Hallo
ich hoffe das richtige Brett erwischt zu haben.
Meine Frage:Wie lange darf ein erwachsener Mann kein Bier mehr trinken,bis es im Blut nicht mehr nachweisbar ist.(keine harten Sachen)
Danke
Hallo Rainer,
es gibt die Faustregel(!), daß pro h bei Männern ca. 0,1 Promill Blutalkohol abgebaut werden, bei Frauen ca. 0,08. Wenn Du also so gebechert hast, daß Du einen Blutalkoholspiegel von 1,2 Promill hast, braucht es ca. 12 h bis Du wieder bei Null bist (bzw. bei ca. 0,03 Promill, das ist der ‚natürliche‘ Blutalkoholspiegel).
Es macht übrigens so gut wie keinen Unterschied, ob Du Bier oder Schnaps trinkst.
Das eben gesagte gilt für den Alkohol! Es gibt aber auch Bestimmungen von sog. Metaboliten der Getränke. Die können ev. noch länger nachgewiesen werden, man kann sogar recht genau sagen, wann Du wieviel, wovon getrunken hast. Wichtig bei Alkoholbestimmungen um die Behauptung des sog. Nachtrunks zu wiederlegen. Das bedeutet, jemand hat ein Verkehrsvergehen begangen, ist aufgrund des Kennzeichens identifiziert worden und die Polizei sucht den Beschuldigten auf. Stellen Alkoholkonsum fest und lassen eine Blutprobe nehmen. Wenn ein zu hoher Spiegel festgestellt wird, behaupten einige, sie hätten aber erst zu hause ne halbe Flasche SChnaps getrunken, nachdem sie angekommen sind. Aufgrund der Analyse der Metabolite ist es dann aber nachweisbar, ob er die Wahrheit sagt oder nicht.
Wie lange diese Metabolite nachweisbar sind, kann ich allerdings nicht sagen.
Gandalf
Hallo Gandalf,
wenn ich Rainer richtig verstehe, dann geht es ihm eher um die die ‚verräterischen‘ Werte von GOT, GPT und insbesondere GGT (Gamma-Glutamyl-Transferase) und nicht um den Blutalkohol.
Bei GGT ist es so, daß man mindestens fünf bis sechs Wochen keinen Alkohol anrühren darf, um die Werte auf ein halbwegs normales Level zurückzubekommen.
Beste Grüße
Tessa
Bei GGT ist es so, daß man mindestens fünf bis sechs Wochen
keinen Alkohol anrühren darf, um die Werte auf ein halbwegs
normales Level zurückzubekommen.
Hallo,
Läßt sich das nicht über einen Hausarzt umgehen, der einen
die Einnahme irgendwelcher lebertoxischer Medikamente
bescheinigt ? Oder hat Alkohol einen spezifischen
„Fingerabdruck“ bzgl. GOT, GGT etc. ?
Gruss
Enno
Hallo Enno,
natürlich könnte Dir der Doc auch etwas anderes bescheinigen. Allerdings nützt Dir das wenig, wenn ein schlaues Kerlchen auf die Idee kommt, auch die MCV-Werte (mittleres corpusculäres Erythrozytenvolumen) zu checken. Der ist nämlich auch noch Monate, nachdem man das Trinken aufgegeben hat, deutlich erhöht.
Viele Grüße
Tessa
Hi Tessa,
wenn ich Rainer richtig verstehe, dann geht es ihm eher um die
die ‚verräterischen‘ Werte von GOT, GPT und insbesondere GGT
(Gamma-Glutamyl-Transferase) und nicht um den Blutalkohol.
wenns darum ging, hab ich Rainer wirklich falsch verstanden.
Allerdings hab ich Beispiele erlebt (Rainer hat ja ausdrücklich darauf hingewiesen; keine harten Sachen), wo Alkoholiker, die allerdings nur Bier und/oder Wein getrunken haben (das aber nicht zu knapp) bei der Eingangsuntersuchung fast normale GPT, GGT und GOT Werte hatten. Von daher ist es also nicht immer so, daß kräftiger Genuß von ALk die Leberwerte nach oben ziehen muß.
Gandalf
Hallöle noch einmal,
wenns darum ging, hab ich Rainer wirklich falsch verstanden.
Ich stieg auf die Leberwerte ein, weil Rainer halt explizit nach diesen fragte; so verstand ich die Frage zumindestens. Der Blutalkoholwert wird ja nicht anhand der Leberwerte bestimmt, gell?
Allerdings hab ich Beispiele erlebt (Rainer hat ja
ausdrücklich darauf hingewiesen; keine harten Sachen), wo
Alkoholiker, die allerdings nur Bier und/oder Wein getrunken
haben (das aber nicht zu knapp) bei der Eingangsuntersuchung
fast normale GPT, GGT und GOT Werte hatten. Von daher ist es
also nicht immer so, daß kräftiger Genuß von ALk die
Leberwerte nach oben ziehen muß.
Da hast Du hundertprozentig recht. Als ich mich noch in medizinischen Kreisen herumgetrieben habe, habe ich auch Leute gesehen, die noch nie einen Tropfen Alk in ihrem Leben zu sich genommen haben und trotzdem mit einer gGT im vierstelligen (!!!) Bereich aufwarten konnten. Es gibt genügend Krankheiten, die zu solch hohen Werten führen können: Diabetes, Hepatitis, Leberzirrhose (die muß ja nicht zwangsläufig vom 'Darauf ‚n Gläschen!‘ herrühren *fg*), bestimmte Stoffwechselerkrankungen, Gallensteine, Herzkrankheiten, Tumore, etc. Deswegen erwähnte ich auch die anderen - für sich allein nicht unbedingt für Alkoholismus typischen - Werte. Die Kombination macht’s.
Was die von Dir erwähnten normalen Werte angeht. Normale Werte sind durchaus drin, wenn Du zum Beispiel einen sogenannten Epsilon-Alkoholiker erwischst. Diese Herrschaften geraten plötzlich in eine Krise, betrinken sich ein paar Tage lang bis zur Besinnungslosigkeit und trinken dann wochen- oder monatelang kaum oder gar nichts, bis halt die nächste Krise kommt. Daß Du bei solchen Leuten normale Leberwerte diagnostizierst, ist klar. Nur: auch ein solcher Mensch ist Alkoholiker.
Beste Grüße
Tessa
Die Welt ist ja so schlecht
(oT)
.