Hallo,
Mach ich doch gerne: z.B. der von Dir genannte LED Typ von
Cree. Datenblatt des Herstellers
(http://www.cree.com/products/pdf/XLamp7090XR-E.pdf)
Seite 4, Tabelleneintrag:
DC pulse current(@1kHz, 10% duty cycle) : 1,8A
Ah ja, habe ich glatt übersehen :-?)
Für deutlich kürzere Impulse und weit höhere Dutycycle ist das aber
leider auch wenig aussagekräftig.
Eine richtige Grafik, wie es so was z.B. für diverse Dioden gibt,
ist leider nicht zu haben.
Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, das man den Power-LED noch
durchaus einiges mehr zumuten kann, als der Hersteller angibt.
Die XR-E7090-Serie kann man auch bei guter Kühlung locker bei
deutlich über 1A laufen lassen. Bis an ca. 2A können die kurzzeitig
auch im DC-Betrieb ab.
Klar, die Lebensdauer wird dann leiden bzw. wird die LED schneller altern.
natürlich sehr sinnvoll, dafür eine 50A-Stromversorgung bereit
zustellen, nicht wahr?
Tschuldigung, wußte ja nicht, dass da an 100A gedacht wird!
Naja, wenn man einen richtigen Flash haben will, dann wird man wohl
nicht bei einer LED bleiben. Mit Blitzröhren erreicht man
Leistungen im kW-Bereich. Eine LED bringt ja auch höchstens
Lichtleistungen im Bereich von paar hundert mW.
Moriarty hat ja auch von LED-Bar und kleinem Dutycykle geschrieben.
-> Flashimpulse von us bis ms. Mehr weiß ich ja auch nicht.
Wenn ich aber mal Deinen kleineren Elko nehme, der zu 100%
geladen werden soll, dann hatte ich das so verstanden, dass
dieser Elko beim Blitz zuvor zu 100% entladen worden sein soll.
Oder zumindest annähernd. Eine gewisse Restspannung hat nur einen
geringen Einfluss auf das Ergebnis.
Und genau das ist das Problem: eine LED ist keine
Blitzröhre. Eine Blitzröhre braucht eine hohe Zündspannung und
ist danach niederohmig, kann also einen Elko richtig schön leer saugen.
Ja schon, ist doch aber egal.
Die LED ist auch sehr niederohmig und der max. Strom wird durch den
Vorwiderstand bestimmt.
Wenn ich eine LED flashen will, dann kann ich das nicht so
machen, dass nach dem Blitz der Elko leer ist, weil dann schon
während des Blitzes der LED Strom und damit die Helligkeit
heftig abfällt.
Richtig. Das habe ich ja auch geschrieben.
Ich sehe darin aber keinen Hinderungsgrund.
Kommt natürlich auch die konkreten Ansprüche und Randbedingungen an,
aber letztlich ist die integrale Lichtmenge in einen Flash
entscheidend. Wie die Signalform dazu ist, spielt IMHO keine so
wesentliche Rolle. Auch bei der Blitzlampe ist der Flash
nicht konstant in der Helligkeit, sondern Anhängig vom Strom und
der fällt mit der Entladung des Elkos ebenso.
Eine Konstantstromquelle ist natürlich immer eleganter, aber die
primitive Variante mit Elko, Vorwiderstand, LED und einem
Leistungstransistor ist an Einfachheit kaum zu unterbieten.
Diese Lösung hat auch den Vorteil, dass keine Schutzschaltung für
evtl. DC-Betrieb nötig ist, weil die Stromversorgung nur einen recht
geringen Strom liefern muss.
Ich muss den ELKO mindestens so
dimensionieren, dass ich während der gesamten Blitzdauer
einigermaßen hohen Strom habe (und das bedeutet eben, den
Kondensator nicht so heftig zu entladen).
Und wo ist das Problem, wenn die Entladung entsprechend e-Funktion
stattfindet. Klar, hinten dran kommt ein „Schwanz“, wo die LED
mit geringerem Strom nach leuchtet. Die Hauptenergiemenge steckt aber
in dem kurzen Spitzen-Stromimpuls nach dem Einschalten.
Außerdem kann man das Nachleuchten auch unterdrücken, indem man
den Transistor nach gewisser Zeit wieder ausschaltet.
Wenn man einen FET mit recht hohem Ugs nimmt, dann kann man das
Ausschalten sogar in Abhängigkeit von der Elkospannung machen,
wenn man diese auch gleich als Quelle für die Impulssteuerung nimmt.
Der große Vorteil dieser Idee ist immer noch, dass die sehr einfach
ist und man die Energiemenge für den Flash einfach durch die Ladespannung
des Elkos festlegen kann, was IMHO selbst Laien .leicht hin bekommen
sollten.
Gruß Uwi