Lebensdauer von LED-Lampen?

Hallo Fachleute!

gibt es hier jemanden, der Erfahrungen mit der Lebensdauer von LED-Lampen im Aussenbereich hat? Stimmen da die angeblichen 100.000 Stunden noch oder ändert sich das bei Temeraturschwankungen. Hab mal sowas gehört, weiss aber nicht, was dran ist.

Ich würde das gerne als Dachgiebelbeleuchtung verwenden. Je länger die Lebensdauer, desto besser für schwer zugängliche Stellen.

Danke schon mal, Georg

Hi,

von allen Beleuchtungsmittel haben LED die höchste Lebensdauer.
Leider wirken die Lampen etwas zu kalt und die Lichtausbeute ist eher gering.

http://www.led-info.de/grundlagen/leuchtdioden/alter…

nicki

Ich würde das gerne als Dachgiebelbeleuchtung verwenden. Je
länger die Lebensdauer, desto besser für schwer zugängliche
Stellen.

Hallo,

wozu willst du den Dachgiebel beleuchten? Hast du Angst dass dort ein UFO landet?

Falls du doch von innen meinst: nimm Leuchtstoffröhren wie bisher auch, so schwer zugänglich ist ein Dachboden schliesslich nicht. Und bei der üblichen Besuchsfrequenz halten Leuchtstoffröhren einige Jahrzehnte. Wirklich schwer zu reparieren ist z.B. das Hubble-Weltraum-Teleskop.

Gruss Reinhard

Hallo Georg,

gibt es hier jemanden, der Erfahrungen mit der Lebensdauer von
LED-Lampen im Aussenbereich hat? Stimmen da die angeblichen
100.000 Stunden

Also bitte.
Benutz doch mal deinen Taschenrechner. 100.000 Stunden entsprechen bei rund-um-die-Uhr-Betrieb 11 1/2 Jahre. Bei einem Betrieb nur in der Nacht also rund 23 Jahre. So lange gibt’s die Dinger noch gar nicht, also woher soll da irgend jemand praktische Erfahrungen haben?

noch oder ändert sich das bei Temeraturschwankungen. Hab mal sowas gehört, weiss aber nicht, was dran ist.

Sicher. Wenn Sie zu heiss werden, brennen sie durch.

Ernsthaft:
Lebensdauer bei LEDs bedeutet nicht, das sie dann durchbrennen, sondern nach dieser Zeit hat sich die Lichtmenge um die Hälfte halbiert.

Außerdem ist LED nicht gleich LED, auch hier gibt’s Markenware und Billich-Husten. Und es bleibt die Frage der Leistung.

Da gibt’s einmal so „Gruppenlampen“, in denen 20 bis 50 oder noch mehr normale LEDs in ein Gehäuse zum Einschrauben gefumelt wurden. Denen trau ich die 100.000 Stunden durchaus zu. Schließlich dürfte es niemandem aufallen, wenn in so einem Gehäuse mal eine oder zwei einzelne LEDs ausfallen. Allerdings ist bei denen auch die Lichtausbeute eher dünn. Sarkstische Faustregel: ein Lämpchen entspricht einem Teelicht. Natürlich ist auch der Stromverbrauch entsprechend gering, so das es ohne weiteres möglich ist, auch zwanzig oder dreissig von denen im Giebel zu verteilen . . .

Dann gibt’s die HighPower-LEDs, da wird nur eine oder maximal drei Hochleistungs-LEDs in solch einem Gebäude verbaut. Allerdings produzieren die Dinger eine mörderische Hitze - dass die 100.000 Stunden schaffen glaub ich erst in 11 1/2 Jahren . . . frühestens.
Vor allem muss man die Lampe an sich sorgfältig planen, damit die Hitze auch abgeführt werden kann. Einfach in einem Giebel gesetzt, wenn darüber Dämmaterial liegt, reduziert die Lebensdauer auf wenige Stunden.

lg, mabuse

Hallo Fachgemeinde,

Danke schon mal für Eure Antworten. Ich denke, ich werde es ausprobieren, habe den Kunden auf die Lichtausbeute und den Farbton hingewiesen. Und auch ein Wort fallen lassen, daß man den 100.000 Std. nicht so ganz trauen kann, weil die Technik noch neu ist. Aber die Stromersparnis hat ihn dann eindeutig überzeugt, selbst bei Dauerbetrieb über einen Dämmerungsschalter entstehen fast keine Stromkosten.

