Lehrbuch für Afrikaans

Hallo in die Runde,
kennt jemand ein gutes Lehrbuch für Afrikaans? Gerne auch englisch-afrikaans…

Besten Dank, rachel

Hallo,

kennt jemand ein gutes Lehrbuch für Afrikaans?

Wozu?
Warte bis du in Südafrika bist und besuch ein paar Wochen einen Kurs (gibts wie VHS). Als Deutsche hast du das in 3 Monaten oder weniger drauf. Afrikaans ist eine der einfachsten Sprachen der Welt, keine Deklination, nur drei Zeitformen (Präsenz, Perfekt, Futur), nur ein Geschlecht. Und wenn man die Ausspracheregeln kapiert hat, versteht man 50% der Worte vom Deutschen her intuitiv.

Außerdem braucht man Afrikaans in Südafrika eigentlich nirgends, man erkauft sich in den entsprechenden Kreisen „Goodwill“ durch ein gezieltes: Goie môre, tannie! und dann kann man auf Englisch weitermachen.

Zulu oder Xhosa (je nach Gegend bringt einen weiter).

Es gibt in der Tat gute Literatur in Afrikaans, die man, wenn man die Sprache so gut beherrscht, sich durchaus in der Originalsprache antun soll - aber dafür ist auch Lernen im Land die bessere Option.

Sollte ich dich nicht überzeugt haben, ist dieses online Angebot nicht schlecht:
http://www.easyafrikaans.com/

Und es gibt noch mehr Sites dieser Art.
Ein spezielles Lehrbuch kann ich nicht empfehlen.

Tot siens,
Elke

Painless Afrikaans
Goeie aand,
ob es wirklich was gutes gibt, weiß ich nicht. Ich habe zum Einstieg „Painless Afrikaans“ benutzt, ein älteres relativ dünnes Heftchen, das ich in einer südafr. Buchhandlung fand. Den Rest habe ich einfach vor Ort durch Zeitung lesen, zuhören und radikales reden insbesondere mit den „Coloureds“ gelernt, die sind dankbar, wenn jemand ihre Muttersprache spricht. Die Sprache ist einfach, zumindest im schriftlichen (Holländer nannten es „Baby-Dutch“, so ist es ja auch entstanden). Der Akzent und die ungewohnten ch Laute machen das Hörverstehen erstmal etwas schwerer. Viel Spaß!

palma

http://www.amazon.com/Painless-Afrikaans-Frederick-G…

Super, herzlichen Dank für die Antworten. Klar, vor Ort lernt man mit Sicherheit schneller und leichter, dennoch würde ich mich gerne ein bisschen einlesen, einfach aus Interesse.
Bin gespannt, ob ich das hinkriege… :smile:

Super, herzlichen Dank für die Antworten. Klar, vor Ort lernt
man mit Sicherheit schneller und leichter, dennoch würde ich
mich gerne ein bisschen einlesen, einfach aus Interesse.

Hi,
nochmal ich.
Es stimmt, dass du unter Umständen freudig willkommen geheißen wirst, wenn du Afrikaans sprichst.
Kann dir aber auch ganz anders gehen. Afrikaans ist nicht überall beliebt.
Nur so, als Warnung.

Gruß
Elke

Hallo,

kein Sprachkurs, sondern ein Reisesprachführer:
Kauderwelsch, Afrikaans Wort für Wort
http://www.amazon.de/Kauderwelsch-Afrikaans-Wort-f%C…
Den Afrikaans-Band kenne ich nicht, aber die Kauderwelsch-Reihe ist amüsant und kompetent gemacht, sie bietet außerdem eine Menge Informationen über Sitten und Gebräuche. Für einen Anfänger ist es ganz praktisch, neben einem Sprachkurs auch die wichtigsten Vokabeln und Wendungen aus Alltagssituation in kompakter Zusammenstellung zu finden.
Und wenn Du im Land bist, ist so ein Büchlein erst recht nützlich.

Grüße
Pit

Sprachsituation/-konflikte in Südafrika
Hallo Elke,

Du sagst, dass Afrikaans nicht überall beliebt ist. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass vielen Schwarzen die Kommunikation auf Englisch lieber ist, weil es nicht die Sprache der ehemaligen (oder immer noch) Ausbeuter ist.

