Hallo Tomm,
mir ist noch nicht ganz klar, was das Ziel deines Lebenslaufs eigentlich ist, bzw. wer der Adressat ist. Du hast etwas von einer Bewerbung für einen Wohnheimsplatz geschrieben - ich bin davon ausgegangen, dass es um ein Studentenwohnheim oder etwas vergleichbares geht.
Falls es dir möglich ist, das hier noch etwas ausführlicher darzustellen, kann man dir vielleicht auch noch etwas konkretere Ratschläge geben.
Kann man sich denn über Deine Empfehlung, eine Din A4 Seite
nicht zu überschreiten auch hinwegsetzen, oder würdest Du
davon dringend abraten?
Nun, ich schrieb ja etwas vorsichtig, dass es nicht nötig ist, mehr als eine Seite zu schreiben. Wenn du dich ausführlicher darstellen möchtest, bietet dir der LL selbstverständlich Gelegenheit dazu. Andererseits würde ich kein 20-seitiges Pamphlet draus machen.
Andererseits ist es so, dass neben meinem auch noch ca. 200
andere Anschreiben eingehen werden. Da liest dann
wahrscheinlich keine alle Bewerbungen wirklich ganau durch,
oder?
So ist es. Ich würde mal davon ausgehen, dass beim ersten Durchlesen max. 2-3 Min. für den LL Zeit ist. Im Detail liest sich das erst jemand durch, wenn du schon in die engere Wahl gekommen bist.
Oder vielleicht kann ich es ja irgendwie(??) so gestalten,
dass man meinen LL einfach lesen MUSS, und davon begeistert
ist. (Und wenn ich irgendwie einen besonderen Blickfang
einfüge oder sowas, und dann noch wirklich in einem
interessanten Stil schreibe…)
Der Gedanke ist sicher nicht verkehrt. Man muss sich schon irgendwie aus der Masse der Bewerber herausheben.
Vielleicht könnte ich ja statt einen allzu langen LL zu
kreieren, noch einen gesonderten Schrieb beifügen, in dem ich
einiges an Dingen zur Sprache bringe und erkläre. Dies ist
aber so nicht explizit verlangt und daher weiß ich nicht, ob
es dann dadurch nicht vielleicht auch unerwünscht ist?!
So etwas wie eine „3. Seite“ mit einer Darstellung des persönlichen Profils ist durchaus üblich und wird auch in verschiedenen Bewerbungsratgebern empfohlen. Ich denke, du musst davon ausgehen, dass so ein Profil wohl auch frühestens im zweiten Durchgang gelesen wird, wenn du schon in der engeren Wahl bist; aber so einen gesonderten Text überhaupt zu haben, hebt dich natürlich auch aus der Masse heraus.
Ich würde schon aus praktischen Gründen dazu neigen, das in der Tat in zwei Texte zu trennen: wenn du einen längeren Text handschriftlich verfasst, bekommst du (besonders wenn du nicht darin geübt bist) irgendwann einen Schreibkrampf, bzw. die Handschrift wird zwangsläufig immer unsauberer.
Wenn sich der Leser aufgrund deiner Handschrift ein Bild davon machen will, ob du sauber und sorgfältig arbeiten kannst, reicht dafür eine kurze Handschriftenprobe von 1-2 Seiten aus. Wenn du dich darüber hinaus ausführlicher darstellen möchtest, dann erstell dir ein zusätzliches Dokument am PC, das du dann angemessen optisch aufpeppen kannst.
Oder fänden die Prüfer sowas vielleicht doch noch einigermaßen
interessant?
Wie eingangs schon gesagt, dazu müsste man eine Vorstellung davon haben, wer denn die „Prüfer“ überhaupt sind.
Grüße
Wolfgang