Liebe/-r Experte/-in,
auf der Suche nach einer evtl. „besseren, flexibleren“ Anlage ( Fondsparplan), bin ich am überlegen, ob ich meine Kapitallebensversicherung bei Allianz entweder kündigen, verkaufen, beitragsfrei stellen oder modifizieren soll. Details: Jahresbeitrag 622,-- keine Dynamik (mehr), darin enthalten sind Beiträge für Unfallzusatzleistung: 22,68, BU: 197,12, Beitragsfreiheit bei BU: 21,–, Zusätzlicher Todesfallschutz bei Unfall: 15.710,-- Rentenzahlung bei BU monatlich: 314,- Abschluss: 1983, Ende: 2027, Eingezahlten Beiträge: 11.536,-- Rückkaufswert inkl. Überschussbeteiligung: 10.473,-- Beitragsfreie Gesamtleistung: 21.600,-- Gesamtleistung zum Ablauf 34.074,-- Höhe der Gesamtverzinsung derzeit durchschnittlich 4,5%. Ein „Versicherungsmensch“ hat mir nun geraten, die LV zu kündigen, da sie unrentabel wäre und in einen Fondsparplan zu investieren. Den Verlust könnte ich durch einen „guten Fond“ wieder gutmachen. Der Ausgabeaufschlag wäre 5,5%. Ich habe mich bereits ausführlich im Internet informiert, komme aber zu keinem eindeutigen Ergebnis, da es getrennte Meinungen darüber gibt. Vielleicht können Sie mir bei der Entscheidung weiterhelfen. Danke und Grüße
Hallo,
also, nicht dass ich ein besonderer Verfechter von Lebensversicherungen wäre aber es gibt eine Menge Gründe, die dagegen sprechen, diesen Vertrag zu kündigen. Und wenn der Kollege sowas rät, dann sollte er es bitte auch in die Dokumentation schreiben, die er anfertigen MUSS, wenn er zu diesem Thema berät!
Also:
-
Der Vertrag besteht bereits seit rund 26 Jahren. Wird er nun aufgelöst, dann sind wir nicht bei 4,5 % und auch nicht bei einer „schlechten“ Rendite sondern bei einem Verlust! Somit sind die letzten 26 Jahre Laufzeit des Vertrages verschenkt und auch das Minus muss die neue Anlage ausgleichen, damit der Kollege recht behält.
-
Es handelt sich um einen Vertrag aus der Zeit vor dem Alterseinkünftegesetz (2005), somit ist die Auszahlung am Ende der Laufzeit steuerfrei. So einen Vertrag bekommen Sie heute nicht mehr!!
-
Abgesehen von dem Verlust, den die neue Anlage ausgleichen muss, muss der Fonds ja auch noch den Ausgabeaufschlag wieder einspielen, d. h. er müsste 5,5 % + 4,5 % (aktuell bei Allianz) bringen (also min. 10 %) um besser zu sein als die Lebensversicherung der Allianz. Realistisch? (Übrigens: Mehr als 10 % Rendite zu versprechen ist illegal!! Kein Scherz!)
-
Hat der Kollege schon mal etwas von der Abgeltungssteuer gehört, die auf alle Zinserträge (außer Versicherungen) seit diesem Jahr zu zahlen ist?
Der Steuersatz beträgt hier 25 % des Gewinns.
Nehmen wir die Zahlen aus dem letzten Punkt, so müsste der Fonds also mindestens 12,5 % pro Jahr bringen, damit es sich lohnt. -
Ein Fonds, der höchste Renditen bringt (also kein Dach oder Rentenfonds) um die Veheißungen des Kollegen zu erfüllen, ist immer mit Risiko behaftet. D. h. es könnte passieren, dass Sie einen Totalverlust erleiden oder zumindest zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie den Fonds auflösen wollen, z. B. zum Rentenbeginn, der Kurs gerade im Minus steht. Ist das erstrebenswert?
Ich könnte noch einige Punkte mehr aufführen. Als Fazit bleibt mir nur zu sagen: Der Berater, der diese Ratschläge gegeben hat, handelt unverantwortlich und ich würde es mir, im Falle dass Sie seinem Rat trotzdem folgen, auf jeden Fall schriftlich geben lassen, dass alles so unbedenklich ist.
Als ich noch für unseriöse Schneeballsysteme aktiv war, da wurde auch immer über die bessere Rendite der tollste Fonds an die Kunden verscherbelt und diese haben ihre zwar nicht hoch verzinsten aber dafür langläufigen und sicheren Versicherungen abgestoßen. Für die anschließenden Verluste wollte man sich aber nicht verantwortlich zeigen.