Ein paar genauere Fragen:

  1. Sehe ich das richtig?
  2. Kann es auch in den englischsprachigen Gebieten zu peinlichen Situationen kommen?
  3. Die Karte der Sprachverteilung bei wiki zeigt, dass diese Gebiete ganz winzig sind http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdafrika#Sprachen
    Im Artikel steht, dass Englisch von 39% der Weißen zu Hause gesprochen wird - das widerspricht völlig dem Kartenbild.
    Ist es so, dass es in den Städten so etwas wie „England Towns/English Quarters“ gibt, oder sind die 39% ein wiki-Fehler?
  4. Gibt es in den großen Städten Viertel, in denen [fast] ausschließlich die Nachkommen von Indern, Chinesen, Deutschen etc. leben?
  5. Gibt es auch ganze Regionen oder Orte, in denen Menschen mit einem ganz bestimmten nationalen Migrationshintergrund überwiegen?

So, das war’s. Ich könnte natürlich in die Bibliothek, und da gibt’s bestimmt Bücher dazu, und so weiter - von Dir werde ich die Antworten jedoch schneller bekommen. Du kannst dir aber auf jeden Fall Zeit lassen.

Vielen Dank im Vorrraus, und
angenehme Arbeitswoche

Pit

Hallo!

  1. Die Karte der Sprachverteilung bei wiki zeigt, dass diese
    Gebiete ganz winzig sind
    http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdafrika#Sprachen
    Im Artikel steht, dass Englisch von 39% der Weißen zu Hause
    gesprochen wird - das widerspricht völlig dem Kartenbild.
    Ist es so, dass es in den Städten so etwas wie „England
    Towns/English Quarters“ gibt, oder sind die 39% ein
    wiki-Fehler?

Bei 9,x% Weißen in ZA, die sich auch noch auf die Städte konzentrieren, sind die Angaben schon plausibel. Im Busch lebt nun mal kein Weißer, und wenn, ist es ein Bure.

Jan

Hallo,

Bei 9,x% Weißen in ZA, die sich auch noch auf die Städte
konzentrieren, sind die Angaben schon plausibel. Im Busch lebt
nun mal kein Weißer, und wenn, ist es ein Bure.

Nach der offiziellen Statistik sprechen 8,2% der Südafrikaner zu Hause Englisch (Stand 2001),:

http://www.southafrica.info/about/people/language.htm
http://www.statssa.gov.za/census01/html/RSAPrimary.pdf

Grüße
Rainer

Hallo,

Ein paar genauere Fragen:

  1. Sehe ich das richtig?

Ja. Man erinnere sich an die Studentenunruhen, die am 16.6.1976 begannen. Auslöser war damals, dass Afrikaans an Schulen für schwarze Südafrikaner als Unterrichtssprache eingeführt werden sollte.

  1. Kann es auch in den englischsprachigen Gebieten zu
    peinlichen Situationen kommen?

Nein, eigentlich nicht. Nur: Afrikaanssprachige (weiße) Südafrikaner sprechen in der Regel auch Englisch. Englischsprachige (weiße) Südafrikaner sprechen nicht immer Afrikaans.
Ausnahmen sind die erwähnten Coloureds, die oft Afrikaans als Muttersprache haben. Allerdings ist bei jüngeren Menschen nahezu immer davon auszugehen, dass sie Englisch sprechen.

  1. Die Karte der Sprachverteilung bei wiki zeigt, dass diese
    Gebiete ganz winzig sind
    http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdafrika#Sprachen
    Im Artikel steht, dass Englisch von 39% der Weißen zu Hause
    gesprochen wird - das widerspricht völlig dem Kartenbild.
    Ist es so, dass es in den Städten so etwas wie „England
    Towns/English Quarters“ gibt, oder sind die 39% ein
    wiki-Fehler?

