mir stellt sich gerade die Frage, wie weit ein Lebenslauf zurückreichen sollte bzw. welche Teile zusammgefasst werden können oder müssen.
Wenn einer zum Beispiel in den 40igern ist, seit 20 Jahren in einer Branche tätig ist, muss dann auch noch die Zeit davor lückenlos und vollständig aufgeführt werden?
Bei uns in der Firma gehen die Meinungen auch zur Erwähnung der Schulbildung auseinander. Es gibt Kollegen die Meinen, dass der schulische Werdegang ab einem gewissen Alter nicht mehr groß erwähnt werden muss – ist dem so?
Bei uns in der Firma gehen die Meinungen auch zur Erwähnung
der Schulbildung auseinander. Es gibt Kollegen die Meinen,
dass der schulische Werdegang ab einem gewissen Alter nicht
mehr groß erwähnt werden muss – ist dem so?
Nein, dem ist nicht so! Ein Lebenslauf beginnt grundsätzlich mit der Geburt, von daher ist klar bis wohin ein Lebenslauf zurückgeht und was in ihm steht, denn „Lücken“ sind im Lebenslauf ein „no go“ und die Erwähnung von besuchten Schulen und erreichter Schulbildung immer eine Grundlage auf denen der Lebenslauf erst logisch aufbauen kann.
Anders mag es aussehen, wenn ein Arbeitgeber explizit darauf verzichtet. Wenn der Bewerber das aber von sich aus tut, dann darf er drei mal raten, wo seine Bewerbung landet…
Wenn einer zum Beispiel in den 40igern ist, seit 20 Jahren in
einer Branche tätig ist, muss dann auch noch die Zeit davor
lückenlos und vollständig aufgeführt werden?
Bei mir beginnt der Lebenslauf in der Tat mit dem Schulbeginn, allerdings behandele ich die Schul- und Universitätszeit sehr knapp (mein Alter steht in der Vika), dafür sind meine beruflichen Stationen sehr ausführlich dargestellt, und zwar von der ersten an.
dass der schulische Werdegang ab einem gewissen Alter nicht
mehr groß erwähnt werden muss – ist dem so?
Was stören zwei oder drei Zeilen für Schule und ggf. Studium ? Besser so, als ein unvollständiges Bild abliefern.
Berufliche Erfahrung ist da sicher wichtiger. Einen Nachweis vom Schulabschluß würde ich nicht mitsenden, da es zu lange her ist und deshalb kommt es aufs Berufsleben an.
Bei mir beginnt der Lebenslauf in der Tat mit dem Schulbeginn,
allerdings behandele ich die Schul- und Universitätszeit sehr
knapp (mein Alter steht in der Vika), dafür sind meine
beruflichen Stationen sehr ausführlich dargestellt, und zwar
von der ersten an.
meine Meinung: Lebenslauf hat vollständig zu sein, ich würde aber nur wichtige (d.h. die letzten:wink:) Stationen wunschstellenbezogen detailieren, das davor oder daneben doch nur noch am Rande. Auf jeden Fall würde ich keine 2 Seiten überschreiten …
Bei mir ging das recht linear „Grundschule - Gymnasium - Abi“ und inzwischen erwähne ich nimmer „Jahr x bis Jahr y, Grundschule in Klein-Posemuckl, bei Lehrer Lempel“ und „Jahr y bis Jahr z, Gymnasium in Gross-Posemuckl bei einer namen- und gesichtslosen Vielfalt von Lehrern mit einem zufällig bestandenen Abi“ sondern da steht lapidar „Schulabschluss: Monat/Jahr, Note, Schule, Ort“ Jeder der des Rechnens mächtig ist und Wert drauf legt, kann dann nachrechnen wieviele Jahre ich bis zum Abi gebraucht habe und seine Schlüsse daraus ziehen
Wenn allerdings das Abi auf Umwegen erworben wurde, also sowas wie Hauptschule, Wirtschaftsschule, Ausbildung, Fachoberschule - dann würde ich das etwas detaillierter erwähnen.