An Ihrer Stelle würde ich mir bestenfalls Gedanken machen, ob ich ggf. einige Dinge, wie z. B. die Unfallzusatzversicherung oder die BU raus nehmen. Letztere ist zwar enorm wichtig aber ganz ehrlich, was wollen Sie mit 314 € monatlich anfangen? Davon kann man weder leben noch sterben. Offensichtlich leider auch ein Pseudobaustein, der den Beitrag und somit die Provision für den damaligen Vermittler in die Höhe treiben sollte. Eine eigenständige BU-Versicherung, die Ihr Netto-Einommen absichert, das macht Sinn, auch wenn der Beitrag deutlich höher ist!
Wenn diese Zusatzbausteine raus sind, bleiben ein paar Euro monatlich übrig. Mit denen kann man natürlich auch in einen Fondssparplan investieren. Dann besteht aber zumindest das alte, sichere Produkt noch. Könnte ja auch sein, dass die Todesfallleistung noch für Hinterbliebene gebraucht wird. Wo gibt es die denn in einem Fonds??
So, das war viel Inhalt. Ich hoffe, es hat vielleicht ein wenig zur Klärung beigetragen.
Toi toi bei der Entscheidung.
Gruß aus Berlin
Alexander Haid
Versicherungsmakler
Liebe/-r Experte/-in,
auf der Suche nach einer evtl. „besseren, flexibleren“ Anlage
( Fondsparplan), bin ich am überlegen, ob ich meine
Kapitallebensversicherung bei Allianz entweder kündigen,
verkaufen, beitragsfrei stellen oder modifizieren soll.
Details: Jahresbeitrag 622,-- keine Dynamik (mehr), darin
enthalten sind Beiträge für Unfallzusatzleistung: 22,68, BU:
197,12, Beitragsfreiheit bei BU: 21,–, Zusätzlicher
Todesfallschutz bei Unfall: 15.710,-- Rentenzahlung bei BU
monatlich: 314,- Abschluss: 1983, Ende: 2027, Eingezahlten
Beiträge: 11.536,-- Rückkaufswert inkl. Überschussbeteiligung:
10.473,-- Beitragsfreie Gesamtleistung: 21.600,–
Gesamtleistung zum Ablauf 34.074,-- Höhe der Gesamtverzinsung
derzeit durchschnittlich 4,5%. Ein „Versicherungsmensch“ hat
mir nun geraten, die LV zu kündigen, da sie unrentabel wäre
und in einen Fondsparplan zu investieren. Den Verlust könnte
ich durch einen „guten Fond“ wieder gutmachen. Der
Ausgabeaufschlag wäre 5,5%. Ich habe mich bereits ausführlich
im Internet informiert, komme aber zu keinem eindeutigen
Ergebnis, da es getrennte Meinungen darüber gibt. Vielleicht
können Sie mir bei der Entscheidung weiterhelfen. Danke und
Grüße
hallo, hier kann man keine eindeutige empfehlung geben. einerseits ist eine lebensversicherung in den meisten fällen nicht so rentabel wie ein fond. wenn ich aber das letzte jahr anschaue, sind gerade fonds ziemlich unter druck geraten.
ein weiterer wichtiger punkt ist, dass in deiner lv eine berufsunfähigkeitsversicherung integriert ist. diese versicherung ist eine der wichtigsten überhaupt. wenn du jetzt die lv kündigst, mußt du auf jeden fall hier ersatz schaffen. du bist aber 26 jahre älter geworden. ein neuabschluß kostet dementsprechend wesentlich mehr. und noch einen punkt solltest du bedenken. im laufe der zeit kommen oft gesundheitliche probleme auf einen zu. warst du 1983 völlig gesund, ist zumindest die möglichkeit gegeben, dass es jetzt nicht mehr so ist. das würde einen risikozuschlag bedeuten oder gar eine ablehnung zur folge haben. ich weiß genau, wovon ich spreche, denn ich habe mich auf die absicherung von behinderten und kranken menschen spezialisiert. hier meine hp: www.bernddoerrie.de
im übrigen glaube ich nicht, dass bei einem monatsbeitrag von ca. 50 euro eine riesige rendite herauskommt.
fazit: die wichtige berufsunfähigkeitsversicherung sollte bestehen bleiben. deshalb würde ich die alte versicherung beibehalten und wenn die finanzielle möglichkeit besteht, eine zusätzliche absicherung wählen, damit im alter genügend rente vorhanden ist.
bernd
Hallo!
Ich will vorab sagen, dass alles was ich hier schreibe meine eigene persönliche Meinung ist und dies kein Ratschlag ist was sie tun sollten!