Nein. Eher die Karte. In den großen Städten (Johannesburg, Kapstadt, Durban, Port Elizabeth, East London) ist Englisch die vorherrschende Sprache. Das würde man auch daran sehen, wenn man die Anzahl der „English medium schools“ mit denen der „Afrikaans medium schools“ vergleicht. Allerdings hat jede große Stadt ein mindestens ebenso großes „Township“ im Gürtel drumrum (auch wenn die jetzt nicht mehr Township heißen und nicht mehr verbindliche Wohngebiete für die verschiedenen Bevölkerungsgruppen sind, so wohnen dennoch hauptsächlich noch die Gruppen dort, für die die Townships ursprünglich angelegt waren). Und da die Karte relativ klein ist, sieht das dann so aus, als spräche eigentlich niemand Englisch. Dem ist aber nicht so.

  1. Gibt es in den großen Städten Viertel, in denen [fast]
    ausschließlich die Nachkommen von Indern, Chinesen, Deutschen
    etc. leben?

Ja-ein.
Nach Deutschen etc. wird nicht aussortiert. Diese Art Ghettobildung unter Weißen hat sich Südafrika nie geleistet.
Allerdings waren die Townships nach Hautfarben sortiert (man wohnte in einem anderen Viertel, je nachdem ob man 1) weiß, 2) farbig, 3) indisch, 4) other Asian (= chinesisch), oder 5) schwarz war. Die schwarzen Gebiete waren nicht nochmal nach Ethnie aufgeteilt. In den weißen Vierteln gab/gibt es dominant englische oder dominant afrikaanse Viertel (was wiederum durch die Schulen gut zu dokumentieren ist, ob es sich um Roosevelt Hoerskool oder um Triomf Primary handelt). In Johannesburg gibt es ein Viertel (Yeoville), in dem früher viele jüdische Südafrikaner gewohnt haben, dort sieht man heute noch chassidische Juden auf der Straße, obwohl das Viertel in den 70er und 80er Jahren eher ein Studenten- und Künstlerviertel war, und in den 90er Jahren eines der ersten „grey areas“ (Zuzug von schwarzen Südafrikanern) und heute ziemlich gemischt ist.

  1. Gibt es auch ganze Regionen oder Orte, in denen Menschen
    mit einem ganz bestimmten nationalen Migrationshintergrund
    überwiegen?

Das habe ich oben, glaube ich, beantwortet. Andere ethnische Herkunfsländer sind Griechen, Libanesen, Portugiesen und Taiwan-Chinesen, die aber keine eigenen Viertel haben. Griechen tendieren eher zu englischen Vierteln, Portugiesen (über Angola und Mozambique gekommen, oder direkt aus Portugal) eher Afrikaans (auch weil sie schon länger im Land sind, viele Afrikaansfamilien tragen ja portugiesische Namen, man denke an Wayne Ferreira, vor einigen Jahren international bekannter Tennisspieler).

Hab ich alles abgedeckt?

Ich weiß nur, dass ich in den frühen 80er Jahren als ich nach Südafrika kam, sehr schnell auf Ethnien und Abstammungen sensibilisiert wurde.
Wir waren z.B. in einem öffentlichen Schwimmbad (nur für Weiße, logisch) und da saß eine ziemlich dunkelhäutige Schönheit am Rand des Beckens. Ich war etwas irritiert, weil ich gerade dabei war die ganzen unsinnigen Regeln zu lernen, die das Leben in Südafrika regulierten und fragte meinen Mann, warum und wieso. Er warf ihr nur einen kurzen Blick zu und sagte, logisch, die darf, sie ist ja Portugiesin. Mir war schleierhaft wie er das sehen konnte.
Nach einem Jahr war ich so gut wie jeder Südafrikaner und konnte Griechen von Portugiesen von Libanesen usw. unterscheiden. Man machte das dort ganz unterschwellig. Galt auch für Zulu / Xhosa /Tswana etc., jedenfalls begrenzt und natürlich nie narrensicher.

Auch kann ich mich an einen Tag an der Uni erinnern, als ich in die Klasse kam und fast die Hälfte der Studenten fehlten. Ob ich denn nicht wüsste, dass heute Jom Kippur sei. Öhhh… ja und? — Naja, jüdische Studenten bleiben an dem Tag zuhause. Ahja. In meiner damaligen Naivität hatte ich mir bis dahin nie Gedanken gemacht, dass viele meiner Komilitonen Finkelstein, Swartzberg, Abraham und Krouse hießen. (bevor jemand an meinen mathematischen Fähigkeiten zweifelt: ich habe ein Fach mit extrem hohem jüdischen Anteil unter Studenten und Dozenten studiert).

