Legale Betrüger-Internetseite

Hallo an alle,

nehmen wir an, jemand stößt auf eine gut besuchte Internetseite, die IQ Tests anbietet, meldet sich da an (ohne AGBs zu lesen, ja…ziemlich dumm, aber seien wir ehrlich, wer liest die AGBs bei jedem Besuch jeder Internetseite?), aktiviert einen Link in einer E-Mail und stellt fest nach zwei Wochen (durch Mahnungen), dass man einen zweijährigen Vertrag abgeschlossen hat und dass 144 Euro für das erste Jahr sofort zu bezahlen sind. Dabei ist diese Tatsache nirgendwo SICHTBAR zu sehen und so haben die Menschen keine Ahnung (zumindest die, die die AGBs nicht lesen - also ca. 85% der Besucher), dass sie einen Vertrag abschließen. Man fragt sich also was tun…soll man das Geld bezahlen oder eine Anklage riskieren? Hätte man eine Chance beim Gericht, wenn man tatsächlich rechtlich verfolgt sein sollte?
Eine andere Frage - wenn derjenige falsche Angaben bei der Anmeldung gemacht hat bis auf seine E-Mail-Adresse (wo sein vollständiger Name steht), kann man ihn aufspüren?

Soll man bezahlen oder nicht?

Jedenfalls, man sollte von der Internetseite absehen (und sich nicht anmelden !!!), welche bei google an der ersten Stelle steht, wenn man IQ Test eingibt (oder ähnliches) und wenn man sich fragt, wie schlau er sein mag…

Vielen Dank und mit besten Wünschen für das Neue Jahr 2008 !,
mögen Sie nicht so rein gelegt werden, wie diese armen naiven Internetnutzer.

Hallo,

das geht natürlich gar nicht. Diese Seite ist ja noch
dreister als viele andere.
Ich würde auf keinen Fall bezahlen. Aber dann muss man auch die
Nerven haben und die bösen Schriftsätze von Anwälten aushalten,
die den Eindruck erwecken werden, man stehe unmittelbar davor,
dass der Gerichtsvollzieher vorbeit kommt. Wenn man das nicht
aushält, kann man auch direkt zahlen.

Verklagen werden die ihre Kunden bestimmt nicht. Diese Ausfallrate
wird Teil des Geschäftsmodells sein, da es immer noch genügend
Leute gibt, die das Geld „freiwillig“ bezahlen.

Viele Grüße

Trobi

Also zumindest die Sache mit dem IQ ist dann geklärt - auf jeden Fall unterdurchschnittlich…

Tatsächlich werden die zwar mehnen und drohen aber kaum durchkommen, weil wer macht schon jeden Tag nen IQ test.

also mangelt es an einer Gegegenleistung …

Kev

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

da dieser jemand seine richtige E-Mail Adresse angegeben hat, sind seine Daten alleine schon hieraus für das Gericht zu bekommen. Ausserdem haben die allerwahrscheinlichkeit auch seine IP Adresse.

Würde aber nicht gleich in Panik verfallen und bezahlen. Es soll Leute geben die sind auf ähnliche Sachen schon reingefallen und mußten auch nicht bezahlen, da diese Firmen es auf absichtliche Täuschung abgesehen haben und somit der Vertrag nicht binden ist. Die ein oder andere Firma ist auch schon durch das Gericht hops genommen worden.

Auch über diese IQ-Test Seite hat es schon die ein oder andere Negative Schlagzeile gegeben.

Mein Tip nicht zahlen!!!

Hi:

http://www.verbraucherrechtliches.de/2006/12/20/faq-…

Gruß B

Hallo,

nehmen wir an, jemand stößt auf eine gut besuchte
Internetseite, die IQ Tests anbietet, meldet sich da an (ohne
AGBs zu lesen, ja…ziemlich dumm, aber seien wir ehrlich, wer
liest die AGBs bei jedem Besuch jeder Internetseite?),
aktiviert einen Link in einer E-Mail und stellt fest nach zwei
Wochen (durch Mahnungen), dass man einen zweijährigen Vertrag
abgeschlossen hat und dass 144 Euro für das erste Jahr sofort
zu bezahlen sind.

also die Frage verstößt zumindest nicht gegen die FAQ, denn sie ist wirklich mehr als fiktiv, da so etwas in der Realität wohl niemals vorkommt.

