Hallo Sandra!
sorry für die Verzögerung, war im Urlaub.
Grundsätzlich:
1.) Analysen schnell, einfach und billig ist i.A. schon ein Widerspruch in sich. Grobe Faustregel: je schneller (und/oder einfacher), desto teurer. Ist einfach so. Chemische Untersuchungen (insbesondere auf Spurenbestantteile wie Vitamine) sind nicht billig - und werden es in absehbarer Zeit auch nicht werden.
2.) Deine Anfrage ist extrem allgemein. Vitamine, Kalorien ecc. . . . wo willst du die Grenze ziehen? Die Wissenschaft kennt heute hunderte von Stoffen, die im weiteren Sinne alle die Bezeichnung „Vitamin“ verdient hätten. Die bekannten, klassichen Vitamine sind halt nur die ersten, die man gefunden hat.
Alleine die Untersuchung eines normalen Lebensmittels auf die klassichen Vitamine kostet so um die 2000-3000 Euro - und ich denke nicht, das sie im Blut in vergelichbaren Mengen vorliegen, da wird man wohl ausgefeiltere (und damit teurere) Methoden heranziehen müssen.
Das ganze dann noch mit essentiellen Fett- und Aminosäuren, Mineralstoffen, den klassichen Nährstoffen, das, was man heute mit „sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe“ zusammenfasst (das sind die Vitamine, für die man keine Buchstaben mehr hatte) - und das ganze wird ein Fass ohne Boden.
Und bei einigen Dingen (Kalorieen) denke ich auch nicht, das eine Untersuchung Sinn macht, weil über den Tag hinweg extrem schwankend und wahrscheinlich auch bei jedem Menschen anders.
Hinzukommt, das ich persönlich den grundlegenden Ansatz schon für Unfug halte. Deutschland ist kein Mangelland. Wer sich hier auch nur halbwegs sinnvoll ernährt (und dafür reicht die Beachtung der Regel „5 am Tag“ aus), der bekommt alle Vitamine und Nährstoffe die er braucht, der braucht weder Nahrungsergänzungsmittel noch irgendwelche Geräte, die ihm diktieren, was er Essen darf und was nicht.
Es sei denn, er wäre krank, dann gelten natürlich andere Regeln. Dann könnte so ein Gerät ähnlich der Blutzucker-/Insulin-Messung Sinn machen. Aber ich persönlich hab etwas Bauchschmerzen bei dem Gedanken, das sich Nahrungsmittelkonzerne um solche Entwicklungen kümmern - das sollte man den Medizinern überlassen . . .
lg, mabuse
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einem aktuellen Projekt im Bereich der Lebensmittelchemie.
Konkret geht es darum, dass durch Mini-blutests (Finger,
Ohrläppchen ecc.) der Konsument bequem zu Hause ermittelt
kann, was heute gegessen werden muss, um die notwendigen
Vitamine, Kalorien ecc. aufzunehmen. Angeblich wird gerade in
der Schweiz im Forschungszentrum von Nestle daran getüftelt.
haben Sie infos darueber? Oder wissen Sie wohin der Trend geht
in dem Bereich der Industrie?
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Welche Methoden gibt es in der Lebensmittelchemie um
Inhaltsstoffe, Zusammensetzung, ecc. von lebensmitteln
kostenguenstig, schnell und einfach zu analysieren.
Vielen herzlichen Dank
Sandra