Lebensversicherung hat zu lange Laufzeit

Hallo,
da ich meine Altersvorsorge überdenke und noch erweitern wollte, habe ich den Vertrag meiner vier Jahre (Abschluss Ende 2004) alten Rentenversicherung (eine britische Lebensversicherung; FREELAX von StandardLife) nochmal angeguckt. Mit Schrecken ist mir aufgefallen, dass das angegeben Ablaufdatum dann ist, wenn ich 75(!) werde, d.h bis dann muss ich einzahlen und ab dann bekomme ich erst Leistungen. Das habe ich bei Vertragsabschluss total übersehen. Bei den Terminen des Maklers war auch immer nur von einem Zahlungstag zum 65ten Geburtstag die Rede. Beispielrechnungen mit Fälligkeit zum 65ten habe ich vorliegen. Ich denke der Makler hat sich einfach verrechnet und ich habe es nicht richtig kontrolliert. Was kann ich nun tun?? Zeigen sich Versicherungen bei so etwas kulant und stellen den Vertrag auf 65 um? Soll ich kündigen oder die Versicherung verkaufen? Außer Frage steht für mich bis 75 weiter zu zahlen, dass ist viel zu spät.
Wie soll ich mich in Naher Zukunft verhalten? Schonmal Zahlungen aussetzen. Das darf ich bis zu zwei Jahre lang, laut Vertrag.
Bitte gebt mir Rat oder einen Hinweis wo ich Hilfe bekommen kann.
Gruß
Torben

Guten Tag Torben,
wenn das so ist, wie Sie das schreiben, dann sieht das schlecht aus.
Man könnte die Laufzeit ändern - wenn das britische Vertragsrecht
das hergibt, was ich nicht weiß. Man kann herumlamentieren - das
ändert aber nix daran, dass vier Jahre lang gepennt wurde.
Man kann den Versicherungsombudsmann einschalten. Der wackelt dann
vielleicht mit den Ohren. Weil er für britische Lebensversicherer
nicht zuständig ist. Wäre er zuständig, so würde er aller Voraussicht nach die auf Endalter 75 abgestimmten und bereits gezahlten Abschluss-
kosten auch nicht aus dem Hut zaubern können. Man kann auch zum
Rechtsanwalt gehen oder zum Versicherungsmakler. Die Wahrscheinlichkeit, dass alle beide mit den Ohren wackeln und darüber hinaus nix passieren wird, ist ziemlich hoch. Denn vier Jahre sind eine verflixt lange Zeit, bevor man merkt, dass etwas völlig daneben
gelaufen ist.
Vielleicht fangen Sie einfach bei Ihrem Makler an und sprechen mit dem. Vertrauensvoll, versteht sich. Geben Sie ihm nicht zu verstehen,
dass Sie ihn verdächtigen, Sie über den Tisch gezogen zu haben.
In der Regel mögen Makler so etwas nicht. Erbitten Sie einfach
Lösungsvorschläge - vielleicht dahingehnd, dass die bezahlten Abschlusskosten für 10 Jahre Laufzeit irgendwie mit irgendwas verrechnet werden. Dann ist immer noch Zeit für einen Rechtsanwalt.
Aber was da herauskommt, kann Ihnen niemand sagen.
Gruß
Günther

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Hallo,
vielen Dank erstmal für die Hilfe.
Nach Aussagen der Versicherung und der Maklerin ist es nach eine Zahldauer von mindestens 12Jahre möglich den Vertrag ohne Einbußen jederzeit zu kündigen. Laut Maklerin ist der Ablauf zum 75. Lebensjahr das am spätestens mögliche Fälligkeitsdatum und wurde extra so abgeschlossen, um größtmögliche Flexibilität zu erhalten. Endboni o.ä., die man bei vorzeitiger Kündigung verlieren würde, sind bei britischen Lebensversicherung/Rentenversicherungen im Gegensatz zu deutschen wohl nicht üblich. Das einzige worauf ich achten sollte ist, dass bei einer zu frühen Kündigung evtl. steuerliche Nachteile dazukommen.
Es scheint also alles in Ordnung.
Gruß
Torben