Liebes Forum, das mir schon so oft geholfen hat!
Problem:
Ein Kind in der 4.Klasse der Grundschule hat eine Nacherzählung geschrieben. Unter der Arbeit steht „mangelhaft“ mit der Bemerkung, das Kind hätte sich nicht an den vorgelesenen Text gehalten, vieles dazu erfunden, so dass die Geschichte anschließend keinen Sinn mehr ergibt.
Alles schön und gut. Seine Mutter will aber nicht locker lassen (weil eben der Ausgangstext nicht bekannt und die Nacherzählung sehr wohl einen deutlich erkennbaren logischen Aufbau bietet und somit ganz und gar nicht sinnlos wirkt)und bittet eine andere Mutter, deren Kinder ebenfalls diese Klasse besuchen, die Arbeiten der Kinder zu zeigen. Beim Vergleich stellt die Mutter des betroffenen Kindes fest, dass alle drei Arbeiten nahezu indentisch sind (Satzaufbau, Wortwahl, ja, sogar die Satzzahl, was ein „Dazuerfinden“ eigentlich ausschließt). Der einzige Unterschied: unter den beiden anderen Arbeiten steht eine „zwei“ mit dem Vermerk „sehr gute Arbeit“.
Jetzt vermutet die Frau, dass sich die Lehrkraft aus welchen Gründen dann auch, nicht objektiv verhalten hat. Da die beiden Damen vor kurzem eine laute Auseinandersetzung (allerdings über die allgemeinen Zustände in der Schule)hatten, liegt dieser Verdacht nahe.
Jetzt die Frage: wie soll man sich in dieser Situation verhalten? Die Mutter will die Benotung nicht akzeptieren und die Lehrkraft zu einer Erklärung auffordern. Inwiefern ist das angebracht? Falls eine Einigung nicht in Sicht ist, was könnte man dann unternehmen? Schulleitung? Schulamt? Oder sonstiges? Die Situation ist sehr angespannt.
Wie immer, vielen Dank