Oh Gott, da hast du aber in ein Wespennest gestochen!
Du darfst um Himmels Willen nie im Entferntesten daran denken, Lehrer in ihren Ferien eine Fortbildung aufzwingen zu wollen.
Diese arme Klientel muss so unglaublich viel und hart arbeiten, da haben wir „Manager“ ein regelrechtes Lotterleben. Verglichen mit unseren 14 Arbeitsstunden pro Tag, ist deren Halbtagsjob allerhöchste Belastung. Da braucht man unbedingt die 14 Wochen frei! Man muss ja schließlich am Wochenende Klausuren korrigieren, weil man am Nachmittag, unter der Woche, vor lauter Stress, sein Nickerchen machen muss. Und deswegen kommt dann auch noch diese enorme Wochenendarbeit dazu. Oder man engagiert sich im Friedensclub, bei der AWO oder GEW oder beim Lehrersport. Alles Dinge, die belasten!
Also meine Lehrerverwandten in der Familie jammern ohne Ende. Ich kann sie auch gut verstehen. Der Ruf des Lehrers ist ruiniert (faule Säcke), die Anerkennung gleich null und gekleidet sind sie natürlich auch nicht in Brioni oder Versace…
Gruß
Show
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Solch eine Polemik…
…bringt hier leider überhaupt nicht weiter!
Hallo Show,
ich stimme mit dir uneingeschränkt überein, dass es eine Menge Lehrer gibt, die nur jammern und seit Jahren den gleichen (zumeist langweiligen) Unterricht machen PUNKT!
Glaubst du, es gibt keine anderen Lehrer? Solche, die sich Gedanken machen, wie sie ihren Schülern möglichst gut Wissen vermitteln können und natürlich auch versuchen, menschlich ein Vorbild zu sein?
Dazu gehört meines Erachtens auch, dass man keine Denunziation einer gesamten Berufsgruppe betreibt, ohne einen blassen Schimmer der Gegebenheiten zu haben. Ich will und werde hier nicht jammern, aber ich habe festgestellt, dass der Lehrerberuf einen psychisch und physisch enorm fordert, sofern man ihn engagiert und für die Schüler erfolgreich ausüben möchte. Natürlich könnte ich auch „zurückfahren“, also immer die gleichen Materialien verwenden oder wenig bis gar nicht auf Schüler eingehen (und nachmittags frei haben), aber genau da liegt der Knackpunkt!
Schüler (und zwar jeder Altersstufe) merken ganz genau, ob sie einen Lehrer vor sich haben, der sich für sie engagiert oder der das eben genannte Verhalten an den Tag legt. Dies zeigen sie dann eben auf positive bzw. negative Weise.
Diese (zumeist) positiven Rückmeldungen sind es, die dazu führen, dass ich mir für mich keinen besseren Beruf vorstellen kann, auch wenn ich vielleicht „Manager“ hätte werden und weitaus mehr verdienen können.
Leider scheinst du solche Lehrer nicht kennengelernt zu haben, in deiner Verwandtschaft scheinen sie sich anscheinend ja nicht zu befinden, anders sind deine eindimensionalen Aussagen wohl nicht zu erklären.
Ich würde mich sehr freuen, wenn wir hier in diesem Brett wieder zu einer sachlichen Diskussionskultur zurückkehren könnten. Beiträge wie deiner bieten (vorsichtig ausgedrückt) leider keinen Diskussionsansatz, sondern scheinen mir nur Frustabbau zu sein.
Gruß Alex
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
2 „Gefällt mir“
Klingt auf der einen Seite extrem nach Worthülse (aber diesen
schwammigen Ausdruck in diesen politischen Sphären gibt es
nicht erst seit heute) und andererseits planlos ziellos.
Ich kann doch an dieser Stelle in diesem Forum kein komplettes pädagogische Konzept, das 63 DinA4 Seiten füllt vorstellen. Da bleiben natürlich nur Worthülsen übrig.
Ich erachte es überhaupt nicht für müßig, warum das nicht
schon geschehen ist, bspw. warum nicht schon 1990?
Na toll, dann fangen wir halt garnicht erst an die Schule zu verändern.
Eigentlich wollte ich an dieser Stelle etwas ironisches schreiben, aber diese wird nicht verstanden, darum lasse ich es
Frag unsere finnischen Freunde, was die in den 1970ern in den
heutigen Neuen Ländern eigentlich nur getan haben.
Du wirst es nicht glauben, aber das tue ich sogar. Nur: wenn der Druck auf die Ministerien von der Bevölkerung fehlt, dass man Schulsozialarbeiter braucht, wenn der Aufschrei der Eltern fehlt, dass die Schulgebäude eine einzige pädagogische Bausünde sind, wenn die Eltern zulassen, dass 34 Schüler in einer 5. Klasse sind und neue Unterrichtsformen angewendet werden sollen, … der einzelne Lehrer kann im Ministerium nicht mal vorsprechen, weil er sich an den Dienstweg halten muss. Er darf nicht mal mit seinem Landtagsabgeordneten über Probleme reden. Er muss sich an den Dienstweg halten.
Ansonste EOD
Gruß
MK
1 „Gefällt mir“
Kann ich nicht nachvollziehen. Immer dieses Theater mit „G8“.
Das funktionierte in Sachsen „von Anfang an“ so und zig
Jahrzehnte in dem Land, dessen Name häufig einen
Verdrängungsreflex auslöst, sogar noch um Welten besser.
Dann hast du nicht nachgelesen was im G9 Bildungsplan bzw. im Plan zu G8 steht, oder du hast es nicht begriffen. Ich habe auch nirgends G8 kritisiert.
EOD
Martin