LED Blitz Schaltung

Hallo,

ich würde gerne eine bzw. eine Reihe von Leuchtdioden als Blitz nutzen. Eine entsprechende Industrie-CCD Kamera und die Leuchtdioden werden dabei über einen Triggerimpuls synchron ausgelöst. Es gibt solche geflashten LED-Barren zwar zu kaufen, aber das ist recht teuer.
Das Prinzip ist, die Leuchtdioden für eine kurze einstellbare Zeit (Mikro bis Millisekunden) mit vielfachem Überstrom zu betreiben, aber eben sehr kurz (kleiner Duty-Cycle). Sinn des Ganzen ist eine Fremdlichtunempfindlichkeit bei der Aufnahme durch das Gating-Prinzip.

So eine Schaltung kann nicht so sehr kompliziert sein, aber ich bin kein Elektronik-Guru. Im Prinzip ist es wohl eine Quelle für kurze Konstantstrompulse? Weiß hier jemand etwas? Jeder Hinweis oder Link ist mir nützlich.

Danke und Gruß
Moriarty

Naja, 50mA je LED, immer eine jeweils mit vorwiderstand an 5V.
An/Aus mit Mosfet und nem 555-Timer…

Hallo,

Das Prinzip ist, die Leuchtdioden für eine kurze einstellbare
Zeit (Mikro bis Millisekunden) mit vielfachem Überstrom zu

Normal kann der Lichtimpuls länger als die Verschlusszeit sein.
So etxrem kurze Impulse sollten also nicht nötig sein.

betreiben, aber eben sehr kurz (kleiner Duty-Cycle). Sinn des
Ganzen ist eine Fremdlichtunempfindlichkeit bei der Aufnahme
durch das Gating-Prinzip.
So eine Schaltung kann nicht so sehr kompliziert sein, aber
ich bin kein Elektronik-Guru. Im Prinzip ist es wohl eine
Quelle für kurze Konstantstrompulse? Weiß hier jemand etwas?
Jeder Hinweis oder Link ist mir nützlich.

Ich würde dafür erstmal moderne Hochleistungs-LED empfehlen.
z.B. die XR-E7090-Serie von Cree. Deren Format läßt sich auch noch
ganz gut verarbeiten.
http://uwiatwerweisswas.dyndns.org/Uwi/LED_LAMPEN/XL…
Gibt es mit hoher Lichtausbeute für ca.3€ das Stück.

Im einfachsten Fall lädt man nur einen Elko auf und entlädt diesen
über einen definierten Vorwiderstand mit einem Impuls.
Blitzröhren funktionieren ja eigentlich genauso.

Der Vorwiderstand wird so eingestellt, das der Stromimpuls die LED
gerade noch nicht zerstört, ca. 3…5A sollten möglich sein, evtl.
noch mehr. Da es für solche Anwendungen eh keine techn. Daten gibt und
es weit über den Parametern für normalen DC-Betrieb liegt, kann man
so was nur ausprobieren. Wenn die LED durch Stromimpuls sterben, wieder
30-50% zurück gehen. Kann auch sein, das ab einem bestimmten Strom
Sättigungseffekte eintreten und es bei weiterer Stromerhöhung nicht
mehr heller wird.

Die Ladespannung kann variabel gehalten werden um damit die Helligkeit
des Blitzes zu steuern.
Die Entladung erfolgt dann natürlich als e-Funktion, aber das ist
normal egal, weil sowieso die integrale Lichtmenge entscheidend ist.

Da die Helligkeit exponentiell abfällt, macht der „Schwanz“ hinten dran
zwar ein gewisses Nachleuchten, aber das dürfte auch kaum stören, weil
dessen Helligkeit eben schnell abfällt.

