lohnt sich der jetzige Kauf finanziell für dich gar nicht.
  • Du tust der Umwelt mit dem Kauf vermutlich keinen Gefallen, denn das alte Gerät muss entsorgt werden und ein neues Gerät muss hergestellt und zu dir transportiert werden. Das frißt vermutlich mehr Energie, als du durch das neue Gerät sparst. Also auch kein Erfolg.
  • Du unterstützt aber die Wirtschaft. Die profitiert natürlich von Herstellung, Vertrieb und Montage des neuen Gerätes.

Deswegen mein Vorschlag: Kaufe erst neu, wenn deine Geräte irreparabel kaputtgehen. Dann, wenn der Kauf sowieso notwendig ist, lohnt sich die Überlegung, wie man mit dem Gerät Strom sparen kann. Unterscheiden sich die dann verfügbaren Modelle um einen Stromverbrauch in der Größenordnung von 20€ im Jahr, kann man bei einer erwarteten Lebensdauer von zehn oder fünfzehn Jahren einen geringen Aufpreis wirtschaftlich rechtfertigen. Und ökologisch ist es natürlich sinnvoll, ein sparsames Gerät zu kaufen.

Liebe Grüße
vom Namenlosen

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Naja, ein Einbaukühlschrank kostet ab 680€. Du hast nur auf die erste Seite mit den ganz großen geschaut. Ist natürlich auch die Frage, was grade in der Küche eingebaut ist.

Außerdem sind da zwei Aspekte:

  • Heutige Kühlschränke sind effizienter, und brauchen weniger Strom als Kühlschränke von vor 36 Jahren vor 36 Jahren. man müsste mal herausfinden, wie hoch der Verbrauch damals war, und was man da mit einem neuen sparen kann. Leider gab es damals noch keine echte Verbrauchsangabe (nicht: Leistungsangabe)
  • Das Kältemittel in Kühlschränken verschwindet über die Jahre gerne mal. Es ist gut möglich, daß der Kühlschrank noch gut funktioniert, der Kompressor aber wegen zu geringer Kältemittelmenge deutlich häufiger läuft. Eigentlich muß man den Verbrauch eines heutigen Kühlschranks mit dem 36 jahre alten heute vergleichen. Da könnte durchaus raus kommen, daß sich der Tausch nach drei Jahren bereits lohnt.

Ein erster Hinweis ergibt sich, wenn man mal drauf achtet, ob der Kühlschrank gefühlt in 80% der Fälle, wenn man dran geht, läuft. ggf. kann man den Energieverbrauch auch mal messen, wenn man an die Steckdose kommt.

Bei den anderen Geräten sehe ich es genauso - herd und Mikrowelle sind kaum sparsamer zu bekommen, und zu selten in Benutzung, als daß es wirklich was ausmacht. beispiel Mikrowelle: 1000W, 5min pro Tag in Benutzung (!!). Macht 30 Wh im Jahr und 10€ auf der Jahresstromrechnung.

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BTW: Moderne, sehr gut gedämmte Kühlschränke haben bei gleichen Außenmaßen je nach Alter des vorhandenen Schätzchens im Vergleich deutlich reduzierte Innenmaße. D.h. wenn der aktuelle Kühlschrank immer gut gefüllt ist, dann darf man beim neuen Modell gleich mal eine Nummer größer schauen, die man natürlich auch stellen/einbauen können muss.

Wir kaufen viel in großen Stücken ein, verarbeiten viel vor, und nutzen viel GN-Formen und -Bleche. Der Austausch des bisherigen 2.-Kühlschranks gegen ein ganz modernes, bestmöglich stromsparendes Modell führte daher dazu, dass wir nach recht kurzer Zeit das alte Ding doch wieder als 3.-Kühlschrank angeschmissen haben, weil in das neue Teil keine größeren GN-Formen und -Bleche mehr rein passen, und insgesamt das Volumen um einiges geringer als beim Altmodell ausgefallen ist. Rehkeule mit Knochen passte in den alten Kühlschrank noch problemlos flach auf einen Einschub, im neuen Kühlschrank kann man die nur noch als Solitär mitten rein stellen.

Wenn das alte Ding den Geist aufgibt, werden wir auf ein Gastronomie-Modell wechseln, das ganz offiziell GN geeignet ist.

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Hallo,

also BO nur ein wenig sparsamer geworden in all den Jahren, kommt aber auch auf die Nutzungsintensität an, und Mikro KANN nicht sparsamer werden, denn wenn Du 100W Wärme brauchst um die Lebensmittel zu erwärmen, mußt Du so oder so >= 100W elektrische Energie aufwenden.

