Leerung von Mülltonnen

Hallo!

Bei uns kann man bei Mülltonnen wählen zwischen kostenpflichtiger wöchentlicher und 2-wöchentlicher Leerung.

Bei der Gelben Tonne (Grüner Punkt) gibt es aber nur kostenfreie 4-wöchentliche Leerungen. Neben der Gelbe Tonne befindliche Gelbe Säcke (Grüner Punkt) werden nicht mitgenommen, können aber kostenfrei auf dem Abfallhof eingeworfen werden.

Die Wertstoff-Verwertung ist doch per Bundes-Gesetz/-Verordnung geregelt. Unsere Müllabfuhr erhält vom Dualen System die Kosten für die Gelben Tonnen und deren Leerung ersetzt, weil beim Verkauf ja bereits für die Verwertung bezahlt wird.

Darf die Stadt festlegen, dass nur 4-wöchentlich und nicht wöchentlich oder 2-wöchentlich geleert wird und Gelbe Säcke nicht mitgenommen werden? In unserer Tageszeitung wurde heute ein Fall dargestellt, dass eine Familie bei den hohen Temperaturen in der Gelben Tonne Maden hatte und für eine Sonderleerung 15 EUR zahlen sollte.

Liebe Grüße
Black Eddy

Hi,

Darf die Stadt festlegen, dass nur 4-wöchentlich und nicht
wöchentlich oder 2-wöchentlich geleert wird und Gelbe Säcke
nicht mitgenommen werden?

Du kannst bei Deiner Kommune Einsicht nehmen und die Verträge mit der zuständigen Stadtreinigung/Bewirtschaftungsfirma. Danach richten sich dann die Zyklen der Abholung des Mülls. Vielleicht wäre es angebracht, in einer Sprechstunde beim Bürgermeister das Problem/Ärgernis anzusprechen.

In unserer Tageszeitung wurde heute
ein Fall dargestellt, dass eine Familie bei den hohen
Temperaturen in der Gelben Tonne Maden hatte und für eine
Sonderleerung 15 EUR zahlen sollte.

Tja, was in eine Gelbe Tonne gehört, sind jedenfalls keine Reste von Lebensmitteln… Ich halte die „Strafzahlung“ also so aus dem Bauch heraus für gerechtfertigt.

Viele Grüße
Jana

Tja, was in eine Gelbe Tonne gehört, sind jedenfalls keine
Reste von Lebensmitteln… Ich halte die „Strafzahlung“ also
so aus dem Bauch heraus für gerechtfertigt.

Das kann es doch nicht sein! Die Familie wollte eine zusätzliche Leerung!

Die Stadt läßt sich vom Bürger die Restmülltonne zahlen und verdient an den durch Satzung festgelegten Müllgebühren (Anschlussrecht mit Anschlusszwang). Vom Grünen Punkt (Anschlussrecht, aber kein Anschlusszwang) erhält die Stadt ja dessen Gebühren bezahlt. Der will wahrscheinlich möglichst wenig zahlen, weshalb wohl die 4-wöchentliche Leerung besteht.

Aber warum lässt die Müllabfuhr Grüne-Punkt-Säcke liegen? Nur, weil es in unserer Stadt Gelbe Tonnen gibt, in der Nachbarstadt aber Grüne-Punkt-Säcke?

Und niemand ist verpflichtet, Grüne-Punkt-Verpackungen zu spülen (Man spült ja auch nicht Restmüll!). Das mag zwar auf der Tonne oder dem Sack aufgedruckt sein - also Wunsch des Grünen Punktes - steht aber bestimmt nicht in den Bundesvorschriften.

Nur weil der Restmüll wöchentlich und 4-wöchentlich abgeholt wird, kommen Madenprobleme wohl nicht so oft vor. Wir sprühen übrigens Geruchs-Stopp (Gibt es in den Gartenabteilungen der Baumärkte.) in unsere Tonnen.

Übrigens: Bekannte, die in einem Dorf-Ortsteil 5 km von Walsrode wohnen, müssen Altglas und Altpapier nach Walsrode bringen. Laut einem Gerichtsurteil (AZ ist mir derzeit nicht bekannt; hat aber nichts mit Walsrode zu tun.) müssen Altglasbehälter und Altpapierbehälter in max. 2 km erreichbar sein.

Wer weiß noch Argumente?

Liebe Grüße
Black Eddy

Hallo,

Tja, was in eine Gelbe Tonne gehört, sind jedenfalls keine
Reste von Lebensmitteln… Ich halte die „Strafzahlung“ also
so aus dem Bauch heraus für gerechtfertigt.

Das kann es doch nicht sein! Die Familie wollte eine
zusätzliche Leerung!