Man kann natürlich auch eine richtigen Stromquelle machen, was auch nicht
übermäßig aufwendig ist.
z.B. so wie hier rechts oben:
http://uwiatwerweisswas.dyndns.org/Uwi/ELEKTRONIK/LE…
Gruß Uwi

Naja, 50mA je LED, immer eine jeweils mit vorwiderstand an 5V.
An/Aus mit Mosfet und nem 555-Timer…

Ja, so hat man das im 15Jh. gemacht :wink:
Gruß Uwi

Hallo Uwi,

Das Prinzip ist, die Leuchtdioden für eine kurze einstellbare
Zeit (Mikro bis Millisekunden) mit vielfachem Überstrom zu

Normal kann der Lichtimpuls länger als die Verschlusszeit
sein.
So etxrem kurze Impulse sollten also nicht nötig sein.

Kommt ganz darauf an was man machen will.

Man kann die Belichtung über den Verschluss (Blitz länger als Verschlusszeit) oder den Blitz (Verschlusszeit länger als Blitzdauer) regeln.

MfG Peter(TOO)

Hallo,

So was hat ELEKTOR als Ringblitz für Makrofotografie im Heft Februar 2008 beschrieben, als Spannungsquelle wurde dort ein Ladeteil aus Einweg-Kameras mit eingebautem Blitz vorgeschlagen und mit zusätzlicher Steuerung ergänzt.

Es grüßt

Der Daimio

Hallo,

Das Prinzip ist, die Leuchtdioden für eine kurze einstellbare
Zeit (Mikro bis Millisekunden) mit vielfachem Überstrom zu

Normal kann der Lichtimpuls länger als die Verschlusszeit
sein.
So etxrem kurze Impulse sollten also nicht nötig sein.

betreiben, aber eben sehr kurz (kleiner Duty-Cycle). Sinn des
Ganzen ist eine Fremdlichtunempfindlichkeit bei der Aufnahme
durch das Gating-Prinzip.
So eine Schaltung kann nicht so sehr kompliziert sein, aber
ich bin kein Elektronik-Guru. Im Prinzip ist es wohl eine
Quelle für kurze Konstantstrompulse? Weiß hier jemand etwas?
Jeder Hinweis oder Link ist mir nützlich.

Ich würde dafür erstmal moderne Hochleistungs-LED empfehlen.
z.B. die XR-E7090-Serie von Cree. Deren Format läßt sich auch
noch
ganz gut verarbeiten.
http://uwiatwerweisswas.dyndns.org/Uwi/LED_LAMPEN/XL…
Gibt es mit hoher Lichtausbeute für ca.3€ das Stück.

Im einfachsten Fall lädt man nur einen Elko auf und entlädt
diesen
über einen definierten Vorwiderstand mit einem Impuls.
Blitzröhren funktionieren ja eigentlich genauso.

Der Vorwiderstand wird so eingestellt, das der Stromimpuls die
LED
gerade noch nicht zerstört, ca. 3…5A sollten möglich sein,
evtl.
noch mehr. Da es für solche Anwendungen eh keine techn. Daten
gibt und
es weit über den Parametern für normalen DC-Betrieb liegt,
kann man
so was nur ausprobieren. Wenn die LED durch Stromimpuls
sterben, wieder
30-50% zurück gehen. Kann auch sein, das ab einem bestimmten
Strom
Sättigungseffekte eintreten und es bei weiterer Stromerhöhung
nicht
mehr heller wird.

Von dieser Methode würd ich mal abraten! Lieber LEDs verwenden, für die man auch ein Datenblatt vom Hersteller downloaden kann und da stehen sehr wohl oft Angaben zum Flashbetrieb drin (ggf. auch, dass gar kein Flashbetrieb ratsam ist). Wichtig ist der Maximalstroms im Flashbetrieb, meistens in irgendeiner Abhängigkeit vom Dutycycle angegeben.

Die Ladespannung kann variabel gehalten werden um damit die
Helligkeit
des Blitzes zu steuern.
Die Entladung erfolgt dann natürlich als e-Funktion, aber das
ist
normal egal, weil sowieso die integrale Lichtmenge
entscheidend ist.

Da die Helligkeit exponentiell abfällt, macht der „Schwanz“
hinten dran
zwar ein gewisses Nachleuchten, aber das dürfte auch kaum
stören, weil
dessen Helligkeit eben schnell abfällt.

