Leide ich unter Depression?

Liebe/-r Experte/-in,

Vor 1 Jahr ist meine Mutter verstorben seit dem hab ich Schwierigkeiten fühle mich Lustlos, hab keine Motivation was zu machen. Das sind immer mal so Phasen.Dauer ca. 2-4 Wochen. Meiner Arbeit gehe ich normal nach da hab ich auch keine Probleme.

Habe einen sehr guten Freund eigentl. dachte ich das es mein bester freund ist. Dem ist es auch aufgefallen das ich mich verändert habe. Ich habe immer mal Phasen wo ich wohl ein wenig austicke, eifersüchtig bin.
Bzw. immer alles genau wissen möchte.

Nun seit 8 Wochen ist es extrem er hat eine andere gute Freundin mit der er viel Spaß hat und ich bin nun auf Eis gelegt worden. Und wenn ich was erfahren möchte ist er immer abweisend. Früher haben wir uns über alles unterhalten.

Hab mich dann leider bei anderen Freunden erkundigt was er so macht, das hat Ihm nicht gefallen er meinte ich Kontrolliere Ihn. Das war nicht gut das versteh/weiß ich jetzt auch. es tut mir auch sehr leid. Er ist jetzt sauer.
Er will unsere Freundschaft nicht aufgeben. Sie ist Ihm angeblich auch wichtig. Aber ich muss mich ändern meint er.

Ich möchte es ja auch, will wieder eine genauso gute Freundschaft haben die es mal war.
Nur ich pack es nicht. Hab Herzrasen und versuch wieder kontakt aufzubauen. Nur von seiner Seite kommt nichts.
Wenn ich mich nicht ändere meinte er bricht er den Kontakt ganz ab.

Das belastet mich sehr ich Weine oft und möchte wieder sein vertrauen haben.
Sitze oft zuhause und denk darüber nach was ich machen kann.
Habe Schlafstörungen, Unruhe und Ess auch weniger.

Was kann ich machen wer hat einen Rat für mich.

Vielen Dank im vorraus schonmal
Susi

Hallo Susi 1999,
eine medizinische Diagnose kann und darf ihnen hier NIEMAND geben.
Meiner Meinung nach wäre es gut, wenn sie sich professionelle Hilfe holen.
Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  1. Sie besprechen alles mit ihrem Hausarzt. Leider verschreiben viele Hausärzte aber meiner Meinung nach zu schnell Psychopharmaka. (viele, aber nicht alle)
    2.Sie gehen zu einem Psychiater. Auch hier werden gerne Psychopharmaka verschrieben, aber ab und zu auch psychotherapeutische Hilfe angeboten.
  2. Sie gehen zu einem Pschotherapeuten. Dieser arbeitet oft mit einem Psychiater zusammen, so dass eine medikamentöse und eine therapeutische Behandlung stattfindet. Allerdings sind hier die Wartezeiten oft recht lang.
  3. Sie gehen zu einer Beratungsstelle. Diese werden meist von der Caritas oder der Diakonie angeboten. Die Religionszugehörigkeit dürfte aber trotzdem keine Rolle spielen. So weit ich informiert bin, sind die Kosten für die Beratungsstunden relativ günstig.
  4. Sie gehen zu einem „freischaffenden“ Berater oder Therapeuten. Hier gibt es die unterschiedlichsten Richtungen. Was für sie die richtige ist, können nur sie selbst herausfinden.

Ein paar Tipps noch zur Suche: Manchmal muss man mehrere Stellen abklappern, bis man die richtige findet. Das wichtigste ist, dass sie das Gefühl haben, dem Begleiter(Therapeuten) vertrauen und sich ihm langsam öffnen zu können. Es gibt Bücher, die die einzelnen therapeutischen Fachrichtungen kurz und prägnant erklären. Für einen ersten Überblick ist das recht gut.

Sie sehen, das ist alles recht aufwendig, aber es geht um ihr Wohlbefinden und das sollte es ihnen wert sein. Ob sie Psychopharmaka nehmen wollen oder nicht , müssen letztendlich sie entscheiden. Lassen sie sich da bitte nicht zu sehr von Ärzten bevormunden.

Ich hoffe, dass ich ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen konnte. Wenn sie noch weitere Fragen haben, dürfen sie sich gerne wieder melden.