Geldanlagen sind ein sehr großes Thema und nicht vollständig in einer email zu klären. Ihr Berater hat recht in Bezug auf die Lebensversicherungen. Ich persönlich würde die LV verkaufen, den Tod durch eine günstige Risiko LV absichern, wenn sie Gesund sind (Europa, Hannoversche Leben, Delta Direkt oder so) Die Unfallversicherung über den Versicherungsmakler KAB aus Erftstadt absichern (die arbeiten mit der Zürich Versicherung zusammen, das beste Preis / Leistungsverhältnis das ich jemals bei einer UV gesehen habe) und die BU ganz raus schmeißen. 314€ BU -Rente, damit entlasten sie die Rentenversicherung falls Ihnen etwas passiert, weil die dann weniger für sie Zahlen müssen (Stichwort: Mindestversorgung). Entweder richtig oder gar nicht! Mindestens 1000€ Rente bis zum Renteneintritt mit 65 oder mehr.
Zur neuen Geldanlage:
Sie haben nur noch 17 - 18 Jahre Zeit. Machen sie keine Aktien, Rohstoff oder sonstige Fonds. Zu Risikoreich. Ich meine nicht die Anlage an sich, sondern das alles was mit der Börse zu tun hat sind Spekulationen und nicht vorhersehbar. Ich meine nicht, dass es schlechte Geldanlagen sind, sondern dass sie genau in 17 Jahren das Geld brauchen. Steht da die Börse schlecht haben sie eventuell sogar Verlust gemacht oder gar nicht soviel Gewinn, dass sie die Inflation ausgleichen können. Kaufen Sie sich lieber sichere Werte ein. Gold oder Silber oder eine vermietete Immobilie im Rheinland (Düsseldorf oder Köln)
Invstieren Sie ihr Geld bitte langfristig niemals in Papierwerte (Lebensversicherungen, Banksparpläne oder sonstige Papiere, bei denen sie später nur Papiergeld wieder zurück bekommen), da wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Währungsschnitt bekommen. Investieren Sie ihr Geld immer nur sicher in Sachwerte(Real existierende Werte) Sie sollten sich ersteinmal intensiv mit dem Thema Geld beschäftigen und verstehen wie es funktioniert bevor sie ihr kleines Vermögen investeieren. Auch wenn es lästig ist und es viel bequemer ist auf den netten Vertreter zu vertrauten: Bitte nehmen sie sich einmal 1,5 Stunden Zeit und beschäftigen sie sich mit dem Thema Geld an sich und bilden sie sich selber ein Urteil darüber. Wenn Sie ein Auto für 20000€ kaufen nehmen Sie sich die Zeit auch, wenn nicht mehr. Schauen Sie sich bitte einmal folgenden Link an:
http://www.dailymotion.com/video/x75y6c_prof-bernd-s…
Hier erklärt Prof. Senf (VWL) wie unser Geldsystem funktioniert und warum unser Geld bald wieder wertlos wird. Als nettes Filmchen über die Funktion des Geldes gibt es auch den Zeichentrickfilm: Fabian - Gib mir die Welt plus 5 Prozent (www.youtube.de) oder lesen Sie folgenden Bücher: Generation Gold (hier wird nur am Rande über Gold gesprochen), Das Silberkomplott oder „Der Crash kommt“.
Tun sie sich selbst einen gefallen und schauen Sie sich einmal zu diesem Thema im Netz um. Bei weiteren Fragen können Sie mir gerne schreiben.
Viele Grüße
Dennis
Was soll ich sagen? Versicherungen, Banken und
Versicherungsmakler sind Amateure. Die beraten dich
nach der aktuellen Provisionstabelle.
Was meinst du machen die Versicherungen mit deinem
Geld? Sie zahlen dir 6%? 10%? Dann müssen die doch
mindestens 20% erwirtschaften um über die Runden zu
kommen oder?
Also gibt es doch Anlagen wo man das erwirtschaften
kann oder?
Und das ist sicher nicht die Börse. Denn wer immer noch
nicht gelernt hat das die Börse unberechenbar ist, dem
kann keiner helfen…
Die wollen viel geld haben…aber wenig geben! Logisch
oder?
Mit 600,00 im Jahr (Also 50,00 pro Monat)
erwirtschafte ich dir in 25 Jahren rund 100.000, wenn
alles mittelmäßig bis schlecht läuft.
Deine Police musst du SOFORT kündigen, aber über einen
Profi. Der kann für dich das Doppelte deines
Rückkaufswertes rausholen.
Aber sei mir nicht böse wenn ich im Internet solche
News nicht preisgebe. Wenn du eine Beratung willst,
kontaktier mich per Mail.
Ich werd dir helfen das Problem maßgeschneidert zu
lösen.
Ja, ich wäre interessiert, - könnten Sie mir bitte ein Angebot schicken? [email protected]
Vielen Dank!!
Hallo, vielen Dank für die Antwort. Welchen „Profi“ meinen Sie? Was halten Sie von verkaufen anstatt zu kündigen? MfG