Ehmm! Nicht schön, Die Helligkeit über die (Lade-)spannung zu regeln ist bei einer LED eher kritisch. Besser ist es, einen entsprechend hohen (möglichst) konstanten Strom zu organisieren und diesen nur für eine definiert kurze Zeit einzuschalten. Wenn die Spannungsquelle den entsprechenden Strom hergibt, ist es am einfachsten nur für einen kurzen Impuls mit einem Leistungstransistor die LED (mit Vorwiderstand) einzuschalten, die Pulsdauer und damit Helligkeit kann dabei über einen Timer (oder eleganter aber schwieriger mittels Mikrocontroller) eingestellt werden. Da sollte man aber auch eine Schutzschaltung vor Dauerbestromung der LED mit dem überhöhten Strom nicht vergessen!
Bei einer schwachbrüstigen Spannungsquelle würd ich dann auch auf einen Elko als Puffer zurückgreifen, aber auch die Einschaltdauer wie oben regeln. Den Elko dabei eher so auslegen, dass er nach einem Puls nicht voll entladen ist, sondern noch (aus dem Bauch raus gesagt) min 60% Restladung hat, dann kann schneller wieder ein neuer Flash erzeugt werden (Natürlich muss die Spannungsquelle auch die Energie für die Nachladung aufbringen können).

Man kann natürlich auch eine richtigen Stromquelle machen, was
auch nicht
übermäßig aufwendig ist.
z.B. so wie hier rechts oben:
http://uwiatwerweisswas.dyndns.org/Uwi/ELEKTRONIK/LE…
Gruß Uwi

Soweit mein Senf zu der Sache
Gruß
Passenger1966

Hallo,

Im einfachsten Fall lädt man nur einen Elko auf und entlädt
diesen über einen definierten Vorwiderstand mit einem Impuls.
Blitzröhren funktionieren ja eigentlich genauso.
Der Vorwiderstand wird so eingestellt, das der Stromimpuls die
LED gerade noch nicht zerstört, ca. 3…5A sollten möglich sein,
evtl. noch mehr. Da es für solche Anwendungen eh keine techn. Daten gibt
und es weit über den Parametern für normalen DC-Betrieb liegt,
kann man so was nur ausprobieren.

Von dieser Methode würd ich mal abraten! Lieber LEDs
verwenden, für die man auch ein Datenblatt vom Hersteller
downloaden kann und da stehen sehr wohl oft Angaben zum
Flashbetrieb drin (ggf. auch, dass gar kein Flashbetrieb ratsam ist).

Dann gebe doch mal einen konkreten Typ mit Datenblatt an, wo so was
mit drin steht! Die meisten Hochleistungs-LED sind für Beleuchtungszwecke
gedacht und man findet da kaum Daten zum Impulsbetrieb.
Die genannten LED von Cree sind erstklassige LED, aber in den Datasheets
werden nur DC-Werte genannt. Bei Luxeon ist es nicht anders.
Luxeon bietet aber sogar Flash-LED an, aber genau zu diesen ist gar
kein Datenblatt zu finden. Auerdem sind diese nicht unbedingt die besten
LED, die man bekommen kann (ist nur Billikram für den Konsumermarkt).

Wichtig ist der Maximalstroms im Flashbetrieb,
meistens in irgendeiner Abhängigkeit vom Dutycycle angegeben.

Ja wenn du meist? Geben mal konkrete Typen und Daten.

Die Ladespannung kann variabel gehalten werden um damit die
Helligkeit des Blitzes zu steuern.

Ehmm! Nicht schön, Die Helligkeit über die (Lade-)spannung zu
regeln ist bei einer LED eher kritisch.

Wo ist das Problem? Die Spannung hat über den Vorwiderstand auch nur
einen entsprechenden Strom zur Folge.
Außerdem habe ich oben ja schon geschrieben, dass es eine sehr
einfache Variante ist.
Die Anfrage läßt vermuten, dass der Fragesteller kein Elektronikprofi
ist. Eine exakte Steuerung der Einschaltdauer ist deutlich aufwendiger,
als eine einfach Steuerung der Ladespannung.