Mit freundlichen Grüßen
pistache

Liebe Susi,
deine Frage, ob du unter Depression leidest, lässt sich für mich aus den wenigen Punkten nicht beantworten. Auch weiß ich nicht genug über dich.

Wenn wir wichtige Menschen verlieren (deine Mutter), dann geht das oft mit Trauer, Schmerz und/oder Verzweiflung einher. Sich diese Gefühle einzustehen und sie auch zu leben ist für unsere psychische Gesundheit sehr wichtig. Dies kann durchaus von dir wie auch von deiner Umgebung depressiv wahrgenommen werden. Was nicht heißt, das es eine Depression im Sinne einer Krankheit ist.
Oft trennt sich dann im sozialen Umfeld der Spreu vom Weizen. Menschen die dich verstehen, dein Leid mittragen können, dich trösten können und auch die zur Trauer gehörenden Gefühlsschwankungen ertragen, werden an deiner Seite bleiben. Andere werden die Trauer nicht so gut ertragen und auf Distanz gehen. Die Gründe dafür liegen in der Regel bei den Menschen selbst und haben weniger mit dir zu tun.
Unklar ist für mich, was du mit gutem Freund meinst. Das lässt mich auch zögern hier weiter zu antworten. Da ich nicht gern interpretiere bräuchte ich schon eine konkrete Beschreibung dieser Beziehung. Also zum Beispiel, wie deine Gefühle für den Mann sind. Sichtbar wird, dass du nicht noch jemanden, der dir wichtig ist verlieren willst

Meine Empfehlung ist, zu überprüfen was dir gerade wichtiger ist. Den Tod deiner Mutter zu verarbeiten oder einer (vielleicht) Ilussion oder einem Traum nachzulaufen. Auf jeden Fall könnte ich mir vorstellen, dass es hier einen Zusammenhang gibt.

Ich wünsche dir bei der Bewältigung dieser Lebensaufgabe viel Kraft und Unterstützung.
Gern kannst du mir antworten.
Bitte nutze die Mail: [email protected]

Liebe Grüße
Ingo

Liebe Susi, ich könnte mir gut vorstellen, dass Dein bester Freund Ernst macht. Ich würde es auch nicht ertragen können,wenn eine Freundin mich kontrolliert und mir hinterher"spioniert", egal, aus welchem Grund. Und wenn Du ganz aufrichtig zu Dir selbst bist,musst Du irgendwo auch verstehen, dass man lieber mit einem fröhlichen Menschen zusammen ist. Das ist ganz normal, auch wenn man den traurigen Menschen auch mag. Es eignet sich nicht jeder zum „Therapeuten“, viele haben das Gefühl, dass sie selber mit runtergezogen werden. UND: Es ist NICHT die Aufgabe eines Freundes, die Depressionen eines anderen auszuhalten oder gute Ratschläge zu geben. Die Sache gehört unbedingt in die Hände eines Psychotherapeuten und zwar so schnell wie möglich. Es bessert sich nämlich nichts, sondern hat die Neigung, sich weiter auszubreiten auf andere Lebensbereiche, die Arbeit usw. Je eher man einschreitet, desto erfolgreicher ist eine Therapie. Ich rate Dir also dringend, Dir einen netten, sympathischen Therapeuten zu suchen, die Wartezeiten sind lange! Bei Dir wäre wahrscheinlich eine Frau besser, denn Du scheinst an Deine Mutter emotional sehr gebunden gewesen zu sein. Wichtig ist, dass Dir die Frau sofort sympathisch ist und Du schnell eine Vertrauensbasis herstellen kannst.
Wir könnten natürlich lange emails schreiben,- ohne Dich zu kennen, ist das aber schwierig. Da hätte ich tausend Fragen, die Du beantworten müsstest und dann fehlte da immer noch das persönliche Gegenübersein, das Sehen, wie der andere sich bewegt, seine Mimik,Körpersprache, viele Dinge, wie enorm wichtig sind.
Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen und grüße Dich ganz lieb,
Benjamina

Liebe Susi,

es tut mir leid zu hören, dass Du so eine schwere Phase durchlebst. Toll, dass Du trotzdem den Mut und die Energie gefunden hast, hier Dein Anliegen zu schildern! Das hört sich für mich so an, dass Du wirklich an einer Lösung interessiert bist. Und das ist ja meist der erste Weg zum Finden einer solchen Lösung!

