Lebermetastasen

Hallo,

eine Verwandte hat Darmkrebs mit Lebermetastasen. Sie wurde am Darm operiert, ansonsten hat sie Chemo bekommen. In der Leber sind zwei Metastasen, eine davon etwa 6,4x5,4 cm groß (hat sich seit der letzten Chemo wieder vergrößert).

In welcher Größenordnung ist die Metastase? klein / groß?
Leider redet die Erkrankte nicht darüber, denn ich hätte gerne viel mehr Informationen über ihren eigentlichen Gesundheitszustand.

Gruß
Tato

Hallo Tato!

Diese Metastase ist relativ groß, wobei die Leber eine gewisse Funktionsreserve hat. Auch Absiedelungen dieser Größe können je nach Krankheitsstadium und Lage der Metastasen noch angegangen werden.
Einen Überblick findest Du zB hier:
http://www.darmkrebs.de/de/behandlung/metastasenbeha…

Gruß
Peter

Hallo Peter,

Auch Absiedelungen dieser Größe können
je nach Krankheitsstadium und Lage der Metastasen noch
angegangen werden.

Was genau meinst du damit? Ich weiß außer diese beiden Zahlen nix :frowning:

Da eine OP nicht mehr Gesprächsthema ist, muss man davon ausgehen, dass es nicht mehr heilbar ist - oder? Außer Chemo wird nichts gemacht oder darauf hingearbeitet. Der Arzt wollte nur ungern eine weitere Chemo machen, da sie sich gut fühlt. Jetzt macht er eine „harmlose“ Chemo. Aus rein medizinischer Sicht müsste er wohl die stärkere Chemo machen. Wie soll ich das interpretieren?
Schade, dass die betroffene Person nicht mit mir (und mit niemanden sonst) darüber redet. Sie ist mir sehr Nahe und ich würde gerne wissen, wie es um sie steht…

Gruß
Tato

Hallo Peter,

Auch Absiedelungen dieser Größe können
je nach Krankheitsstadium und Lage der Metastasen noch
angegangen werden.

Was genau meinst du damit? Ich weiß außer diese beiden Zahlen
nix :frowning:

Damit ist gemeint:
Größe des Ausgangstumors und ob dieser komplett entfernt ist und in welchem Maße die lokalen Lymphknoten befallen sind oder nicht.
Die Möglichkeit einer operativen Entfernung oder anderweitiger Therapie der Metastase ist zum Beispiel abhängig von der Lage zu den Gefäßen der Leber. Das Alter und der Gesundheitszustand der Patientin muß natürlich auch noch berücksichtigt werden.

Gruß
Peter

Hallo Peter,

Größe des Ausgangstumors

der entfernte Darmtumor war schon beachtlich - Größe weiß ich nicht

ob dieser komplett entfernt ist

auch das weiß ich nicht

und in welchem Maße die lokalen Lymphknoten befallen sind

Lymphnoten waren angeblich betroffen, sind aber wohl zurückgegangen

Lage zu den Gefäßen der Leber

Auch das weiß ich nicht…

Das Alter und der Gesundheitszustand

Alter 52, Gesundheitszustand im Moment gut (Laienmeinung)

Wie du merkst, ich weiß nix genaues, außer die oben genannten Maße.
Da ich mich aber doch um sie sorge, werde ich morgen den letzten Befund „einfordern“. Wenn sie von nichts wissen will ist das ihre Sache, aber ich will wissen, wie es um sie steht.

Gruß
Tato

Lebermetastasen - Patientenwille
Mooin,

es kommt auch darauf an, in wo genau ion der Leber die Metastase sitzt. Hört sich aber nach (derzeit) inoperabel an.

Allerdings: Bei allem Verständnis für Deine Situation (mir würde es wahrscheinlich erstmal genauso gehen), solltest Du überlegen, evtl. einfach den Wunsch der Patientin zu respektieren, so schwer wie das vielleicht momentan für Dich ist.
Vielleicht will die Patientin einfach, daß die Menschen, die ihr nahe stehen auch dann für sie da sind, wenn sie nicht genau wissen, was Sache ist. Das habe ich schon öfter bei Menschen in dieser Phase des Lebens beobachtet.
Wenn sie nicht will, daß jemand genau bescheid weiß über die eigene Krankheit und Du mit aller Macht versuchst, doch etwas rauszubekommen, könnte das als Vertrauensbruch interpretiert werden und das ist bei einer unheilbaren Krankheit vielleicht ungünstig. Abgesehen davon, daß es illegal ist.

Alles Gute,

Chris

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Hallo Chris,

Hört sich aber nach (derzeit) inoperabel an.

Die Metastase ist ja durch die Chemo zurückgegangen. Daher wäre sie von der Größe her wohl operabel gewesen. Ich kenne aber die Lage nicht und weiß auch nichts über die sonstigen medizinischen Umstände.