Besser ist es, einen entsprechend hohen (möglichst) konstanten Strom zu
organisieren und diesen nur für eine definiert kurze Zeit
einzuschalten.

Ja, besser ist es, habe ich ja auch unten beschrieben.
Die Dynamikprobleme einer Schaltung im Bereich von einigen us sind
aber für Laien auch kein triviales Problem.

Wenn die Spannungsquelle den entsprechenden Strom hergibt,

Bei einem LED-Array mit einer Stromaufnahme von z.B. 100A ist es
natürlich sehr sinnvoll, dafür eine 50A-Stromversorgung bereit
zustellen, nicht wahr?

ist es am einfachsten nur für einen kurzen
Impuls mit einem Leistungstransistor die LED (mit
Vorwiderstand) einzuschalten, die Pulsdauer und damit
Helligkeit kann dabei über einen Timer

Na wenn schon, dann eher ein Monoflop

(oder eleganter aber schwieriger mittels Mikrocontroller)
eingestellt werden.
Da sollte man aber auch eine Schutzschaltung vor Dauerbestromung
der LED mit dem überhöhten Strom nicht vergessen!
Bei einer schwachbrüstigen Spannungsquelle würd ich dann auch
auf einen Elko als Puffer zurückgreifen,

Das macht in jedem Fall Sinn, weil selbst bei ms-Impulsen der
Dutycycle immer noch mind. 100…1000 sein wird.

aber auch die Einschaltdauer wie oben regeln.

Geregelt wird da gar nix.

Den Elko dabei eher so auslegen, dass er nach einem Puls nicht voll
entladen ist, sondern noch (aus dem Bauch raus gesagt) min 60% Restladung
hat, dann kann schneller wieder ein neuer Flash erzeugt werden

Ob man einen kleineren Elko von Null auf 100% auflädt, oder einen
größeren von 60% auf 100% macht keinen großen Unterschied.
Es muß mind. die Ladung wieder rein, die beim nächsten Blitz
verbraten werden soll.
Gruß Uwi

Guten Tag,

Hallo,

Im einfachsten Fall lädt man nur einen Elko auf und entlädt
diesen über einen definierten Vorwiderstand mit einem Impuls.
Blitzröhren funktionieren ja eigentlich genauso.
Der Vorwiderstand wird so eingestellt, das der Stromimpuls die
LED gerade noch nicht zerstört, ca. 3…5A sollten möglich sein,
evtl. noch mehr. Da es für solche Anwendungen eh keine techn. Daten gibt
und es weit über den Parametern für normalen DC-Betrieb liegt,
kann man so was nur ausprobieren.

Von dieser Methode würd ich mal abraten! Lieber LEDs
verwenden, für die man auch ein Datenblatt vom Hersteller
downloaden kann und da stehen sehr wohl oft Angaben zum
Flashbetrieb drin (ggf. auch, dass gar kein Flashbetrieb ratsam ist).

Dann gebe doch mal einen konkreten Typ mit Datenblatt an, wo
so was
mit drin steht! Die meisten Hochleistungs-LED sind für
Beleuchtungszwecke
gedacht und man findet da kaum Daten zum Impulsbetrieb.
Die genannten LED von Cree sind erstklassige LED, aber in den
Datasheets
werden nur DC-Werte genannt. Bei Luxeon ist es nicht anders.
Luxeon bietet aber sogar Flash-LED an, aber genau zu diesen
ist gar
kein Datenblatt zu finden. Auerdem sind diese nicht unbedingt
die besten
LED, die man bekommen kann (ist nur Billikram für den
Konsumermarkt).

Wichtig ist der Maximalstroms im Flashbetrieb,
meistens in irgendeiner Abhängigkeit vom Dutycycle angegeben.

Ja wenn du meist? Geben mal konkrete Typen und Daten.

Mach ich doch gerne: z.B. der von Dir genannte LED Typ von Cree. Datenblatt des Herstellers (http://www.cree.com/products/pdf/XLamp7090XR-E.pdf)
Seite 4, Tabelleneintrag:
DC pulse current(@1kHz, 10% duty cycle) : 1,8A

Die Ladespannung kann variabel gehalten werden um damit die
Helligkeit des Blitzes zu steuern.

