LED-Lampe basteln

Hallo zusammen
Ich habe vor ca. einem Jahr einen Artikel erstellt der ähnlich ist, jedoch sich im Netzspannungsbereich befand. Nun, nach einem Jahr ohne Erfolg (und einigen kaputten LED) will ich gerne nochmals einen Versuch starten.

Ausgangslage:
1x Netzadapter (220V-> 9V ca. 1 A)
30x LED (3.2v/20mA)
1x Plexiglas scheibe

Vorhaben:
Ich will mir eine LED-Dekolampe bauen, im Stil wie die PC Gehäuse, welche zum Teil beleuchtet werden.
http://www.moddingpower.de/artikel.php?page=windowkit (wichtig! kein PC Mod sondern eine Dekolampe, welche auf diesem Tutorial aufbaut)

Problem:
Ich habe 3 LED an den Adapter gehängt um sie einfach mal Leuchten zu lassen, doch da sind sie bereits verbrutzelt.

Könnte mir jemand helfen?
Freundliche Grüsse
Arya

GRINS
LED`s sind Dioden im Durchlassbetrieb. D.H. der Widerstand der Diode ist sehr niedrig… und sie verbraten.
Deshalb erhält jede Diode einen Vorwiderstand um den Strom zu begrenzen:

Da hast den Strom: 0.02A (20mA) und du hast die Spannung 9V… und Wikipedia liefert dir das Ohmsche gesetz zum berechnen des Widerstandes.

Wenn die Dioden flimmern hast du ein Wechselspannungsnetzteil! Die Dioden nutzen nur eine Halbwelle der Spannung. Werden also mit 25Hz flimmern. Hat das Netzteil einen DC (Gleichspannungsausgang) passiert das nicht.

Moin,

Die Dioden nutzen nur eine Halbwelle der Spannung. Werden also
mit 25Hz flimmern.

mit anderen Worten: LEDs sind Frequenzumwandler? Das wäre ja mal praktisch :wink:

Überdenke deine Antwort doch noch mal kurz :smile:

VG
J~

Ach, ne… bleibt bei 50Hz. Die ganze Welle hat ja 50Hz…

Hi,
hier kann man rechnen lassen, http://www.spaceflakes.de/index.php?index=588&page=2
oder hier http://www.led-rechner.de/

oder eben selber rechnen

Ohne Vorwiderstand vor jeder Reihe oder Konstantstromquelle KSQ vor jeder Reihe wird das nichts.
wenn du ein Netzteil= (stabilisiert) mit höher Spannung wählst kannst du mehrere Leds in eine Reihe geben und hast weniger Stränge, damit auch weniger Widerstände; aber berechnen (lassen) nicht vergessen.
OL

…und du hast die Spannung 9V…

Hallo,
fast richtig, 9V Nennspannung, wieviel unter Last?
Und dann auf jeden Fall minus die Diodenspannung (so 2 bis 4 Volt je nach Typ)
Allerdings ist das alles nicht soo kritisch, sie gehen nicht kaputt, leuchten nur mit anderer Helligkeit.
Nochmal betont, fuer jede LED einen extra Widerstand bitte.
Gruss Helmut

Hi, na bitte nicht Strom verbrutzeln,
immer Stränge bauen mit soviel leds wie sich bei der Betriebsspannung ausgehen. zb.: 2,9V x 3 ergibt 8,7V
9V=-8,7V ergibt 0,3V
0,3V : 0,02A (20 mA) wäre 15Ω pro Strang
Vor jedem Strang ein berechneter Vorwiderstand.

OL

ok, anscheinend werde ich noch eine weile auf dem Stand bleiben mit mangelndem Wissen.

