Lebensversicherung kündigen

Ich muß vorzeitig meine Lebensversicherung kündigen um meine Schulden zu tilgen,muß ich dafür noch Steuern zahlen?
Ich bekomme ein paar Tausend Euro.

Hallo,

in Kurzform: wenn die Versicherung seit 12 Jahren oder länger läuft und mind. 7Jahre Beiträge bezahlt wurden, ist sie in jedem Fall steuerfrei. Ansonsten kommt es darauf an, welche zusätzlichen Einkünfte noch bestehen.

Gruß,
Jaku

Ich muß vorzeitig meine Lebensversicherung kündigen um meine
Schulden zu tilgen,muß ich dafür noch Steuern zahlen?
Ich bekomme ein paar Tausend Euro.

Guten Tag Minnie,
wenn die Summe Ihrer Einzahlungen bis zur Kündigung kleiner ist
als der Betrag, den die Versicherung Ihnen auszahlt, besteht
Versteuerungspflicht. Es sei denn, dass der Vertrag schon mindestens
12 Jahre läuft und Sie 5 Jahresbeiträge entrichtet haben.
Gruß
Günther

Hallo,

in Kurzform: wenn die Versicherung seit 12 Jahren oder länger
läuft und mind. 7Jahre Beiträge bezahlt wurden, ist sie in
jedem Fall steuerfrei. Ansonsten kommt es darauf an, welche
zusätzlichen Einkünfte noch bestehen.

Gruß,
Jaku

5 Jahre!

Ich muß vorzeitig meine Lebensversicherung kündigen um meine
Schulden zu tilgen,muß ich dafür noch Steuern zahlen?
Ich bekomme ein paar Tausend Euro.

Hallo,
habe zum o.a. Thema auch eine Frage.Habe seit 12/04 eine fondsgebundene Lebensversicherung welche ich nun nach 2 Jahren und 7 Monaten gekündigt habe.Insgesamt wurden etwa 1650€ an Beiträge gezahlt aber die Versicherung will nun nur noch etwa 530 € auszahlen.Ist das rechtens??Im Schein steht bei Kündigung/Beitragsfreistellung IM 3 Jahr werden Abzüge bis zu 30% fällig??!!

Kann man sich wehren ??

Vielen Dank

Gruss Lothar

Kann man sich wehren ??

Klar, indem man vor der Unterschrift überlegt, dass während der Beitragszahlungsdauer doch irgendwas dazwischen kommen kann.
Auch wenn das viele hier nicht so sehen.

Vielen Dank

Gruss Lothar

Jetzt wird da wohl nicht mehr sooo viel gehen.
Aber Sie können ja mal den Vermittler fragen, ob der Ihnen was von der offensichtlich doch nicht ganz verdienten Provision was wieder abgibt.
Was ich aber mal bezweifeln möchte.
Naja, beim nächsten Antrag dran denken, dass nicht alles so ist wie behauptet wird. Manche Dinge haben eben auch Nachteile. Auch wenn sie nur ungern genannt werden.

Guten Tag Lothar,
das was bei Ihnen passiert ist, ist ein ganz normaler Vorgang, der
jedes Jahr millionenfach abläuft. Wenn nach kurzer Laufzeit ein solcher oder ähnlicher Vertrag gekündigt wird, erhält der Kunde bedeutend weniger ausbezahlt, als er einbezahlt hat. Das liegt daran, dass aus den ersten Jahresbeiträgen die Vermittlungsprovision gezahlt wird. Der Kunde weiß davon regelmäßig nichts, weil keiner der Beteiligten ein Interesse hat, ihm das vor Vertragsabschluss zu erklären. Die Versicherungsgesellschaft nicht und der Vermittler zweimal nicht. Hinzu kommt, dass die meisten Kunden sich nicht die
Mühe machen, zumindest oberflächlich in die Gebräuche der Branche
einzusteigen. Insoweit könnte man sagen, dass die Kunden sich nicht zu
beschweren brauchen. Allerdings ist es oft so, dass die Kunden nicht den Dunst eines Schimmers von einer Ahnung davon haben, dass die
Vermittlungsprovision so hoch liegen könnte. Sie meinen, mit ein paar
Markt achtzig sei die Vermittlungsarbeit bezahlt. Ein fundamentaler
Irrtum, der sich immer wieder zum Nachteil der Kunden ganz
anders herausstellt. Für die Zukunft: Augen auf.
Gruß
Günther

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ich muß vorzeitig meine Lebensversicherung kündigen um meine
Schulden zu tilgen,muß ich dafür noch Steuern zahlen?
Ich bekomme ein paar Tausend Euro.