Der Kühlschrank hat in den 36 Jahren bereits 5 Modellverbesserungen an Energieeffizienz durchgemacht und ist hier von den genannten der größte Stromverbraucher. Rein kalkulatorisch könnte man den bedenkenlos ersetzen, mit einem neuen in A+++ wird der neue die Einsparung der Anschaffungskosten noch erleben, ob er noch genauso alt wird, bezweifle ich. Man könnte jetzt strikt ökologisch denken statt kombiniert oder wirtschaftlich und läßt den alten KS eben laufen, bis er einen Totalschaden hat, ein defekter Thermostat der noch erhältlich ist, zähle ich nicht als Totalschaden.

Ersetze den Einbau KS durch ein Standgerät, wenn es möglich ist, sind günstiger und nutze den Schrank für etwas anderes, oder wenn Möglichkeit besteht diesen abzubauen, mache es. .

Viel Erfolg bei der Entscheidung

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GENAU diese Erfahrung haben wir letzten Sommer vor dem Urlaub gemacht, die Miele KGK entsorgt, weil nach nur knapp 10 Jahren Kältemittelverlust, beim Miele Händler gerade eine günstige mit Trabnsportschaden verfügbar, die 15 cm kleiner ist und zusätzlich dicker isoliert.

Der nächste hat wieder 201cm statt 186cm Gerätehöhe

In der E-Autodiskussion würde man das jetzt als Vorteil verkaufen. Kleiner Kühlschrank heißt weniger Essen, was grundsätzlich gesünder ist. So ne ganze Rehkeule… Welch Dekadenz. Und überhaupt, Fleisch und so. Außerdem kann in einem großen Kühlschrank mehr vergammeln.

** duck und weg**

:clown_face:

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Wärmeerzeugende Geräte wie Mikrowelle oder Herd haben kaum Einsparpotential. Beim Kühlschrank würde ich mal mit einem Stromverbrauchsmeßgerät messen, wieviel er benötigt. Ich habe z. B. noch einen „Privileg Öko“ von 1991, und der verbraucht kaum mehr als die Angaben im Link von @Helmut_Taunus. Den werde ich also weiter betreiben, bis er seinen Geist aufgibt (und bei der sprichwörtlichen Quelle-Qualität kann das noch ne Weile dauern).

Gruß T

Es lag hier auch schon gelegentlich ein komplettes Reh in der Kühlung, oder 1/8 Limousin, gerne auch mal ein ganzer Lachs, Hecht oder Dorsch, ein halbes Schwein, ein ganzer Schinken, ein halber Käselaib, 200 Krebse, … Nicht zu vergessen der ein oder andere Liter Brühe und Fond, 100 selbst hergestellte Würste, …

Was man halt so braucht

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Also Corona hat bei euch keine Nöte verursacht… und es wir dmir an nichts mangeln sprach der Herr.

Quelle hat NIE selbst Geräte gebaut, waren alles AEG (heute Electrolux), Bauknecht (schon seit 1989 Whirlpool) oder Miele Geräte (die mit den blumigen Namen wie Trockner „Sommerwind“ oder Waschmaschine „VivaStar 400“ = W426SR).

Gut war früher deren Einkauf und strenge Qualitätseingangskontrolle, wurde alles dann irgednwann eingespart und rein über denPreis eingekauft, als Margennachlässe immer dünner wurden.

Nö, und heute Nachmittag heißt es: „Support your local spanish delicatessen wholesaler“ Der arme Mann kann ja momentan nichts in der Gastronomie verdienen. Das muss ausgeglichen werden! Nicht, dass der die Türen zusperren muss. Wäre echt ein Verlust.

Das Weinregal lechzt wieder nach Befüllung, der Vorrat an Oliven steht auf Null, vom spanischen Käse gibt es nur noch kümmerliche Reste, die eigentlich für Fisch und Fleisch aus dem Urlaub geschaffenen Lücken im TK können wir wohl auch wieder mit TK-Fisch und -Schalentieren füllen, …

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Dann gutes Gelingen ! Herbert Wehner sagte schon seinerzeit "Prost! "

Das ist mir bekannt. Universum war ja auch kein Hersteller.

Das muß dann nach 1991 gewesen sein, da meine Waschmaschine und Kühlschrank aus jenem Jahr stammen und bis heute funktionieren. :slightly_smiling_face:

Gruß T