Hallo,
ich mache im Mai Abi und würde danach gerne Lehramt für berufsbildende Schulen studieren. Ich bin mir nicht ganz sicher, welches Fach ich belegen soll. Ich würde super gerne Mathe studieren, weil ich dieses Fach einfach toll finde und es mir riesen Spaß macht. In der Schule bin ich jedoch gerade mal im Grundkurs - und das auch „nur“ mit 12 Punkten. Kann mir vielleicht jemand sagen, ob es trotzdem zu schaffen ist? Ich habe da zur Zeit noch sehr große Zweifel, ob es überhaupt Sinn macht damit anzufangen…
Vielen Dank schonmal…
Liebe Grüße
Hallo Fragezeichen,
mit ein bis zwei Pünktchen mehr im Grundkurs bin ich auch an die Uni gestartet um Lehramt an Gymnasien für Mathematik zu studieren. Nach nunmehr sieben Semestern kann ich nur eins sagen: Anfangs ist der „Kulturschock“ doch ganz schön groß, weil die universitäre Mathematik noch einmal eine ganz andere als die in der Schule ist. Mein Mathelehrer (den habe ich damals gefragt, ob er mir das Studium zutrauen würde) sagte dazu: „Sie müssen aber wissen, dass das Niveau nicht zwei oder drei, sondern zwei- oder dreihundert Stufen über dem ist, was wir in der Schule und diesem Kurs behandeln.“
Meine Erfahrung aber sagt: Grundkurs muss kein Nachteil sein. Wenn du dir deinen Optimismus und die Begeisterung für das Fach trotz des anfänglichen Kulturschocks erhältst, ist damit schon viel gewonnen. Denn gerade das Grundstudium siebt ganz schön aus.
Aber unmöglich ist es nicht. 
Gruß sannah
Grundsätzlich:
Lasse Dich nicht vom Stellenabbau in allgemeinbildenden Schulen einschüchtern. Niemand redet von beruflichen Schulen. Ich bin mit 50 Jahren einer der Jüngsten, weil nichts nachkommt.
-
Wenn Du vor allem an das Schulfach denkst, lasse es bleiben. Wenn Du aber gern mit Menschen arbeitetst und „pädagogisch brennst“, nur dann bist Du für das Lehramt richtig. Aber Du wirst die ausbeuten wie nirgendwo sonst (siehe: "www.tischler-ole-welzel.de"). Mache am besten vorher ein Praktikum.
-
Mach erst einmal eine Lehre (Ausbildungsberuf). Das hilft Dir schon beim Studieren, denn Du lernst, Deine Arbeit anders zu organisieren. Dann studiere das Lehramt für diesen Ausbildungsberuf und meinetwegen als 2. Fach Mathematik oder etwas anderes dazu.
Dann hast Du nicht nur beinahe eine Einstellungsgarantie (wg. Mangel an Lehrern), es hilft auch bei der Arbeit, wenn Du aus der Praxis kommst.
- Das wichtigste ist: Studiere, was Dich interessiert nicht was im Moment einen Job bringt. Arbeit ist mehr als Geld verdienen.
Herzlichst
Ole Welzel
Grundsätzlich:
Lasse Dich nicht vom Stellenabbau in allgemeinbildenden
Schulen einschüchtern. Niemand redet von beruflichen Schulen.
Ich bin mit 50 Jahren einer der Jüngsten, weil nichts
nachkommt.
- Wenn Du vor allem an das Schulfach denkst, lasse es
bleiben. Wenn Du aber gern mit Menschen arbeitetst und
„pädagogisch brennst“, nur dann bist Du für das Lehramt
richtig. Aber Du wirst die ausbeuten wie nirgendwo sonst
(siehe: "www.tischler-ole-welzel.de"). Mache am besten vorher
ein Praktikum.
Hallo,
ich denke nicht nur an das Schulfach „Mathe“. Dann würd ich Diplommathematiker studieren wollen - das kann ich mir aber weiß Gott nicht vorstellen. Ich brauche Menschen um mich rum…und ich denke, da bin ich in der Schule schon ganz richtig…
- Mach erst einmal eine Lehre (Ausbildungsberuf). Das hilft
Dir schon beim Studieren, denn Du lernst, Deine Arbeit anders
zu organisieren. Dann studiere das Lehramt für diesen
Ausbildungsberuf und meinetwegen als 2. Fach Mathematik oder
etwas anderes dazu.
Ich habe bereits eine Lehre gemacht - bin Versicherungskauffrau. Und du hast recht, es hat sehr geholfen - ich bin selbständig geworden. Als ich aus der Realschule raus bin habe ich ganz schnell gemerkt, dass man mir nicht mehr alles hinterherträgt. Das hilft mir jetzt beim Abi. 80% aus meiner Klasse haben dies noch nicht gelernt und die haben es jetzt wesentlich schwerer als ich.
Dann hast Du nicht nur beinahe eine Einstellungsgarantie (wg.
Mangel an Lehrern), es hilft auch bei der Arbeit, wenn Du aus
der Praxis kommst.
Ich möchte nicht an die Berufsschule. Ich habe ehre an die Fachgymnasien usw. gedacht. Aber geraten haben mir das schon viele. Viele Lehrer an meiner Schule haben mir geraden diesen Weg einzuschlagen. Ich fand meine Berufschulzeit ganz grausam - dabei bin ich eigentlich immer gerne zur Schule gegangen. Ich glaube ich könnte mich damit nicht anfreunden…Aber das mit der Einstellungsgarantie ist natürlich ein Argument…
- Das wichtigste ist: Studiere, was Dich interessiert nicht
was im Moment einen Job bringt. Arbeit ist mehr als Geld
verdienen.
Ich weiß, dass Arbeit mehr als Geldverdienen ist. Deswegen mache ich ja gerade mein Abi nach. Sonst würd ich jetzt irgendwo in einem Büro bei einer der vielen Versicherer sitzen und warten, dass ich in 45 Jahren in die Rente gehen kann - furchtbar diese Vorstellung. Mir sit schon die Decke nach 4 Jahren im Büro auf den Kopf gefallen. Ich hatte keine Menschen um mich rum - ok die Kollegen waren dar, aber das war auch alles…
Vielen vielen Dank für deine Ratschläge
Herzlichst
Ole Welzel
Hallo,
ich studiere im 7. Semester Lehramt an Beruflichen Schulen Metalltechnik/Physik.
Ich kann nur sagen, was ich so von Freunden höre, ist Mathe ziemlich hart. Genau so wie Physik. Du wirst mit den Diplom-Studierenden zusammen die Vorlesungen besuchen und auch die gleichen Prüfungen schreiben.
Außerdem wirst Du wohl nicht um ein Referendariat an der Berufschule rumkommen.
Ich will Dich nicht entmutigen, aber überleg Dir die Zweitfachwahl gut.
Liebe Grüße, Katja