Lebensende von Bleibatterien

Hallo,

angenommen, man setzt eine normale Bleibatterie (Auto) immer unter optimalen Bedingungen ein, also: kein Tiefentladen, Pflege der Anschlüsse, regelmäßiges Prüfen und Korriegieren des Flüssigkeitsstands, konstante Umgebungstemperatur von ca. 20 Grad C, optimaler Lade-Entlade-Zyklus, optimales Laden usw. usw.

Wodurch wird dennoch das Lebensende der Batterie nach ca. 500 Zyklen /6 Jahren erreicht, und wie könnte man das verhindern?

Hintergrund: im Internet bin ich auf Seiten gestoßen, wo Hersteller sogenannte Battery-Life-Extender anbieten, die die sogenannte Sulfatierung der Batterie verhindern und sogar rückgängig machen sollen. Falls alle anderen auf die Lebensdauer schädlichen Einflüsse (siehe oben) ausgeschaltet werden, dann müßte wohl der Einsatz so eines Extenders unbegrenzte Lebensdauer der Batterie erreichen? Erfahrungen, Meinungen, Bezugsquellen hier bei uns in D würden mich auch sehr interessieren.

Gruß,
Lutz.

Hi Lutz,
bei offene Batterien kein Problem. Bei geschlossenen wird das Bleisuperoxyd ein Kurzschluß der Platten verursachen. Wenn die Batterie gereinigt würde,wird sie auch funktionieren. Doch welch ein Schweinkram!!
Friedrich

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Hallo,

angenommen, man setzt eine normale
Bleibatterie (Auto) immer unter optimalen
Bedingungen ein, also: kein Tiefentladen,
Pflege der Anschlüsse, regelmäßiges
Prüfen und Korriegieren des
Flüssigkeitsstands, konstante
Umgebungstemperatur von ca. 20 Grad C,
optimaler Lade-Entlade-Zyklus, optimales
Laden usw. usw.

Wodurch wird dennoch das Lebensende der
Batterie nach ca. 500 Zyklen /6 Jahren
erreicht, und wie könnte man das
verhindern?

Der Auf- und Abbau der aktiven Massen, so heissen die chemischen Schichten im Bleiakku, erfogt nie vollständig reversibel, d.h. sie verändern ihre Struktur, zerbröseln etc., wodurch Schlamm entsteht, der, wenn er bis zur Plattenunterkante reicht, die Platten mehr oder weniger kurzschließt. Auuserdem fehlt er natürlich an den Platten, wodurch sich die entnehmbare Kapazität reduziert. Diesen Effekt kann man nicht verhindern, sondern nur durch geringe Zyklentiefen minimieren. Durch die Vibrationen im Auto wird der Effekt übrigens noch verstärkt.

Ein weiterer Effekt ist die Sulfatierung der Platten, was dann auftritt, wenn der Akku teilentladen rumsteht, bzw. nicht ständig geladen wird und sich somit langsam selbst entlädt. Hat sich erst einmal aus dem aktiven feinkristallinen Bleisulfat duch Kornwachstum gröberes gebildet, dann kann dieses in der Regel nicht mehr zurückgebildet werden. Man merkt dies an einer niedrigen Säuredichte trotz Volladung bis zur Gasung und einem erhöhten Innenwiderstand.

Schließlich wird das Bleigitter, aus dem die Platten bestehen und das die aktive Masse trägt, von der Säure angegriffen (oxidiert). Auch dadurch wird der Akku langsam zerstört. Die Gitterkorrosion ist abhängig von der Säuredichte, der Temperatur und der Spannung am Akku. Ideal ist diesbezüglich eine Erhaltungsladung mit 2,23 V pro Zelle. In südlichen Ländern mit höherer mittlerer Temperatur wird üblicherweise die Säuredichte von 1,28 auf 1,26 kg/l reduziert. Ebenso bei Notstrombatterien, wo es auf lange Lebensdauer ankommt.

Hintergrund: im Internet bin ich auf
Seiten gestoßen, wo Hersteller sogenannte
Battery-Life-Extender anbieten, die die
sogenannte Sulfatierung der Batterie
verhindern und sogar rückgängig machen
sollen. Falls alle anderen auf die
Lebensdauer schädlichen Einflüsse (siehe
oben) ausgeschaltet werden,

genau das ist aber nicht der Fall, zumindest meines Wissens nicht.

dann müßte
wohl der Einsatz so eines Extenders
unbegrenzte Lebensdauer der Batterie
erreichen? Erfahrungen, Meinungen,
Bezugsquellen hier bei uns in D würden
mich auch sehr interessieren.

Gruß,
Lutz.

Ciao, Jürgen