Allerdings: Bei allem Verständnis für Deine Situation (mir
würde es wahrscheinlich erstmal genauso gehen), solltest Du
überlegen, evtl. einfach den Wunsch der Patientin zu
respektieren, so schwer wie das vielleicht momentan für Dich
ist.

Ich lebe schon seit zwei Jahren in dieser Ungewissheit. Sie sagt mir kaum etwas und ist wohl auch selbst kaum daran interessiert.

Das habe ich schon öfter bei Menschen in dieser Phase des Lebens :beobachtet.

Ich kenne die Phase nicht. Äußerlich geht es ihr gut, aber was ist innerlich? Ich möchte wissen, ob es eine Chance auf Heilung gibt und wie die Aussichten sind. Die Überlebensrate ist ja in diesem Fall nicht so positiv. Zum Glück hat sie aber kein Internetzugang und kann nur das glauben, was die Ärzte ihr sagen - ist wohl auch besser so. Nur ich hab den Internetzugang und mach mir halt meine Gedanken…

Wenn sie nicht will, daß jemand genau bescheid weiß über die
eigene Krankheit und Du mit aller Macht versuchst, doch etwas
rauszubekommen, könnte das als Vertrauensbruch interpretiert
werden und das ist bei einer unheilbaren Krankheit vielleicht
ungünstig. Abgesehen davon, daß es illegal ist.

Es ist ja wohl nicht illegal, wenn ich sie nach dem Bericht frage? Nein, mehr wollte ich nicht unternehmen, das ist doch quatsch. Wenn sie nicht will, dann nicht. Von alleine bittet sie mich eh nicht drum.

LG
Tato

Moin nochmal,

Hört sich aber nach (derzeit) inoperabel an.

Die Metastase ist ja durch die Chemo zurückgegangen. Daher
wäre sie von der Größe her wohl operabel gewesen. Ich kenne
aber die Lage nicht und weiß auch nichts über die sonstigen
medizinischen Umstände.

Keine Ahnung, kann man so nicht sagen. An der Leber verläuft zB auch die Hauptschlagader und die große Hohlvene. Wenn die Metastase da zB reinwächst, wird es sehr kompliziert.

Ich lebe schon seit zwei Jahren in dieser Ungewissheit. Sie
sagt mir kaum etwas und ist wohl auch selbst kaum daran
interessiert.

Das ist für viele eine Strategie, mit den Tatsachen fertig zu werden, auch wenn es für Außenstehende komisch erscheint. In solchen Situationen braucht man viel Fingerspitzengefühl und Geduld. Leider. Ich kann Dir da zB (kennst Du wahrscheinlich schon) das Buch von Elisabeth Kübler-Ross, „Interviews mit Sterbenden“ empfehlen.

Das habe ich schon öfter bei Menschen in dieser Phase des Lebens :beobachtet.

Ich kenne die Phase nicht. Äußerlich geht es ihr gut, aber was
ist innerlich?

Ich denke, daß ist zunächst einmal die wichtigste Frage.

Ich möchte wissen, ob es eine Chance auf
Heilung gibt und wie die Aussichten sind. Die Überlebensrate
ist ja in diesem Fall nicht so positiv.

Läßt sich nur schwer sagen, hängt von Ausbreitung, Lage der Metastasen , Art des Tumors, und der individuellen Konstitution des Patienten ab (ist also so nur schwer bis gar nicht sagen).

Zum Glück hat sie aber
kein Internetzugang und kann nur das glauben, was die Ärzte
ihr sagen - ist wohl auch besser so. Nur ich hab den
Internetzugang und mach mir halt meine Gedanken…

Wenn sie nicht will, daß jemand genau bescheid weiß über die
eigene Krankheit und Du mit aller Macht versuchst, doch etwas
rauszubekommen, könnte das als Vertrauensbruch interpretiert
werden und das ist bei einer unheilbaren Krankheit vielleicht
ungünstig. Abgesehen davon, daß es illegal ist.

Es ist ja wohl nicht illegal, wenn ich sie nach dem Bericht
frage? Nein, mehr wollte ich nicht unternehmen, das ist doch
quatsch. Wenn sie nicht will, dann nicht. Von alleine bittet
sie mich eh nicht drum.

Achso, dann hab ich das falsch verstanden, entschuldigung (c;

LG
Tato

Ciao, Chris

Ergänzung

… Ich kann Dir da zB (kennst Du wahrscheinlich
schon) das Buch von Elisabeth Kübler-Ross, „Interviews mit
Sterbenden“ empfehlen.

… bitte nicht falsch verstehen!
In diesem Buch sind sehr einfühlsam Mechanismen beschrieben, mit denen todkranke Patienten ihre Krankheit psychisch verarbeiten.

Gruß,

Chris

Es gibt die Möglichkeit einer zusätzlichen Behandlung mit Mikro-Immun-Therapie. Mehr Infos unter www.DeGeMit.de./www.degemit.org Lt. einer Studie (Veröffentlichung in östreichicher Fachzeitschrift PROMED komlementär vom März 2005)steigt die Überlebenschance mit dieser Zusatztherapie.