Ich verstehe den zusammenhang noch nicht zwischen Spannung, AMpere ohm und so.
Das Ohmsche gesetz besagt ja anscheinend: U=R*I, aber welche Werte werden angegeben?
Ich meine wenn ich 3 LED in Serie schalte werden 9V durch 3 LED gekürzt und somit müssten sie eigentlich normal Leuchten…

Hi, ja du solltest aber selbst wenn das Netzgerät stabilisiert ist sicherheitshalber einen kleinen Widerstand einbauen, das zeigen doch auch die beiden Rechner an die ich dir verlinkt hatte, auch wenn die Werte unterschiedlich sind zeigen Sie doch die Notwenigkeit, zur Sicherheit einen Mindestwert vorzuschalten.
immerhin zeigen dir die Rechner ohnehin den gesamten Schaltplan an, so daß man eigentlich nichts verstehen müsste.
OL

??? wie konnte ich das übersehen???
ja das ist perfekt :smile:
Das heisst nun, vor jede LED ein Widerstand?
Dies steht nicht in der Schaltung, aber würde es auch gehen 3 LED in Serie zu schalten und davor noch ein Widerstand?

Der Widestand ist nur da um die Spannung (U [V]) zu senken ist das richtig?

Hi, vor jedem Strang (leds in Reihe) einen Widerstand zur Strombegrenzung
und das ganze dann 10 mal ( led - led - led - 1 R ) das ganze dann eben mehrmals. Genauso wie die Rechner es zeigen, aber nur bis zur ca. 2/3 der Maximalleistung deines Netzteils (sonst wird dieses auf Dauer heiss). Also 10 x 20 mA ergibt 200 mA

OL

immer Stränge bauen mit soviel leds wie sich bei der
Betriebsspannung ausgehen.

Vor jedem Strang ein berechneter Vorwiderstand.

Hallo,
grundsaetzlich ok.
0,3V sind echt knapp, das geht vielleicht, wenns gutgeht.
Bei 8,7 V sind sie aus, bei 9,3V doppelt so hell.
Soll der UP mit seinen Randbedingungen ausprobieren.
Gruss Helmut

Hallo Arya

ok, anscheinend werde ich noch eine weile auf dem Stand bleiben mit mangelndem Wissen.

Nun, dagegen kann man ja vielleicht etwas tun

Ich verstehe den Zusammenhang noch nicht zwischen Spannung, Ampere, Ohm und so.
Das Ohmsche Gesetz besagt ja anscheinend: U=R*I, aber welche Werte werden angegeben?

Man kann das mit der Wasserleitung vergleichen.

  • Die elektrische Spannung (Formelzeichen U) entspricht dem Wasserdruck. Sie wird in Volt (V) gemessen.
  • Der elektrische Strom (Formelzeichen I) entspricht der fließenden Wassermenge (z.B. Liter pro Sekunde). Er wird in Ampere (A) gemessen.

Jetzt ist klar, dass umso mehr Wasser durch ein Rohr fließt, je größer der Wasserdruck (genauer die Differenz des Wasserdrucks zwischen Anfang und Ende der Leitung) ist.

Die genaue Menge des fließenden Wassers ist jedoch nicht nur vom Wasserdruck, sondern auch von dem Widerstand abhängig, den die Rohrleitung dem fließenden Wasser entgegensetzt. Je größer dieser Widerstand ist, umso kleiner ist bei gleichem Druck die fließende Wassermenge. Diesem Leitungswiderstand entspricht der elektrische Widerstand (Formelzeichen R). Er wird in Ohm (Ω) gemessen.

Das ohmsche Gesetz (Formel U/R=I) besagt, dass der Strom I bei gleichem Widerstand R sich proportional zur Spannung U verhält, also dass er sich z.B. verdoppelt, wenn sich die Spannung verdoppelt.

Wenn Du aber von einer gleichbleibenden Spannung U und stattdessen von einem veränderlichen Widerstand R ausgehst, so halbiert sich z.B. der Strom I, wenn der Widerstand

Ich meine wenn ich 3 LED in Serie schalte werden 9V durch 3 LED gekürzt und somit müssten sie eigentlich normal Leuchten.

Nein.

