Hallo Tom!
Mich würde eure Meinung zur Frage interessieren, ob Gewalt,
von wem auch immer ausgeübt, zu legitimieren ist.
Naja, meiner Meinung nach ist Gewalt ein Zeichen von Schwäche, welches das Unvermögen zu „eleganteren“ Lösungen zeigt. Natürlich mag es Situationen geben, in denen Gewalt zu Zwecken der Abwehr vonnöten ist, und manche Menschen verstehen leider keine andere Sprache, aber grundsätzlich gibt es keine Legitimation. Zumindest keine, die man gelten lassen sollte.
Außenminister Fischer sagte ja jüngst, daß Gewalt nur zur
Verteidigung der eigenen Unversehrtheit bzw. Freiheit als
ultima ratio eingestzt werden dürfe.
Damit hat er nicht ganz Unrecht, aber es ist ja auch nichts Neues, dass die Anwendung von Gewalt, auch zum eigenen Schutz, immer ein Echo verursacht. Es sei denn, man vernichtet seinen Gegner oder nimmt ihm gänzlich die Möglichkeiten zur Gewalt, was nicht möglich ist.
Im Grundgestz heißte es,
daß das Gewaltmonopol liege alleine beim Staate, bzw. dessen
Exekutivorganen.
Also, damit kenne ich mich nicht aus, aber das Wort
„Gewaltmonopol“ finde ich pervers!
Alles in allem kann ich aber keinen roten Faden entdecken, der
die aktuelle Gewaltverteilung rechtfertigen würde. Prügelnde
Polizisten sind O.K. aber prügelnde Demonstranten sind Chaoten
die hinter Gitter gehören???
Das ist natürlich wahr… Die Polizei hat die Aufgabe den Rest der Bevölkerung vor dieser Gewalt zu schützen, kann dies aber in vielen Fällen nur durch Gewalt bewerkstelligen. Soviel ich weiss gibt es da aber auch Einschränkungen. So werden die Diener der Staatsgewalt doch auch ihrerseits überwacht, oder vertue ich mich da? Gibt es nicht die schöne „Dienstaufsicht“, welche u.a. darauf achtet, dass die Polizei ihre Arbeit lediglich auf legalem Wege macht? (Oder schaue ich einfach nur zu viele Filme?)
Dabei ist natürlich die Frage, was es bedeutet: „auf legalem Wege“.
Wie auch immer, auch wenn ich ein Gegner von Gewalt bin wäre ich dennoch froh um jeden Polizisten, der einen mich angreifenden Verrückten stoppt, egal wie.
Jojo