Hallo,
ich würde gerne eure Meinungen zu folgendem fiktivem Fall hören.
Angenommen eine ältere Frau hat vor 30 Jahren mit ihrem mittlerweile verstorbenen Ehemann ein Einfamilienhaus bauen lassen und bewohnt dieses auch seitdem.
Da sie nur eine geringe Rente erhält und dementsprechend sehr sparsam leben muss, überlegt sie, das Haus zu verkaufen und in eine Wohnung zu ziehen.
Da die Person allerdings schon ziemlich alt ist (über 70 Jahre) und wie gesagt, schon sehr lange in dem Haus lebt und auch Erinnerungen damit verbunden sind, würde ihr ein Umzug natürlich sehr schwer fallen.
Mich würde nun interessieren, wie man in solch einem Fall helfen könnte, sodass diese Person ihr Haus behalten kann, aber trotzdem genügend Geld zur Vefügung hätte.
Könnte man z. B. ein lebenslanges Wohnrecht im Grundbuch eintragen lassen? Wenn die Person dann einen Käufer für das Haus finden würde(beispielsweise einen Geschäftsmann, der Geldanlagen sucht), würde sie dann den Kaufpreis bekommen und könnte weiterhin dort wohnen bleiben, oder?
Mir ist klar, dass ein lebenslanges Wohnrecht für ein Haus eine Wertminderung darstellt.
Angenommen, der jetzige Preis würde um die 200.000€ betragen, könnte er dann durch ein Wohnrecht vllt. so zwischen 130.000 - 150.000€ liegen? Wäre das realistisch?
Somit wäre ja eigentlich beiden Seiten geholfen. Die Person hätte Geld und könnte im Haus bleiben und der Käufer hätte dann nach derem Tod eine Immobilie, die vom Wert her über dem Kaufpreis liegt. (Die Person könnte z.B. zusätzlich auch in einer sehr begehrten Wohnlage wohnen, wo die Grundstückspreise jährlich ansteigen.)
Eine andere Möglichkeit, die ich mir zu solch einem Fall überlegt habe, wäre z.B. dass eine Bank einen Teil des Hauses käuft und auch als Mitinhaber in das Grundbuch eingetragen wird und nach dem Tod der Person bekommt die Bank ihren Anteil plus Zinsen zurück.
Sie würde der älteren Frau also quasi Geld leihen, aber eben nicht wie bei einem Kredit monatlich zurück bekommen, sondern eben erst nach einiger Zeit und dann aber alles auf einmal.
Meint ihr, es wäre überhaupt möglich, mit einer Bank so etwas zu vereinbaren, oder ist dies eher ein Hirngespinst von mir?
Ich freue mich auf eure Antworten und bedanke mich schonmal im Voraus!
Liebe Grüße
Anna-Maria