Hallo,
wie nennt man die Lehre, nach der Walnüsse gut fürs Hirn, Bohnen gut für die Nieren, Spargel gut für die männlichen Geschlechtsorgane etc. ist, wobei sich stets auf die Ähnlichkeit der Form bezogen wird?
Ich habe mich mal für’s Medizinbrett entschieden, da ich vermute, dass dies hier einige wissen könnten.
Viele Grüße,
Nina
Hi
Das ist keine spezielle Lehre, man nennt es Analogie. Im Brett Religionswissenschaft wärst du auch gut aufgehoben gewesen.
Analogie wird oft mit Magie in Verbindung gebracht. Gleiches hilft halt, und Bohnen sehen wie Nieren aus und Walnüsse wir Hirn etc. pp. In verschiedenen Kulturen gibt es diverse Analogiegruppen.
Ähnliches Prinzip: Weiß = sauber und hygienisch, darum tragen Ärzte weiße Kittel, obwohl sie jede Farbe haben könnten.
lg
Kate
Hallo Kate,
danke schonmal;
Das ist keine spezielle Lehre, man nennt es Analogie. Im Brett
Religionswissenschaft wärst du auch gut aufgehoben gewesen.
dass es sich um keine heutige anerkannte medizinische Lehre handelt, war mir klar (ich glaube da auch nicht dran).
Den Begriff „Analogie“ kannte ich allgemein für sowas; gibt es keine spezielle Bezeichnung für die von mir genannte Form (auf Nahrungsmittel, Naturarzneien bezogen)?
Viele Grüße,
Nina
kleiner Nachtrag
Hallo Kate,
eine kleine Frage an dich habe ich noch:
Kannst du vielleicht den Namen einer Person nennen, die diese Ansichten besonders deutlich vertreten hat?
(Warum ich nachfrage: In einer Unterhaltung mit einem Freund kam ich auf die Sache mit den Walnüssen, Bohnen und Spargel zu sprechen, und er kannte dies nicht, obwohl ihm z.B. Analogien in der Homöopathie geläufig wären.
Ich selbst kannte die Sache zwar, aber leider ohne genauere Hintergründe bzgl. Zeit und Personen (diese Ansicht dürfte aber, vermute ich, mehrmals entwickelt worden sein), sodass wir gerne etwas mehr darüber wüssten; ein Name wäre da ein Anhaltspunkt zur Suche.)
Viele Grüße,
Nina
Das ist eine uralte Lehre, die sich heute noch z.B. in Pflanzennahmen ausdrückt. Man hat angenommen, dass der Liebe Gott den Menschen durch die Form und Gestalt von Pflanzen einen Hinweis auf die Heilwirkung für den Menschen geben wollte (Leberblümchen etc). Der Mensch war ja der Mittelpunkt der Schöpfung und die Natur war für ihn gemacht.
Etwas eher auf Wirkungen, nicht auf optische Ähnlichkeit bezogen, war dann der Spruch von Hahnemann „Ähnliches heilt ähnliches“.
Ich erwarte hier heftigen Widerspruch der Homöopathen.
Udo Becker
Hi
Ich nenn dir den Namen, wenn du mir den Erfinder der Sprache und den Erfinder der Religion nennst 
Im Ernst, es gibt keinen, wie Udo schon sagt: Es ist uralt.
Zudem findet es sich in jedem Volk, wirklich jedem. Traditionelle Chinesische Medizin hat ein verschlüsseltes Analogiesystem, europäische, weiße Magie hat ein relativ offenes Analogiesystem (in der einschlägigen „Hexenliteratur“ die vor wenigen Jahren so in war, findest du recht taugliche Tabellen, auch wenn der Rest darin eher meh ist).
Ansonsten kannst du mal nach Totemismus googlen, das hat sehr viel und relativ direkt damit zu tun.
lg
Kate
Hallo Kate,
Ich nenn dir den Namen, wenn du mir den Erfinder der Sprache
und den Erfinder der Religion nennst 
Im Ernst, es gibt keinen, wie Udo schon sagt: Es ist uralt.
danke für den Hinweis 
Zudem findet es sich in jedem Volk, wirklich jedem.
Traditionelle Chinesische Medizin hat ein verschlüsseltes
Analogiesystem, europäische, weiße Magie hat ein relativ
offenes Analogiesystem (in der einschlägigen „Hexenliteratur“
die vor wenigen Jahren so in war, findest du recht taugliche
Tabellen, auch wenn der Rest darin eher meh ist).
Auch danke hierfür; das hilft mir schon mal sehr weiter.
(Ich hätte zunächst vermutet, man könne zumindest einen Erfinder oder Haupt-Vertreter wie bei der Homöopathie ausmachen.)
Viele Grüße,
Nina
Hallo Nina,
um auch mal die Frage zu beantworten …
Suche bitte nach dem Begriff „Signaturenlehre“.
Der Gedanke an sich stammt aus dem Altertum und erhielt im MA unter anderem von Paracelsus „wissenschaftliche Weihen“.
http://www.heilkraeuter.de/heiler/paracelsus-signatu…
http://www.exkotours.de/Signaturenlehre/Signaturenle…
http://www.natura-naturans.de/artikel/sig02.htm
Bewerten darfst Du selbst …
Gruß,
LC
Hallo,
Ähnliches Prinzip: Weiß = sauber und hygienisch, darum tragen
Ärzte weiße Kittel, obwohl sie jede Farbe haben könnten.
das ist zumindest nicht vollständig. Weiße Arbeitskleidung hat den entscheidenden Vorteil, daß man schnell und unbestreitbar sieht, wenn sie verdreckt ist und dadurch zum Wechseln genötigt wird. Sie könnte also nicht einfach „jede Farbe“ haben.
Der Effekt ist übrigens leicht zu beobachten - im Rettungsdienst gibt es blaue, rote und weiße Beinkleider, je nach örtlicher Vorliebe, und nur die Weißen wechseln wirklich bei jeder Schicht oder häufiger.
.m
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Hallo neben der Signaturenlehre gibt es noch die Sympathielehre, wobei hier Sympathie im Sinne von Entsprechungen/Ähnlichkeit verwendet wird. Ich fand es aber unmöglich dazu passende Links zu liefern, aufgrund der Mehrfachbedeutung. Und selbst der Begriff
„Sympathiemagie“ bringt nur Schmalspuresoterik hervor.
In der Volkskundlichen und wissenschaftshistorischen Literatur gibt es da aber reichlich Infos zu, insbesondere wenn es auch um Themen wie Astrologie (historisch betrachtet) oder Alchemie geht.
Gruß burli