Gruß
Elke

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Frau, bist Du schnell!
Moin,

besternten Dank für Deine ausführliche Antwort; und nee, noch eine neue Sternen-Diskussion will ich nicht anzetteln ;-».

Englischsprachige (weiße) Südafrikaner sprechen nicht immer
Afrikaans.

Wahrscheinlich eher selten… „I speak English, that’s enough“ - diese Haltung spürt man oft genug, wenn man durch die Welt gurkt ;-»

  1. Gibt es auch ganze Regionen oder Orte, in denen Menschen
    mit einem ganz bestimmten nationalen Migrationshintergrund
    überwiegen?

Das habe ich oben, glaube ich, beantwortet.

Da habe ich mich nicht präzise ausgedrückt. Ich meinte damit geographische Gebiete außerhalb der Städte, die dann auf ein paar 1000km² so eine Art Klein-Deutschland oder Piccola Italia bilden.
Oder z.B. Siedlungen/Dörfer in einem eigentlichen Afrikaans-Gebiet, in denen aber fast ausschließlich Nachkommen von Portugiesen leben.

Hab ich alles abgedeckt?

Ansonsten, ja.

Grüße
Pit

Hallo,

*fggg

Da habe ich mich nicht präzise ausgedrückt. Ich meinte damit
geographische Gebiete außerhalb der Städte, die dann
auf ein paar 1000km² so eine Art Klein-Deutschland oder
Piccola Italia bilden.

Es gibt in Northern Natal rund um „Hermannsburg“ (bei Greytown) eine kleine deutsche Kolonie, weil es dort seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts ein deutsches Internat der Hermannsburger Mission (aus der Lüneburger Heide) gab. Das ich das vergessen habe! Ich habe einige Jahre mit dem ehemaligen Direktor Dr. Wolfram Kistner zusammengearbeitet, der auch der Sohn des ersten Direktors war.
In der Nähe von Kapstadt gibt es Genadental, ebenfalls aus einer Missionsstation hervorgegangen. Aus dieser Gemeinde stammt Ilse Naudé, die Frau des bekannten Apartheidgegners Christiaan Frederik Beyers Naudé (mein anderer Ex-Chef). Allerdings wird dort kaum noch deutsch gesprochen, schon in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts war Afrikaans dort vorrangig.
Dann gibt es noch eine deutsche Gemeinde in Rustenburg.
So gibt es auf dem Land noch einzelne Gemeinden, die aus Missionsstationen hervorgegangen sind, aber wo Deutsch kaum noch gesprochen wird. Es gibt ja auch viele deutsche Städtenamen (z.B. Heidelberg, im südöstlichen Gauteng bei Johannesburg, was aber nie „deutsch“ war, soweit ich weiß). Es gab in Johannesburg immer Deutsche in größerer Zahl (z.B. soll ja ein deutscher Ingenieur an der Innenstadt Johannesburgs mitgeplant haben), aber bestimmte Viertel (wie man sie aus früheren Zeiten aus New York kennt, gab es da nie). Heute gibt es in Johannesburg immer noch viele Deutsche oder Deutschstämmige, die aber über alle ehemals weißen Stadtviertel (hauptsächlich denen im Norden) verteilt sind. Die Deutsche Schule ist relativ zentral, unterhalb der Witwatersranduniversität in Johannesburg.
Ansonsten gibt es eine deutsche Schule in Durban und eine in Kapstadt. Kapstadt hat in den letzten Jahren einen großen Zuzug von deutschen Rentnern zu verzeichnen.

Oder z.B. Siedlungen/Dörfer in einem eigentlichen
Afrikaans-Gebiet, in denen aber fast ausschließlich Nachkommen
von Portugiesen leben.