Meister mabuse hat natürlich völlig recht, hätte ich mal den Blick von der Glotze abgelenkt und auf Steinzeitgeräte wie Taschenrechner zurückgegriffen, hätte ich merken können, daß bei einer Technik, die 23 Jahre Lebensdauer verspricht, aber erst max. 5 Jahre alt ist, noch niemand Erfahrung darüber haben kann. War ehrlich verblüfft.

Ich habe eben von einem Fachkollegen gehört, daß die LED’s im Freien bei Sommertemperaturen nur eine äusserst kurze Lebensdauer haben, das hat mich verunsichert. Hat hier jemand solche Erfahrungen?

Am Rande, muß auch sein: Erstaunlich fand ich die lange schon vermutete Bestätigung von Reinhard, daß es ALSO DOCH UFO’s gibt! Hätte nie gedacht, daß man die mit einer Dachgiebelbeleuchtung abwehren kann! Na, dann bin ich ja auf dem richtigen Weg. Noch erstaunlicher finde ich aber, daß sogar das Hubble-Teleskop eine solche hat! Die NASA weiss eben schon, was sie tut! (Ich stelle mir das jetzt gerade bildlich vor!)

Sorry, bei den Dachbauteilen bin ich mit den richtigen Fachwörtern nicht sehr bewandert. Wie heisst denn der Dachüberstand vor der Fassade richtig? Da sollen natürlich die Spots rein und nach unten an die Fassade leuchten.

lG Georg

Hallo Georg,

habe den Kunden auf die Lichtausbeute und den Farbton hingewiesen.

Wie gesagt, Lichtausbeute kann man auch über die Anzahl der Lämpchen erreichen. Ich selber plane die Beleuchtung im Korridor mit LEDs zu realisieren. Allerdings nicht mit drei oder vier Lämpchen, sondern mit zwanzig.

Außerdem gibt es die Dinger auch in Warmweiss. Dringend anzuraten!
Nicht nur, weil’s angenehmer ist, sondern auch, weil zuwenig Lichtmenge um so stärker auffällt, je weisser das Licht ist (wirkt dann einfach nur fahl).

überzeugt, selbst bei Dauerbetrieb über einen
Dämmerungsschalter entstehen fast keine Stromkosten.

Ich würde sogar mal nachmessen - es kann durchaus sein, das der Dämmerungsschalter mehr Strom verbraucht als wenn man die Lämpchen rund um die Uhr laufen lässt. War jedenfalls so bei meinem Bewegungsmeldern (mit 6 LED-Lampen).

Ich habe eben von einem Fachkollegen gehört, daß die LED’s im
Freien bei Sommertemperaturen nur eine äusserst kurze
Lebensdauer haben, das hat mich verunsichert. Hat hier jemand
solche Erfahrungen?

Erfahrung noch nicht (erst vor zwei Monaten installiert) - aber das würde mich ehrlich gesagt wundern. LEDs werden mittlerweile auch auf breiter Front in Autos eingesetzt (hast du bestimmt schon gesehen) - das würde ja dann auch nicht funktionieren.

Ausnahme natürlich wieder die High-Power-Teile. Wenn die dann mal am Tag brennen sollten und die Hitze von direkter Sonneneinstrahlung sich zur Eigenwärmeentwicklung addiert, dann dürfte die schneller durchbrennen, als man Nachschub bestellen kann . . .

Wie heisst denn der Dachüberstand vor der Fassade richtig?

Drempel

lg, mabuse

Ups.

Wie heisst denn der Dachüberstand vor der Fassade richtig?

Drempel

Das hab ich jetzt vermasselt.
Drempel ist das Stück Mauer über dem letzten Boden bis zum Dach.

Der Dachüberstand heisst an der Vorderkante (also an der Seite, wo das Dach gerade ist) . . . nun ja, Dachüberstand.
An der Giebelseite, also da, wo das Dach an beiden Seiten schräg hochgeht und sich oben trifft, nennt man das Ortgang.

lg, mabuse