Achja, da - wie man vielleicht oben schon erahnt hat - ist mein Abischnitt nichts, dessen man sich rühmen könnte, darum kommt in die normale Bewerbungsmappe das Abizeugnis nimmer rein Ausser natürlich es wird vom potentiellen Arbeitgeber gewünscht… Aber auch hier wieder hängt’s natürlich davon ab, wieviel Berufserfahrung man schon hat und was sich so im Laufe der Zeit an Zeugnissen angesammelt hat.
Ansonsten würde ich alle Jobs, die länger als 2 Monate gedauert haben und/oder sonstwie witzig und interessant sind erwähnen. Denn längere unkommentierte Lücken geben immer Anlass zu Spekulationen, die - je nach Phantasie des Personalers - nicht unbedingt zu Deinen Gunsten ausfallen müssen
Auf jeden Fall würde ich keine 2 Seiten
überschreiten …
Da bin ich schon angekommen.
Das ist de facto eine Problembeschreibung.
2 Seiten sind schon eine Zumutung für den Leser, der sich weniger für deine Lebensgeschichte als vielmehr dafür interessiert, weshalb du auf die zu vergebene Stelle passt.
Wir hatten mal vor Monaten in diesem Brett eine Frage, wo es um die Länge des CV gegangen ist.
Ein 2-seitiger oder gar längerer CV wird dir mehrheitlich als mangelnde Fähigkeit ausgelegt werden, Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen.
Wenn einer zum Beispiel in den 40igern ist, seit 20 Jahren in
einer Branche tätig ist, muss dann auch noch die Zeit davor
lückenlos und vollständig aufgeführt werden?
Man vergibt sich als Mittvierziger wirklich gar nichts, und ist sogar auf der sicheren Seite, wenn man in einem Satz die Schulbildung, Schwerpunkte und Abschlussnote erwähnt.
In einem weiteren Satz die Ausbildung mit Schwerpunkten. Kurz und knapp.
also man gibt definitiv die Grundschule nicht mit an.
nach meinem Wissensstand ist das abhängig vom Alter und der Erfahrung des Bewerbers. Ist dieser erst 16 und sucht für die Zeit nach seinem Realschulabschluss einen Ausbildungsplatz, gibt er sehr wohl die Grundschule an.
Kann man in seinem Lebenslauf allerdings auf einige Stationen zurückblicken, ist die Grundschule definitiv uninteressant.
Ein 2-seitiger oder gar längerer CV wird dir mehrheitlich als
mangelnde Fähigkeit ausgelegt werden, Wesentliches von
Unwesentlichem zu trennen.
Das kommt auf die Branche an. Ich habe viel an Theatern gearbeitet, da gibt es nur Zeitverträge und bei jedem Intendantenwechsel gibt es eine lustige Reisetätigkeit von Schauspielhaus zu Schauspielhaus …
ich würde die wechselnden Theaterzeiten zusammenfassen mit einer Bemerkung und detailiert welche Theater/Intendant auf einem gesonderten Blatt beilegen.
ich würde mit dem abitur anfangen, wenn es ohne umstände erworben wurde. jedenfalls mache ich das so.
davor hab ich nur ein austauschjahr stehen, da ich damit meine auslandserfahrung darstellen möchte. aber wichtig finde ich es in bezug auf meine vita nicht mehr, ist halt schon 13 jahre her.
Nein, unter gar keinen Umständen kommt es darauf an.
Bei einem 50 Jährigen Vorstandsvorsitzenden hat jeder einzelne Satz seines EIN (!)-seitigen CV höheres Gewicht als bei einem Azubi.
Für Job-hopper mit vielen Stationen und Allrounder gilt das Selbe.
Ich habe viel an Theatern
gearbeitet, da gibt es nur Zeitverträge und bei jedem
Intendantenwechsel gibt es eine lustige Reisetätigkeit von
Schauspielhaus zu Schauspielhaus …
…was einen potentiellen neuen Intendanten im Detail nicht die Bohne interessieren dürfte.
Der Knackpunkt ist, du willst Eindruck machen und vor allem zu Ende gelesen werden.
Ach, bevor ich mich dusselig rede, schick mir deinen Entwurf, ich mach dir eine Seite daraus.