Hallo,
habe zum o.a. Thema auch eine Frage.Habe seit 12/04 eine
fondsgebundene Lebensversicherung welche ich nun nach 2 Jahren
und 7 Monaten gekündigt habe.Insgesamt wurden etwa 1650€ an
Beiträge gezahlt aber die Versicherung will nun nur noch etwa
530 € auszahlen.Ist das rechtens??Im Schein steht bei
Kündigung/Beitragsfreistellung IM 3 Jahr werden Abzüge bis zu
30% fällig??!!

Kann man sich wehren ??

Vielen Dank

Gruss Lothar

Guten Tag Lothar,
das was bei Ihnen passiert ist, ist ein ganz normaler Vorgang,
der
jedes Jahr millionenfach abläuft.

Läuft der Vorgang PRO JAHR nicht milliardenfach ab? Woher haben Sie diese Zahlen?

Warum er meistens überhaupt abläuft, habe ich unten beschrieben!

Wenn nach kurzer Laufzeit

ein solcher oder ähnlicher Vertrag gekündigt wird,

Die Frage ist, muus man den Vertrag kündigen? Kann man nicht andere Prioritäten finden? Bei einem finanziellen Engpass kann man auch die Beitragszahlung unterbrechen, usw.!
Auf jeden Fall ist es ein Gag, deshalb die KLV oder ä. als negativ darzustellen, weil sie, obwohl sie auf längere Distanz ausgerichtet ist, bei einer Kündigung nach kürzester Distanz einen Verlust bringt.
Für kurzfristige Anlagen sind andere Formen selbsverständlich geeigneter!
Umgekehrt wird übrigens ein Schuh draus: In meiner 35 jährigen Tätigkeit bin ich natürlich auch hin und wieder auf diese Problematik getroffen. In den allermeisten Fällen konnte ich die Kunden von dem Blödsinn der Kündigung abbringen. Zwangsläufig habe ich auch viele Kunden wieder gesprochen (anläßlich Auszahlung bei Ablauf wegen Neuanlage). Dankbarkeit (für das damalige Verhindern der Kündigung) ist gar kein Ausdruck!
Die Kosten sind nunmal auf die ersten Jahre verteilt, na und! Hat den Vorteil, wie oben beschrieben und dass bei Ablauf MEHR herauskommt. Wie schon gesagt, man schließt keine Altersversorgung ab, um sie nach 3 Jahren zu kündigen!
Glaubt denn jemand im Ernst, dass es für den „Kündiger“ existenziell entscheidend ist, ob er 700 oder 1.600 EUR bekommt. Existenziell, auf spätere Sicht, kann aber entscheidend gewesen sein, dass er seine Altersversorgung eliminiert hatte!

Hier wäre mal die Frage von Interesse, warum der Fragesteller überhaupt kündigt? Aus fin. Gründen kann dies wohl nicht sein! Der in Frage stehende Betrag hilft so oder so nicht weiter!
Wenn Sie schon das Thema auf die DB-Leier (Dirk, verzeih mir) ausweiten, wäre das auch für Sie naheliegend gewesen!

Kunde bedeutend weniger ausbezahlt, als er einbezahlt hat. Das
liegt daran, dass aus den ersten Jahresbeiträgen die
Vermittlungsprovision gezahlt wird.

siehe oben.

Die meisten Verträge werden nicht aus finanziellen Problemen gekündigt, sondern deshalb, weil die Kunden vera… werden. Irgend so ein hergelaufener Finanzberater sugerriert dem Kunden phantastische Zahlen über irgendwelche spek. Anlagen und bringt den Kunden dazu, die KLV zu kündigen und in diese Anlage einzuzahlen. Große Strukki-Organisationen wie z.B. A…(ich nenn hier keine Namen) halten in Sälen Massenveranstaltungen ab, die nur ein Ziel haben, an die Kohle der Leute, sehr oft bestehende KLVn, ranzukommen!

Dies sollten sie mal anprangern!

Für die Zukunft: Augen auf.

Das würde ich auch Ihnen wünschen aber in JEDE Richtung!