Soweit ich weiß nicht. Afrikaanssprachige Südafrikaner mit portugiesischen Nachnamen verstehen sich nicht als Portugiesen, sondern vom Selbstverständnis her genauso Afrikaans wie die mit ehemals niederländischen/flämischen Namen (de Wet, de Wit, van der Merve, Burger, etc.) oder französischen (Hugenotten-) Namen (du Toit, du Plessis, Labuschagne - aber Vorsicht! die Aussprache hat nichts mehr mit Frz. zu tun).

Gruß
Elke

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Kauderwelsch
hi,
das ist auch ganz gut, erklärt manches der ohnehin sehr schlichten Grammatik. Nur zum Einstieg ist es allenfalls bedingt geeignet.
Ansonsten muss ich sagen, ich hatte nirgends mit Afrikaans Schwierigkeiten im Sinne von nicht gern gesehen. Allerdings war ich hauptsächlich in der Kapregion. Da sind die Schwarzen ohnehin nicht so stark vertreten, da dort ursprünglich nicht beheimatet. Zumindest war das Mitte der 90er noch so. Seither wurde aus wahltaktischen Gründen m. W. ein kräftiger Zuzug Schwarzer dorthin initiiert.

palma

Na, da hammas ja
Goeiedag,
Ek wil net hartlik dankie se vir ou artikel!
Da hast Du mir ja massenhaft Stoff zum Stöbern und zum Mich-Verzetteln geliefert - das mag ich sehr, als Pensionär.

Ist das nicht wunderbar? Da sieht man es noch, fernab der Heimat, das Heilige Römische Reich …

Genadental

deutscher Nation: Hermann - ein urdeutscher Name.
_Deutsche Schule Hermannsburg - treu & fest! _ :wink:
http://www.hmbschool.co.za/deutsch/index.html

Wenn Du mal Lust und Zeit zum Stöbern hast: im Link findest Du ein Bildarchiv aus den deutschen Kolonien und das Deutsche Kolonial-Lexikon von 1920
http://www.ub.bildarchiv-dkg.uni-frankfurt.de/

tot siens, hamba kahle, kwa heri,
und Tschüss
Pit

Herzlichen Dank an meine Übersetzer:
http://www.freelang.net/expressions/
http://www.foreignword.com/Tools/dictsrch_hp.asp?que…
http://www.google.de/search?as_q=&hl=de&num=10&btnG=…

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Hallo!

Ist das nicht wunderbar? Da sieht man es noch, fernab der
Heimat, das Heilige Römische Reich …

Genadental

deutscher Nation: Hermann - ein urdeutscher Name.

Geht aber, wie ℮klastic schon schrieb, auf das Hermannsburg in der Südheide zurück. Die von dort entsandten Missionare sind auch für ein „Hermannsburg“ in Australien verantwortlich.

Deutsche Schule Hermannsburg - treu & fest! :wink:

Meine zwei Cousinen, die dort waren, sind aber durchaus progressive Menschen geworden.

Richtig beinhart deutsch geht es in Kroondal zu. War ich leider nie.

Gruß, Jan - Missionarsenkel und -neffe und trotzdem gebürtiger Atheis

ot Hermannsburg
Hallo,

Meine zwei Cousinen, die dort waren, sind aber durchaus
progressive Menschen geworden.

Ich weiß, dass Hermannsburg (in Natal) ziemlich viele erzkonservative Selbstzensur hervorgebracht hat. Es hat aber auch den Menschen hervorgebracht, der in Südafrika federführend für das Kairos-Dokument verantwortlich war -
http://en.wikipedia.org/wiki/Kairos_Document
ein Dokument der Befreiungskirche in Südafrika in den 80er Jahren (wobei er genug Bescheidenheit hatte, ganz hinter der Gruppe der Unterzeichner zurückzutreten),
und später auch „The Road to Damascus“ zum größten Teil formuliert hat.
Und der gemeinhin in den 70er Jahren als die eigentliche Intelligenz hinter Desmond Tutu galt (was gegenüber Tutu unfair ist, aber sicher ist, dass seine Ideen zum Teil Archbishop Tutus Haltung gegenüber Apartheid intellektuell untermauert haben).
Ich rede von Dr. Wolfram Kistner. Wer in den 80er und 90er Jahren auf Kirchentagen der evangelischen Kirche in Deutschland war, wird sich an ihn erinnern.

Gruß
Elke