Ehmm! Nicht schön, Die Helligkeit über die (Lade-)spannung zu
regeln ist bei einer LED eher kritisch.

Wo ist das Problem? Die Spannung hat über den Vorwiderstand
auch nur
einen entsprechenden Strom zur Folge.
Außerdem habe ich oben ja schon geschrieben, dass es eine sehr
einfache Variante ist.
Die Anfrage läßt vermuten, dass der Fragesteller kein
Elektronikprofi
ist. Eine exakte Steuerung der Einschaltdauer ist deutlich
aufwendiger,
als eine einfach Steuerung der Ladespannung.

Besser ist es, einen entsprechend hohen (möglichst) konstanten Strom zu
organisieren und diesen nur für eine definiert kurze Zeit
einzuschalten.

Ja, besser ist es, habe ich ja auch unten beschrieben.
Die Dynamikprobleme einer Schaltung im Bereich von einigen us
sind
aber für Laien auch kein triviales Problem.

Wenn die Spannungsquelle den entsprechenden Strom hergibt,

Bei einem LED-Array mit einer Stromaufnahme von z.B. 100A ist
es
natürlich sehr sinnvoll, dafür eine 50A-Stromversorgung bereit
zustellen, nicht wahr?

Tschuldigung, wußte ja nicht, dass da an 100A gedacht wird! Der Fragesteller erwähnte eine CCD-Industriekamera. Das hörte sich für mich nach einer stationären Applikation an, und ein Netzteil mit
3-5 A Ausgangsstrom ist jetzt auch nicht so exotisch. Nimmt man das mit z.B. 24V, dann kann man auch noch einige LEDs in Reihe schalten.

ist es am einfachsten nur für einen kurzen
Impuls mit einem Leistungstransistor die LED (mit
Vorwiderstand) einzuschalten, die Pulsdauer und damit
Helligkeit kann dabei über einen Timer

Na wenn schon, dann eher ein Monoflop

gerne auch das…

(oder eleganter aber schwieriger mittels Mikrocontroller)
eingestellt werden.
Da sollte man aber auch eine Schutzschaltung vor Dauerbestromung
der LED mit dem überhöhten Strom nicht vergessen!
Bei einer schwachbrüstigen Spannungsquelle würd ich dann auch
auf einen Elko als Puffer zurückgreifen,

Das macht in jedem Fall Sinn, weil selbst bei ms-Impulsen der
Dutycycle immer noch mind. 100…1000 sein wird.

aber auch die Einschaltdauer wie oben regeln.

Geregelt wird da gar nix.

Man entschuldige meine Wortwahl, ich meine natürlich: steuern

Den Elko dabei eher so auslegen, dass er nach einem Puls nicht voll
entladen ist, sondern noch (aus dem Bauch raus gesagt) min 60% Restladung
hat, dann kann schneller wieder ein neuer Flash erzeugt werden

Ob man einen kleineren Elko von Null auf 100% auflädt, oder
einen
größeren von 60% auf 100% macht keinen großen Unterschied.
Es muß mind. die Ladung wieder rein, die beim nächsten Blitz
verbraten werden soll.

Das stimmt! Die Energie muss rangeschafft werden, das hatte ich auch so gesagt.
Wenn ich aber mal Deinen kleineren Elko nehme, der zu 100% geladen werden soll, dann hatte ich das so verstanden, dass dieser Elko beim Blitz zuvor zu 100% entladen worden sein soll. Und genau das ist das Problem: eine LED ist keine Blitzröhre. Eine Blitzröhre braucht eine hohe Zündspannung und ist danach niederohmig, kann also einen Elko richtig schön leer saugen.
Wenn ich eine LED flashen will, dann kann ich das nicht so machen, dass nach dem Blitz der Elko leer ist, weil dann schon während des Blitzes der LED Strom und damit die Helligkeit heftig abfällt. Ich muss den ELKO mindestens so dimensionieren, dass ich während der gesamten Blitzdauer einigermaßen hohen Strom habe (und das bedeutet eben, den Kondensator nicht so heftig zu entladen).