Warum hat sie dann denn nicht die gelben Säcke in einen öffentlichen Container „Grüner Punkt“ reingeworfen?? Also mal ehrlich: Bis sich Maden und so in einer gelben Tonne bilden, da müssen schon viele Essensreste drin sein. Und die Joghurtbecherchen etcetera müssen auch nicht ausgewaschen sein. Das verlangt niemand. Es heißt nur „restentleert“. Und das ist machbar.

Die Stadt läßt sich vom Bürger die Restmülltonne zahlen und
verdient an den durch Satzung festgelegten Müllgebühren
(Anschlussrecht mit Anschlusszwang).

Das ist doch auch in Ordnung, oder?

Vom Grünen Punkt
(Anschlussrecht, aber kein Anschlusszwang) erhält die Stadt ja
dessen Gebühren bezahlt. Der will wahrscheinlich möglichst
wenig zahlen, weshalb wohl die 4-wöchentliche Leerung besteht.

Wie ich schon geschrieben habe: Erkundigt euch beim Bürgermeister über die fraglichen Verträge. Das ist alles Verhandlungssache. Und wenn man die anderen Leute motiviert, sich dagegen aufzulehnen, dann sollte einer 14-tägigen Abholung eigentlich nichts mehr im Wege stehen.

Aber warum lässt die Müllabfuhr Grüne-Punkt-Säcke liegen? Nur,
weil es in unserer Stadt Gelbe Tonnen gibt, in der
Nachbarstadt aber Grüne-Punkt-Säcke?

Nee, kann ich mir nicht vorstellen. Bei uns (ein Dorf im Land Brandenburg) ist es der Abfallwirtschaft völlig wurscht, ob da ne Tonne steht oder die Säcke liegen. Das ist wirklich und in der Tat eine Sache der Vertragsbedingungen zwischen Kommune und Wirtschaft.

Und niemand ist verpflichtet, Grüne-Punkt-Verpackungen zu
spülen (Man spült ja auch nicht Restmüll!).

Siehe oben. Aber Restmüll ist wohl etwas ganz anderes, oder?

Das mag zwar auf
der Tonne oder dem Sack aufgedruckt sein - also Wunsch des
Grünen Punktes - steht aber bestimmt nicht in den
Bundesvorschriften.

Wie gesagt, da steht „restentleert“!

Nur weil der Restmüll wöchentlich und 4-wöchentlich abgeholt
wird, kommen Madenprobleme wohl nicht so oft vor. Wir sprühen
übrigens Geruchs-Stopp (Gibt es in den Gartenabteilungen der
Baumärkte.) in unsere Tonnen.

In der Restmülltonne kann das schon mal vorkommen, gerade im Sommer.

Übrigens: Bekannte, die in einem Dorf-Ortsteil 5 km von
Walsrode wohnen, müssen Altglas und Altpapier nach Walsrode
bringen. Laut einem Gerichtsurteil (AZ ist mir derzeit nicht
bekannt; hat aber nichts mit Walsrode zu tun.) müssen
Altglasbehälter und Altpapierbehälter in max. 2 km erreichbar
sein.

Das kenne ich nicht. Aber in unserem Dorf gibt es allerlei Möglichkeiten der Entsorgung. Aber selbst das schaffen viele nicht und schmeißen ihre gelben Säcke etc. lieber mitten in den Wald. Man ist halt faul und verwöhnt, denke ich manchmal…

Viele Grüße
Jana

Hallo Black Eddy,

jaaaa, wenn dies so einfach wäre. In jeder mir bekannten Stadt hat das städtische Entsorgungsunternehmen per Stadtordnung das Monopol. Kommt man nur als Gewerbe drumrum, und auch da nur in Ausnahmefällen. Mit privaten Entsorgern gäbe es kaum Probleme, die sind viel flexibler, auch meine Erfahrung. Anruf genügt da, außerdem sind die Privaten um einiges billiger.

Die zum Haushalt gehörenden Mülltonnen werden nach einem Schlüssel berechnet, den die Stadt selbst festlegt, ebenso der Abfuhrrythmus. Der Schlüssel richtet sich natürlich nicht nach dem tatsächlich aufkommenden Müllvolumen, sondern nach der Anzahl der Bewohner (nicht der Wohneinheiten). Faule Sache.

Wir haben nun die entsprechende Mindestanzahl von Tonnen (Stadt) nehmen müssen und diese sogleich im Keller eingelagert. So kommt da nur die Grundgebühr. Solange keiner nachfragt, ist das auch ok. Für allen Müll beauftragten wir ein privates Unternehmen. Da braucht der Müll nicht getrennt werden, da die das selbst tun, wir sparen Tonnen und Arbeit (was nützt eine halbvolle Restmülltonne, wenn immer bei Abholung eine volle Tonne berechnet wird bei der Stadt, die Privaten machen auch halbe Tonne - halber Preis). Insgesamt wird die ganze Sache dadurch so um 20% bis 30% billiger.

Soll nur ein Denkanstoß sein…

Gruß
André