Hallo!
Unser Hund (13 Jahre alt, Russischer Terrier, Herz sehr fit, aber Arthrose) hat sich heute anscheinend schlecht gefühlt (nix essen/trinken, Rausgehen nur, als er unbedingt aufs Klo musste und Laufen fiel ihm schwer, ansonsten nur dagelegen und sich gar nicht gegen das Fellschneiden gewehrt, was er sonst immer macht), wurde dann in die Tierklinik gebracht. Dort wurde Folgendes festgestellt: sehr schlechte Blutwerte, Funktionsfähigkeit der Nieren stark eingeschränkt, Galle ist „ausgelaufen“, als Ursache wird entweder ein Lebertumor oder eine Infektion vermutet. Er hat ein Antibiotikum als Infusion bekommen, wurde geröntgt und morgen will die Ärztin schauen, ob es hilft - wenn nicht, ist es wohl ein Tumor.
Nach den Infusionen (Glucose, Vitamine und Antibiotikum) ging es ihm gleich etwas besser (hat danach sogar bissel rumgeknurrt, davor nur eine halbe Stunde lang auf dem Tisch beim Arzt ruhig dagelegen - würde er sonst nie tun!), zu Hause dann hat er sich hingelegt und versucht, den Kopf oben zu halten (was ihn aber sichtlich Mühe kostete), am Vormittag hingegen lag sein Kopf noch ständig auf dem Boden. Hat sich dann zum Schlafen hingelegt, die Schlafposition sah im Gegensatz zum Vormittag entspannt aus.
Wenn es ein Tumor ist - kann ein Hund in dem Alter und in dem Zustand noch operiert werden? Warum konnte die Ärztin das nicht aufgrund der Röntgenaufnahme eindeutig feststellen? Dass ausgelaufene Galle auf einen Zusammenhang mit der Leber hindeutet, ist mir verständlich. Aber warum sollen die Nieren dort hinein verwickelt sein? Und kann man annehmen, dass es ein gutes Zeichen war, dass es ihm danach etwas besser ging (hilft also das Antibiotikum) oder lag das nur an der Glucoseinfusion, welche er ebenfalls bekommen hat und die ihn etwas gestärkt hat?
Man muss ja bedenken, dass er nach dem Arztbesuch sowieso ganz schön müde gewesen sein muss und trotzdem schien er interessierter/entspannter… *sich an jede Hoffnung klammer*
Was meint ihr?
Grüße
von einer traurigen Anja
Es hat sich erledigt. Er musste heute eingeschläfert werden.
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Hallo,
habe bestürzt zuerst deine Beschreibungen zum gestrigen Tag gelesen und anschließend die traurige Nachricht über den Tod deines Hundes. Habe selbst zwei Hunde und jeder Hundehalter weiß, wie schmerzvoll solch ein Abschied sein kann. Es tut mir sehr leid! Für deinen Hund war es hoffentlich und ganz sicher eine Erlösung, vielleicht kannst du es auch so sehen. Aber ein leerer Hundeplatz ist grausam, ich weiß…
Liebe und wirklich mitfühlende Grüße,
Nina
Es hat sich erledigt. Er musste heute eingeschläfert werden.
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Hallo Nina,
danke für dein Mitgefühl.
Ja, es war ganz sicher eine Erlösung für ihn. Einst war er so jung und kräftig und heute früh konnte er nicht mal mehr laufen - die Hinterbeine machten nicht mehr mit. Die Infusion heute früh hatte wohl auch gar keinen Effekt mehr. Alles in allem ist es am besten so.
Es macht mich nur so fertig, dass ich nicht dabei sein konnte (ich wollte gerade heute zurück nach Berlin fahren, wo der Hund war!). Er hätte sich sicher so sehr gefreut, wenn er mich noch gesehen hätte. Und wenn ich so etwas hätte ahnen können, wäre ich um jeden Preis schon gestern hingefahren. Aber so konnte ich ihn nicht noch einmal sehen und knuddeln und auch er hat mich nicht mehr sehen können. Er war ja immer so traurig, wenn ich wieder wegfahren musste… Na ja, trotzdem, es wäre grausam gewesen, den Hund jetzt nur deshalb am Leben zu lassen, weil ich ihn unbedingt noch sehen wollte. Die Ärztin meinte, ein paar Tage hätte er noch leben können, aber er bräuchte jeden Tag diese Infusionen. Für einen Hund, der noch nicht einmal mehr laufen kann, wäre das nur noch reine Tortur gewesen. Ja, es ist gut so, dass er jetzt irgendwo hinter dem Regenbogen ist. *traurig lächel* Und wir werden ihn sicher nicht vergessen.
Noch mal danke für dein Posting, es hat mir etwas geholfen.
Traurige Grüße,
Anja
och nein…
Hallo Anja,
auch von mir mein herzlichstes Beileid. Auch ich habe erst letzten Sonntag mein Haustier (Zwergkaninchen) verloren.
Ich wünsche Dir viel Kraft. Lass dir Trauer raus, je mehr desto besser.
Mir half es, dass ich Lisa auf einem Tierfriedhof beigesetzt habe. Da kann ich sie besuchen. Vielleicht würde das auch Dir weiterhelfen.
Alles Gute für Dich
Oliver
Hallo, Anna:smile:
Es tut mir sehr leid für dich und für deinen treuen begleiter und ich drücke dich unbekannterweise!
Dass du nicht bei deinem hund sein konntest, dieses gefühl kenne ich:frowning:
Die hündin, die ich vor meinem jetztigen LAH* hatte, musste auch eingeschläfert werden, und ich war nicht dabei und daran habe ich lange gekiefelt. Ich hatte das gefühl, meine treue freundin um den letzten freundschaftsbeweis betrogen zu haben. Aber letztendlich wusste ich genau, dass es besser so für sie war!!!
Ich wünsche dir Kraft:smile:
jenny