Gruß

Passenger1966

Hallo,

Mach ich doch gerne: z.B. der von Dir genannte LED Typ von
Cree. Datenblatt des Herstellers
(http://www.cree.com/products/pdf/XLamp7090XR-E.pdf)
Seite 4, Tabelleneintrag:
DC pulse current(@1kHz, 10% duty cycle) : 1,8A

Ah ja, habe ich glatt übersehen :-?)
Für deutlich kürzere Impulse und weit höhere Dutycycle ist das aber
leider auch wenig aussagekräftig.
Eine richtige Grafik, wie es so was z.B. für diverse Dioden gibt,
ist leider nicht zu haben.

Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, das man den Power-LED noch
durchaus einiges mehr zumuten kann, als der Hersteller angibt.
Die XR-E7090-Serie kann man auch bei guter Kühlung locker bei
deutlich über 1A laufen lassen. Bis an ca. 2A können die kurzzeitig
auch im DC-Betrieb ab.
Klar, die Lebensdauer wird dann leiden bzw. wird die LED schneller altern.

natürlich sehr sinnvoll, dafür eine 50A-Stromversorgung bereit
zustellen, nicht wahr?

Tschuldigung, wußte ja nicht, dass da an 100A gedacht wird!

Naja, wenn man einen richtigen Flash haben will, dann wird man wohl
nicht bei einer LED bleiben. Mit Blitzröhren erreicht man
Leistungen im kW-Bereich. Eine LED bringt ja auch höchstens
Lichtleistungen im Bereich von paar hundert mW.
Moriarty hat ja auch von LED-Bar und kleinem Dutycykle geschrieben.
-> Flashimpulse von us bis ms. Mehr weiß ich ja auch nicht.

Wenn ich aber mal Deinen kleineren Elko nehme, der zu 100%
geladen werden soll, dann hatte ich das so verstanden, dass
dieser Elko beim Blitz zuvor zu 100% entladen worden sein soll.

Oder zumindest annähernd. Eine gewisse Restspannung hat nur einen
geringen Einfluss auf das Ergebnis.

Und genau das ist das Problem: eine LED ist keine
Blitzröhre. Eine Blitzröhre braucht eine hohe Zündspannung und
ist danach niederohmig, kann also einen Elko richtig schön leer saugen.

Ja schon, ist doch aber egal.
Die LED ist auch sehr niederohmig und der max. Strom wird durch den
Vorwiderstand bestimmt.

Wenn ich eine LED flashen will, dann kann ich das nicht so
machen, dass nach dem Blitz der Elko leer ist, weil dann schon
während des Blitzes der LED Strom und damit die Helligkeit
heftig abfällt.

Richtig. Das habe ich ja auch geschrieben.
Ich sehe darin aber keinen Hinderungsgrund.

Kommt natürlich auch die konkreten Ansprüche und Randbedingungen an,
aber letztlich ist die integrale Lichtmenge in einen Flash
entscheidend. Wie die Signalform dazu ist, spielt IMHO keine so
wesentliche Rolle. Auch bei der Blitzlampe ist der Flash
nicht konstant in der Helligkeit, sondern Anhängig vom Strom und
der fällt mit der Entladung des Elkos ebenso.

Eine Konstantstromquelle ist natürlich immer eleganter, aber die
primitive Variante mit Elko, Vorwiderstand, LED und einem
Leistungstransistor ist an Einfachheit kaum zu unterbieten.
Diese Lösung hat auch den Vorteil, dass keine Schutzschaltung für
evtl. DC-Betrieb nötig ist, weil die Stromversorgung nur einen recht
geringen Strom liefern muss.

Ich muss den ELKO mindestens so
dimensionieren, dass ich während der gesamten Blitzdauer
einigermaßen hohen Strom habe (und das bedeutet eben, den
Kondensator nicht so heftig zu entladen).

