Hallo,
a) wie sieht eine Konstantstromquelle ohne Vorwiderstand aus?
Darum gehts nicht. Eine Konstantstromquelle ist eine
Konstantstromquelle ist eine … Was da im Einzelnen drin ist,
spielt keine Rolle. Wir haben ja auch nicht nach dem
Innenleben einer Konstantspannugnsquelle gefragt.
Doch, genau darum geht es. Wir betrachten hier NICHT die Energie, die durch die LED im Rücklicht verbraucht wird, sonderun um die GESAMTenergie, die LED plus Ansteuerung benötigen. Selbstverständlich mußt Du dazu wissen, wie die Ansteuerung aussieht. Und was sie für Verluste produziert.
Daß die LED bei der einen oder anderen Variante dasselbe an Energie aussenden und iun Wärme umwandeln ist trivial und eben nicht das Thema hier.
b) wozu braucht ein PWM-Regler einen Vorwiderstand?
Damit sich der Herr Kirchhoff nicht im Grabe umdreht und damit
die LEDs nicht sterben.
Meine Güte, hast Du eigentlich schonmal eine PWM-Schaltung gesehen? Oder ein Datenblatt einer LED angeschaut? 2V Spannungsabfall ist doch nur eine Näherung zur leichteren Berechnung! Schau Dir doch mal z.B. hier:
http://www.reichelt.de/inhalt.html?SID=14QqVwt9S4AQ4…
auf Seite 9 die grafik oben links an (Forward Voltage vs. Forward Current). Dann siehst Du, daß eine LED selbstverständlich einen Strom in Abhängigkeit zur angelegten Spannung fließen lässt und eben NICHT unendlichen Strom durchlässt bei einer Spannung von 2V (oder was auch immer je nach Typ).
Sorry, Axel, aber dazu ein ganz klares NEIN! Wende die
Kirchhoff’sche Maschenregel an und du siehst die Probleme.
…
Eine genügend große Anzahl an LEDs ist niemals, niemals eine
strombegrenzende Einrichtung. Eine einzelne LED erst recht
nicht.
Kauf’ Dir eine richtig billige LED-Taschenlampe und schau rein. Such’ nach dem Widerstand. Du wirst keinen finden. Es wird einfach die Strom-Spannungs-kennlinie der beteiligten LED ausgenutzt. Das heißt, je voller die Batterie (also: je höher die Spannung) desto heller das Licht (also: desto größer der Strom).
Ich hab’ Elektrotechnik studiert und bin Wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Fachhochschule. Also erzähl’ mir nichts von Kirchhoff etc.
Die Summe der Quellenspannungen muß immer die Summe der
Verbraucherspannungen sein. Die Verbraucherspannung der LEDs
ist festgelegt,
Genau das ist sie eben nicht. Die Kenntnis der Kirchhoff’schen Gesetze besagt offensichtlich nicht, daß man sie auch anwenden kann.
die Differenz dazwischen muß immer ein anderes
widerstandbehaftetes Element übernehmen, jedenfalls in unserer
einfachen Schaltung.
s.o.
Oder besser: lies das Datenblatt.
Ist nicht so schwer.
Die Verluste entstehen vor allem dadurch, daß der
Schalter (Mosfet, Widerstand eingeschaltet etwa 35MILLIOhm!)
nicht unendlich schnell von sperren auf durchlassen umschaltet.
Da hast du deinen Widerstand.
Sag mal, willst Du nicht verstehen? Der Widerstand, von dem Du jetzt grad sprichtst, besteht nur WÄHREND DES SCHALTVORGANGS. Ein paar us lang. nicht beim Sperren und nicht beim leiten.
Der ist nunmal eine Eigenschaft des MosFet.
Nein, das ist eine Eigenschaft jedes Halbleiters, daß er eine begrenzte Schaltgeschwindigkeit hat. Egal, ob Mosfet, Diode, Transistor, Triac, Thyristor,…
Betreibe die PWM mit einem bipolaren Transistor,
dann brauchst du einen externen Widerstand.
Wozu?
In den
Datenblättern findest du den Begriff Stoßstrom. Den darfst du
nicht überschreiten, auch nicht mit der PWM. Und das wirst du
in deinem Fall garantiert.
Wo sollen da denn Stöße herkommen?
Wie auch immer du es anstellst, du braucht immer ein Element
mit einer zuverlässigen(!) Eigenschaft „Widerstand“, sonst
gibts Bauteilesalat. Oder du belegst mir, daß Kirchoff falsch
lag.
Weder Kirchoff noch ich liegen da falsch. Denk nochmal drüber nach, was da tatsächlich passiert und vor allem:
denke an REALE Bauteile. Nicht immer nur an Näherungswerte.
Grade Deine Konstantstromquelle ist aber nichts anderes als ein
(geregelter) Widerstand, der permanent Leistung in Wärme
umsetzt.
So what? Um die ging es ja auch nicht, genau so wenig wie um
die Konstantspannungsquelle.
Doch. Es ging um die Ansteuerung eines LED-Rücklichtes und warum man ausgerechnet PWM und eben keine Konstantstromquelle verwendet.
Gruß
Axel