Lebermetastasen - Beurteilung

Hallo an alle,

ich hoffe, Ihr könnt mir helfen: Mein Vater hat Darmkrebs (operativ entfernt 10/03) und Lebermetastasen (genaue Onkologische Anamnese: Palliative anteriore tiefe Rektumresektion, Descendorektostomie und Diagnose eines invasiven Adenokarzinoms des Sigmas, pT4, pN2, L1, cM1 (Leber), R0, G2-3 )
Mittels eines Ports wird er seit Nov 03 wöchentlich mit Chemo behandelt (Folinsäure/hochdosiertes 5-FU).
Nun sagt der behandelnde Arzt, dass die Ergebnisse der Kernspind sehr gut wären, besser, als er erwartet hätte; die Metastasen sind zurück gegangen(!)und dass wir nun eine „Pause“ machen sollten und in einem 1/4 Jahr wieder weiter sehen. Da mein Vater evtl. eine Kur beantragen möchte, haben wir den Befund für den Hausarzt mitbekommen, um diesen der Krankenkasse zu übergeben. Hier steht nun etwas, was ich nicht verstehe:
„Es konnte keine wesentliche Remission der Lebermetastasierung erreicht werden. Befunde im wesentlichen unverändert im Vergleich zum Beginn der Therapie. Zunächst legen wir eine Behandlungspause ein. Wahrscheinlich in Kürze Therapieumstellung notwendig.“ Wie sich das für den Laien anhört, ist da keinesfalls von „Verbesserung“ die Rede - kann mir jemand sagen, was genau das bedeutet bzw. was wir noch tun können? Es kann doch nicht sein, dass bei dieser tickenden Zeitbombe allen Ernstes 3 Monate Pause alles sein können, was der Arzt uns rät?! Ich freue mich über Eure Antworten,
schon vorab vielen Dank dafür!
Liebe Grüße,
Tanja

Auch hallo,

palliativ bedeutet lebensverlängernd…eine Chemotherapie und deren Folgen, wollen erstmal verkraftet werden. das geht nur, wenn der Organismus halbwegs bei Kräften ist. Wenn dann noch eine OP stattgefunden hat, in der festgestellt wurde, dass Metastasen da sind, wo sie sind…dann bedeutet das, dass der Krebs nicht mehr heilbar ist, sondern das Leben des Patienten nur verlängert werden kann…so schmerzlos wie möglich…und wenn die Ärzte sagen, dass man eine Pause machen kann in der Behandlung, dann ist das dafür gedacht, dass er nochmal zu Kräften kommen kann, und noch etwas von seinem Leben hat…bis der nächste Schub kommt, der dann zu einer Therapieumstellung zwingt…
An Deiner Stelle würde ich mit dem zur Zeit behandelnden Arzt reden, und wie es zu diesen augenscheinlich unterschiedlichen Aussagen kommen kann.
Du hast natürlich das Recht eine zweite Meinung von einem anderen Arzt einzuholen, wenn Du mit der bisherigen Therapie nicht einverstanden bist…
Und dabei kommt es ganz entschieden auf die Verfassung des Patienten an. Wenn er sich entschliesst woanders hin zu gehen, ist das evtl. sehr weit weg von seiner Familie, und je nach dem wie es ihm geht, möchte er vielleicht gar nicht so weit weg sein…

Das klingt so trocken was ich hier schreibe, aber das ist es leider nicht…

Traurige Grüße
Maja