Und wo ist das Problem, wenn die Entladung entsprechend e-Funktion
stattfindet. Klar, hinten dran kommt ein „Schwanz“, wo die LED
mit geringerem Strom nach leuchtet. Die Hauptenergiemenge steckt aber
in dem kurzen Spitzen-Stromimpuls nach dem Einschalten.
Außerdem kann man das Nachleuchten auch unterdrücken, indem man
den Transistor nach gewisser Zeit wieder ausschaltet.
Wenn man einen FET mit recht hohem Ugs nimmt, dann kann man das
Ausschalten sogar in Abhängigkeit von der Elkospannung machen,
wenn man diese auch gleich als Quelle für die Impulssteuerung nimmt.

Der große Vorteil dieser Idee ist immer noch, dass die sehr einfach
ist und man die Energiemenge für den Flash einfach durch die Ladespannung
des Elkos festlegen kann, was IMHO selbst Laien .leicht hin bekommen
sollten.
Gruß Uwi

Guten Tag,

Hallo,

Mach ich doch gerne: z.B. der von Dir genannte LED Typ von
Cree. Datenblatt des Herstellers
(http://www.cree.com/products/pdf/XLamp7090XR-E.pdf)
Seite 4, Tabelleneintrag:
DC pulse current(@1kHz, 10% duty cycle) : 1,8A

Ah ja, habe ich glatt übersehen :-?)
Für deutlich kürzere Impulse und weit höhere Dutycycle ist das
aber
leider auch wenig aussagekräftig.
Eine richtige Grafik, wie es so was z.B. für diverse Dioden
gibt,
ist leider nicht zu haben.

Ja stimmt ja, ist aber auch für den Hersteller schwierig, dort irgendwelche Kennlinienscharen zu erstellen, weil es eben auch sehr verscheidene Anwendungen gibt. Da kann man ein konstantes Puls/Pauseverhältnis im Dauerbetrieb haben oder aber eine Reihe von Pulsen abschießen und danach dann eine längere Pause einlegen.
Dass man dann, wenn man das absolute Maximum rauskitzeln will experimentieren muss ist richtig.
Zumindest gibt dieser Wert aber eine recht gute Orientierung und man kann dann auch mal die Pulsenergie ausrechnen und dann davon ausgehend variieren. Was mir sauer aufgestoßen war, war Dein erster Tip nach der Methode ‚Hau mal irgendeinen Strom drauf und wenn’s qualmt dreh den Strom zurück‘
Da wird man dann nämlich von Mr. Murphy bei der ersten unpassenden Gelegenheit eindeutig darauf aufmerksam gemacht werden, dass man den Strom leider doch noch nicht weit genug zurückgedreht hat …

Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, das man den
Power-LED noch
durchaus einiges mehr zumuten kann, als der Hersteller angibt.
Die XR-E7090-Serie kann man auch bei guter Kühlung locker bei
deutlich über 1A laufen lassen. Bis an ca. 2A können die
kurzzeitig
auch im DC-Betrieb ab.
Klar, die Lebensdauer wird dann leiden bzw. wird die LED
schneller altern.

Ja stimmt, aber es kommt immer auch extrem draufan was man machen will. Der Fragesteller erwähnte eine CCD-Industriekamera und da denk ich dann schon auch an professionelle Anwendungen und da muß ich einfach viel mehr Sicherheitsreserve einbauen als wenn ich irgendwas für Fun bastel.

natürlich sehr sinnvoll, dafür eine 50A-Stromversorgung bereit
zustellen, nicht wahr?

Tschuldigung, wußte ja nicht, dass da an 100A gedacht wird!

Naja, wenn man einen richtigen Flash haben will, dann wird man
wohl
nicht bei einer LED bleiben. Mit Blitzröhren erreicht man
Leistungen im kW-Bereich. Eine LED bringt ja auch höchstens
Lichtleistungen im Bereich von paar hundert mW.
Moriarty hat ja auch von LED-Bar und kleinem Dutycykle
geschrieben.
-> Flashimpulse von us bis ms. Mehr weiß ich ja auch nicht.

Na ja, die LEDs sind natürlich schon verlockend, weil deutlich einfacher zu steuern. Gibt übrigens für Handycameras fertige Bausteine zum Flashen einer LED, die sind aber auch alle im Bereich kleiner 2A unterwegs.