Doch???

Nun, da würde ich zunächst an der Geschäftsfähigkeit des Internetnutzers zweifeln. Wer wirklich meint ohne zu denken irgendwo zu klicken, muss auch die Konsequenzen tragen. Es dürfte hinreichend bekannt sein, dass man so etwas nicht tut. Und wo steht eigentlich geschrieben, dass im Internet alles kostenlos sein muss.

Ohne die Seite, den Inhalt der Email und den Anbieter detailliert zu kennen, kann man die Frage sicher nicht abschließend beurteilen. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass doch der eine oder andere Hinweis auf Kosten erwähnt war und vielleicht doch dem einen oder anderem zugestimmt wurde!?! Ich würde daher zunächst nicht grundsätzlich davon ausgehen, dass kein wirksamer Vertrag geschlossen wurde. Die anderen Antworten vermitteln ja fast den Eindruck, dass Verträge übers Internet grundsätzlich unseriös und anfechtbar wären.

Gruß

S.J.

Nun, da würde ich zunächst an der Geschäftsfähigkeit des
Internetnutzers zweifeln. Wer wirklich meint ohne zu denken
irgendwo zu klicken,

Sollte man wirklich nicht tun, und schon gar nicht seine Adresse angeben, ohne die AGB genau gelesen zu haben

muss auch die Konsequenzen tragen.

Da hab ich allerdings eine ganz geteilte Meinung; denn es gibt genug Anwälte, die nichts anderes können als Abmahnungen zu schreiben.
Und das ist auch noch legal :frowning:(
Und es gibt genug Internetseiten, welche mit versteckten Tricks versuchen, den Usern das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Absichtlich damit die Unkenntniss oder Unerfahrenheit der User ausnutzend.

Es dürfte hinreichend bekannt sein, dass man so etwas nicht tut.

OK, kein Widerspruch

Und wo steht eigentlich geschrieben, dass im Internet alles
kostenlos sein muss.

Nirgends, aber vieles doch, z.B. mein Linux, mein Open Office und einige Programme mehr.

Ohne die Seite, den Inhalt der Email und den Anbieter
detailliert zu kennen, kann man die Frage sicher nicht
abschließend beurteilen. Ich könnte mir aber durchaus
vorstellen, dass doch der eine oder andere Hinweis auf Kosten
erwähnt war und vielleicht doch dem einen oder anderem
zugestimmt wurde!?!

Stimmt, mit dem Klicken des „Abschicken“ - Buttons hat er zugestimmt.

Ich würde daher zunächst nicht
grundsätzlich davon ausgehen, dass kein wirksamer Vertrag
geschlossen wurde.

Vertrag ja, aber ob wirksam???

Die anderen Antworten vermitteln ja fast
den Eindruck, dass Verträge übers Internet grundsätzlich
unseriös und anfechtbar wären.

Dazu empfehle ich den Beitrag der PC Welt, welche Anfang Dezember ausgeliefert wurde. Dort stand ein Bericht über solche Verträge drin.
Und der Schlusssatz lautete (bitte nicht auf den genauen Text festnageln)in etwa so:
„Reagieren sie erst, wenn Sie eine gerichtliche Mahnung erhalten. Uns ist kein Fall bekannt, in denen es einer dieser Anbieter auf ein Gerichtsverfahren hätte ankommen lassen, weil sie genau wissen, auf welch dünnem Eis sie sich bewegen.“

Gruß

S.J.

