jemand möchte seine Lebensversicherung bei einer Gesellschaft kündigen, denn sie wurde unüberlegt und ungünstig abgeschlossen. Sie läuft nun seit genau 2 Jahren. Habe nun gehört, das einige Versicherungsgesellschaften diese LV´s abkaufen und man mit besseren Konditionen rechnen kann. Welche Gesellschaften machen so etwas? Ist das ratsam? Oder die Bestehende beitragsfrei stellen lassen und eine bessere woanders abschließen?
nach 2 Jahren ist der Rückkaufswert marginal. Ein Verkauf an Versicherungsaufkäufer ist daher nicht möglich/sinnvoll.
Alternativen sind:
Kündigung (dank der aktuellen höchstrichterlichen Rechtsprechung kommt sogar ein klein wenig wieder heraus)oder
Beitragsfrei stellen (wenn man den Todesfallschutz behalten will).
Im Regelfall sollte die erste Lösung die bessere sein.
Aber: Wenn eine neue Kapital-LV abgeschlossen werden soll: Die bestehende LV ist steuerfrei, die neue wäre steuerpflichtig. Das bedeutet, dass die neue LV eine Rendite haben muss, die um den Steuernachteil höher liegt, als die alte. Schwer vorstellbar.
Wenn eine Kapital-LV bestehen soll, ist wahrscheinlich die bestehende besser.
kleine Korrektur: Das BGH-Urteil vom 12. Oktober 2005 gilt nur für Verträge, die zwischen 1994 und 2001 abgeschlossen wurden. Allerdings laufen bereits Verfahren, in denen es um später abgeschlossene Verträge geht…
Wenn es nicht gerade ein Vertrag bei der Victoria ist, sollte man die LV beitragsfrei stellen oder aber fortführen - wenn es machbar ist.
Wie bereits geschrieben: den Vertrag wird Dir wahrscheinlich keiner abkaufen, schon gar wenn dieser bei keinem der TOP 5-Versicherungen abgeschlossen wurde.
MfG
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