Wenn ich aber mal Deinen kleineren Elko nehme, der zu 100%
geladen werden soll, dann hatte ich das so verstanden, dass
dieser Elko beim Blitz zuvor zu 100% entladen worden sein soll.

Oder zumindest annähernd. Eine gewisse Restspannung hat nur
einen
geringen Einfluss auf das Ergebnis.

Und genau das ist das Problem: eine LED ist keine
Blitzröhre. Eine Blitzröhre braucht eine hohe Zündspannung und
ist danach niederohmig, kann also einen Elko richtig schön leer saugen.

Ja schon, ist doch aber egal.
Die LED ist auch sehr niederohmig und der max. Strom wird
durch den
Vorwiderstand bestimmt.

Wenn ich eine LED flashen will, dann kann ich das nicht so
machen, dass nach dem Blitz der Elko leer ist, weil dann schon
während des Blitzes der LED Strom und damit die Helligkeit
heftig abfällt.

Richtig. Das habe ich ja auch geschrieben.
Ich sehe darin aber keinen Hinderungsgrund.

Kommt natürlich auch die konkreten Ansprüche und
Randbedingungen an,
aber letztlich ist die integrale Lichtmenge in einen Flash
entscheidend. Wie die Signalform dazu ist, spielt IMHO keine
so
wesentliche Rolle. Auch bei der Blitzlampe ist der Flash
nicht konstant in der Helligkeit, sondern Anhängig vom Strom
und
der fällt mit der Entladung des Elkos ebenso.

Eine Konstantstromquelle ist natürlich immer eleganter, aber
die
primitive Variante mit Elko, Vorwiderstand, LED und einem
Leistungstransistor ist an Einfachheit kaum zu unterbieten.
Diese Lösung hat auch den Vorteil, dass keine Schutzschaltung
für
evtl. DC-Betrieb nötig ist, weil die Stromversorgung nur einen
recht
geringen Strom liefern muss.

Ich muss den ELKO mindestens so
dimensionieren, dass ich während der gesamten Blitzdauer
einigermaßen hohen Strom habe (und das bedeutet eben, den
Kondensator nicht so heftig zu entladen).

Und wo ist das Problem, wenn die Entladung entsprechend
e-Funktion
stattfindet. Klar, hinten dran kommt ein „Schwanz“, wo die LED
mit geringerem Strom nach leuchtet. Die Hauptenergiemenge
steckt aber
in dem kurzen Spitzen-Stromimpuls nach dem Einschalten.
Außerdem kann man das Nachleuchten auch unterdrücken, indem
man
den Transistor nach gewisser Zeit wieder ausschaltet.
Wenn man einen FET mit recht hohem Ugs nimmt, dann kann man
das
Ausschalten sogar in Abhängigkeit von der Elkospannung machen,
wenn man diese auch gleich als Quelle für die Impulssteuerung
nimmt.

Der große Vorteil dieser Idee ist immer noch, dass die sehr
einfach
ist und man die Energiemenge für den Flash einfach durch die
Ladespannung
des Elkos festlegen kann, was IMHO selbst Laien .leicht hin
bekommen
sollten.

Ja, grundsätzlich haste Recht. Da der Fragesteller die CCD-Industriekamera erwähnte, hab ich halt irgendwie die Applikation vor Augen, wo bewegte Teile angeflasht werden sollen (wenn ich nur irgendwas statisches ansehen will, dann kann ich mir die Flasherei sparen und belichte halt länger). Bei dieser Anwendung will ich natürlich Bewegungsunschärfe durch eine kurze Belichtungszeit unterdrücken. Und dann will ich halt in der kurzen Belichtungszeit auch ‚volle Power‘ haben. Deshalb meine Überlegung, mit einem ‚großen‘ Elko viel Energie vorzuhalten. Was sicherlich gar keinen Sinn macht ist, nach erfolgter Belichtung den Elko noch einfach leer laufen zu lassen, das heizt nur die LED auf und verschwendet Energie, die ich erst wieder in den Elko bringen muss.

Gruß
Passenger1966