LEDs sind keine linearen Widerstände, sondern ihre Strom/Spannungskennlinie folgt nicht dem ohmschen Gesetz.

Die Brennspannung einer LED wird definiert als die Spannung, bei der der Nennstrom, z.B. 20mA, durch die LED fließt.

In Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtdiode ist im Abschnitt „Beschaltung von LEDs“ als Beispiel die Kennlinie einer weißen Leistungs-LED gezeigt.

Dieser Kennlinie kann man entnehmen, dass bis zu einer Spannung von 2V noch gar kein Strom durch die LED fließt, bei einer Spannung von 2,5V fließen etwa 20mA, bei 3V fließen schon 160mA und bei 3,5V sind es 400mA und eine Spannungserhöhung um 0,5V verdoppelt in etwa diesen Strom.

Ein weiteres Problem ist, dass sich die Kennlinie bei Erwärmung der LED verschiebt, so dass bei gleicher Spannung mit zunehmender Temperatur der Strom (stark) ansteigt.

Du siehst also, dass erstens das ohmsche Gesetz für Dioden nicht gilt und Du zweitens die Diode nicht wie eine Taschenlampenbirne einfach an eine Spannung legen kannst, sondern dass Du irgendeine Maßnahme zur Strombegrenzung anwenden musst.

Das kann (ziemlich aufwändig) eine Konstantstromquelle1,75V sein oder (meistens angewandt) ein Vorwiderstand.

Wie berechnet man jetzt einen solchen Vorwiderstand?

Man muss dazu den Nennstrom der LED wissen und welche Spannung dabei an der LED abfällt Diese Daten kann man dem Datenblatt oder meistens auch dem Katalog entnehmen.

Du hast LEDs mit einer Nennspannung von 3,2V bei einem Nennstrom von 20mA. Und nehmen wir an, dass Dir ein stabilisiertes Netzgerät mit 9V= am Ausgang zur Verfügung steht.

Dann kannst Du davon ausgehen, dass Du etwa 1/3 dieser Spannung für die Stabilisierung des Betriebsstroms durch einen Widerstand benötigst (Erfahrungswert). Dir stehen also für die LEDs noch 9V-3V=6V zur Verfügung.

6V/3,2V=1,88

Du könntest also 2 LEDs in Reihe schalten und deren Strom mit einem gemeinsamen Vorwiderstand begrenzen.

An diesem Vorwiderstand müsste dann also bei einem Strom von 20mA (0,02A) eine Spannung von
9V-(2*3,2V)=2,6V abfallen.
Der Widerstand müsste also den Wert von R=2,6V/0,02A=130Ω haben. Der nächste Normwert für Widerstände ist 150Ω.

Diese Rechnung geht jedoch von der Voraussetzung aus, dass Du wirklich eine Ausgangsspannung von 9V am Ausgang Deines Netzteils hast. Bei den meisten Steckernetzteilen mit einem normalen Trafo ist die Ausgangsspannung aber nur bei Nennstrom (z.B. 1A). Bei niedrigerer Belastung kann die Ausgangsspannung sehr viel höher sein. Du müsstest also den benötigten Gesamtstrom berechnen und das Netzgerät irgendwie mit diesem Strom belasten. Jeder Bastler hat dafür seine eigene Methode. Ich benutze dazu einen uralten Schiebewiderstand (ca. 80 Jahre alt) – aber sowas hat nicht jeder. Mit der unter Belastung gemessenen Ausgangsspannung des Netzgerätes kannst Du dann weiterrechnen.

Habe ich Dich jetzt vollständig in Verwirrung gestürzt? Oder siehst Du jetzt klarer?

Gruß merimies

Guten Tag,

Woow…nach der Repetitionsstunde mit meinem Ehemaligen Physik Lehrer, werde ich es noch mehr verstehen und mit diesen erklärungen sicher den durchbruch machen :smile:
Danke dir viel mals…echt perfekt.
Gruss
Arya