Gruß
Günther

Gruß C.

Vielen Dank schon mal für die vielen Antworten.
Nein,meine Entscheidung steht fest!Ich mache auch fast keine Verluste und die Versicherung läuft schon 15 Jahre.

Ich werde auch keine neue Lebensversicherung abschließen und bereue es zutiefst daß ich zu der Zeit eine abgeschlossen habe.
Ich sorge anders vor.

Hallo Minni,

ohne genaue Kenntnis des Vertrages (ist BUZ, evtl. sogar mit BU-Rente,UZV, zus. Todesfallleistungen, dabei) ist deine Aussage für ander wertlos.
Warum bereust Du den Abschluß deiner LV zutiefst? Weil Du sie jetzt für die Schuldentilgung brauchst?

Du kannst anders vorsorgen aber niemals mehr besser (im Hinblick auf deine eliminierte Lebensversicherung). Kurz gesagt, du kannst die 15 Jahre niemals mehr gutmachen!

Gruß C.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Guten Tag cooler,
ich meine, Ihre Kritik ist nicht berechtigt. Zum einen sehe ich meine
Rolle nicht darin, anzuprangern. Über das Stadium bin ich schon lange hinaus. Denn ich habe durchaus begriffen, dass die gängige
Praxis der Vermittlung mit dazu beiträgt, dass sich erstens die
Wirtschaft dreht und zweitens auch der Staat seinen Teil davon abbekommt. Mir Einseitigkeit vorzuwerfen und eine bestimmte Grundhaltung gegenüber der KLV zu unterstellen geht haarscharf
vorbei. Ich selbst bin überzeugter Anhänger der KLV, sehe aber
dennoch anhand der seit Jahrzehnten vorhandenen irrsinnigen
Stornoquote, die von der Versicherungswirtschaft verbrämt und
geschönt wird, dass die meisten Leute keine Ahnung über die
grundlegenden Zusammenhänge haben. Das ist so und man sollte es
einfach aushalten. Meine Aufgabe ist es auch nicht, zu schulen
und jemanden, der erklärt, dass er kündigt, die zweiundüpfzig
Alternativen zur Kündigung mit Vor- und Nachteilen auseinanderzusetzen. Das wäre zuförderst die Aufgabe des
Vermittlers oder der dahinterstehenden Gesellschaft.
Dass diese kein Interesse daran haben, ist sattsam bekannt.
Nicht zuletzt profitiert die Versicherungswirtschaft durch
unzeitiges Storno fett und die Stornoquoten selbst interessieren
so gut wie niemanden.
Ich habe auch nicht behauptet, dass etwa der Schwarze Peter allein bei
der Versicherungswirtschaft liegt. Lesen Sie meinen Beitrag noch einmal. Dann fällt Ihnen vielleicht auf, dass ich auch dem sogenannten
Verbraucher eine Teilverantwortung für die Zustände in dem Bereich
zuschreibe. Falls Ihnen das aber zu seicht formuliert erschien, so dass Sie den Sinn der Worte nicht erkannt haben, will ich es hier
noch einmal klarer sagen: Zu jedem Vermittler, der ein unpassendes Produkt mit goldenen Worten an die Frau oder den Mann bringt, gehört
auch ein leichtgläubiger bis unbedarfter Kunde, der entweder nicht
in der Lage oder zu faul ist, einfache Zusammenhänge zu ergründen.
Ihnen ein herzliches „Augen auf“.
Gruß
Günther

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

1 „Gefällt mir“

Ich werde auch keine neue Lebensversicherung abschließen und
bereue es zutiefst daß ich zu der Zeit eine abgeschlossen
habe.

Du kannst anders vorsorgen aber niemals mehr besser

Ein Hohn, so etwas zu schreiben!
15 Jahre einzahlen, feststellen, dass doch nicht alles so golden glänzt um dann zu hören, dass man das beste kündigt, was es gibt.
Merkst du’s noch?

Das sind genau die Geschichten, die ich immer angeprangert habe. Es gibt nun mal Situationen im Leben, die nicht vorhersehbar sind.
Du konntest sicher deine letzten 35 Jahre von Anfang bis Ende durchplanen, diesen Weitblick haben nun mal nicht alle.

Aber zum Glück verstehst du sowas nicht, kannst also ruhig dagegen wettern.