Gruß

Jürgen

der selbst einmal vor vielen Jahren auf so ein dubioses Gewinnspiel hereingefallen ist, 48.- DM Jahresgebühr zahlte (die ärgern mich noch heute, deshalb ist mir der Betrag auch noch so im Kopf) und dafür von allen möglichen Anbietern zugespammt wurde; so schlimm, dass ich meine damalige GMX Adresse geändert habe.

Hi,

Und wo steht eigentlich geschrieben, dass im Internet alles
kostenlos sein muss.

Ein gut sichtbares Preisschildchen hätte doch aber was, oder etwa nicht:wink:

Schau mal hier:
Diese Seite wirbt mit: http://www.gratisdinge.de/kostenlos/iq-test-kostenlo…

Darunter findet sich dann: http://www.wie-schlau-bist-du24.com/ Man sollte doch annehmen, der sei auch kostenlos. Aber nein, da finden sich dann unten die monatlichen 12 EURO wieder. Nix mit kostenlos.
Klar, der steht im Kasten mit den Anzeigen. Ich denke jedoch nicht, daß jeder User so aufmerksam lesen wird.

Ulrich

Schau mal hier:
Diese Seite wirbt mit:
http://www.gratisdinge.de/kostenlos/iq-test-kostenlo…

Hi Ulrich,
und die schreiben dann auch noch (ist kopiert):
„Wir haben uns im Netz umgeschaut und auf die Suche nach kostenlosen IQ Tests gemacht, auf dieser Seite seht Ihr das Ergebniss. Testet eure Intelligenz.“

:wink:)

Schon ganz schön dreist

Gruß

Jürgen

Darunter findet sich dann:
http://www.wie-schlau-bist-du24.com/ Man sollte doch annehmen,
der sei auch kostenlos. Aber nein, da finden sich dann unten
die monatlichen 12 EURO wieder. Nix mit kostenlos.
Klar, der steht im Kasten mit den Anzeigen. Ich denke jedoch
nicht, daß jeder User so aufmerksam lesen wird.

Ulrich

Wenn es in der Zeitung steht MUSS es so sein …
Hallo,

Die anderen Antworten vermitteln ja fast
den Eindruck, dass Verträge übers Internet grundsätzlich
unseriös und anfechtbar wären.

Dazu empfehle ich den Beitrag der PC Welt, welche Anfang
Dezember ausgeliefert wurde. Dort stand ein Bericht über
solche Verträge drin.
Und der Schlusssatz lautete (bitte nicht auf den genauen Text
festnageln)in etwa so:
„Reagieren sie erst, wenn Sie eine gerichtliche Mahnung
erhalten. Uns ist kein Fall bekannt, in denen es einer dieser
Anbieter auf ein Gerichtsverfahren hätte ankommen lassen, weil
sie genau wissen, auf welch dünnem Eis sie sich bewegen.“

das genau ist doch das Problem. Keiner kennt den Inhalt von Website und AGB des hier betroffenen Anbieters. Aber jeder urteilt, dass kein Vertrag zustande gekommen sei. Auch Du zitierst hier die PC-Welt, die ja nun nicht gerade als juristische Fachzeitschrift bekannt ist. Hier wird überhaupt nicht mehr differenziert sondern es wird pauschal der Eindruck vermittelt man könne im Internet ruhig alles anklicken, da sowieso alles unseriös und rechtlich nicht haltbar wäre.

Das halte ich nicht nur für falsch sondern auch für äußerst gefährlich, denn das kann nicht unerhebliche Risiken und Kosten bergen. Statt mich in solchen Fällen auf Stammtischparolen und juristisches Halbwissen von PC-„Fachzeitschriften“ zu verlassen, würde ich mir eher Rat von Rechtskundigen einholen. Grundsätzlich sind Verträge über das Internet bindend und nur unter ganz gewissen Umständen kommt man da wieder raus. Dies kommt aber, wie in jedem Rechtsstreit, auf die genauen Einzelheiten an.

PS: Wir befinden uns hier in einem Expertenforum. Pauschal Verhaltensratschläge aufgrund eines Berichtes aus der Presse zu erteilen halte ich hier nicht für angebracht.

Gruß

S.J.