Leider ist via Internet nur schwer ersetzbar, was Du vermutlich brauchst, nämlich ein offenes Ohr, jemanden, der Dir zuhört, die richtigen Fragen stellt und der Dir im Dialog Anregungen geben kannst, um Dir auf dem weiteren Weg zur Lösung zu helfen.

Hast Du einmal daran gedacht, eine/n Psychotherapeuten/in aufzusuchen? Ich kann Dir das nur empfehlen. Habe selbst sehr gute Erfahrungen damit gemacht in einer Situation, in der ich keine gute Lösung parat hatte.

Man muss zwar manchmal etwas warten, bis man einen ersten Termin bekommt. Die ersten fünf Termine sind aber ganz unverbindlich, d.h. Du bist dann noch nicht „in Therapie“ o.ä., sondern kannst erst mal schauen, ob Du mit dem Therapeuten zurecht kommst. Bei mir hatte ich schon nach drei Sitzungen eine gute Lösung gefunden, habe also auch keine Therapie gebraucht. Der Blick von außen hilft manchmal sehr - ich denke, das ist der Grund, warum Du auch diese Frage ins Forum gestellt hast. Angesichts der emotionalen Belastung, die Du verspürst, finde ich aber, dass nichts den wirklichen menschlichen Kontakt ersetzen kann - daher mein Rat, professionelle Hilfe aufzusuchen.

Wenn Du sagst, das hilft Dir jetzt nicht weiter, weil Du noch heute Nacht in Bezug auf die Situation mit deinem Freund etwas mehr Klarheit brauchst, dann würde ich Dir raten, Dein „inneres Team“ in Bezug auf diese Konfliktsituation aufzumalen. Die Methode ist in „Miteinander Reden - Band 3“ von Friedemann Schulz von Thun beschrieben. Es wäre eigentlich hilfreicher, sie mit jemandem, der psychologisch geschult ist, durchzuführen, aber vielleicht magst Du es mal so versuchen: Du nimmst Dir ein Blatt Papier und einen Stift, denkst an die Situation mit Deinem Freund und horchst in Dich hinein. Sicher regen sich zu dem Thema „mehrere Seelen in Deiner Brust“ - Welche Stimmen melden sich da in Dir in Bezug auf die Situation mit Deinem Freund alles? Was wären charakteristische Botschaften, die diese einzelnen Stimmen/Anteile auf den Punkt bringen? Gibt es eine Überschrift für diesen Anteil/ dieses Teammitglied? Vielleicht magst Du dazu auch jeweils Figuren aufmalen.
Ein Beispiel wäre z.B. ein Teammitglied mit der Hauptbotschaft „Ich weiß nicht weiter. Was soll ich nur machen?“, das Du je nachdem, wie es für Dich passt, z.B. „Die Hilflose/Ratlose/Nachdenkliche/Resignierte“ etc. betiteln könntest. Es geht aber darum, auch Stimmen und Teammitglieder, die jetzt vielleicht im Hintergrund stehen oder nur sehr leise zu hören sind, herauszufiltern. Also z.B. nachzuforschen, ob da nicht noch jemand Wütendes ist, oder aber jemand, der optimistisch auf die gemeinsame Zukunft blickt… etc. Alle Anteile sollen zu Wort kommen. In einem nächsten Schritt kannst Du dann überlegen, wer von Deinem inneren Team momentan / und in der Interaktion mit Deinem Freund - die Hauptrollen übernimmt. Welche Stimmen kommen dabei zu kurz? Was würden sie Dir in Bezug auf die Situation raten? Fällt Dir ein Weg ein, diesen Stimmen auf Deiner inneren Bühne mehr Gehör zu verschaffen? Welche Teammannschaft brauchst Du, damit Du für die nächste Begegnung mit Deinem Freund gut aufgestellt bist?

Ich hoffe, das hilft Dir ein bisschen weiter. Unter http://www.psychotherapiesuche.de kannst Du Dich informieren, wie Du bei der Suche nach einem Psychotherapeuten vorgehen kannst. Ich hoffe, Du findest einen guten Ansprechpartner und wünsche Dir auf Deinem weiteren Lösungsweg viel Erfolg!

Beste Grüße

Claire

Liebe Susi,
zunächst finde ich es sehr schön, dass Du Dich Deinem Problem stellst. Ein guter Weg, um etwas zu verändern, Dich zu verändern, Deine Sicht der Dinge zu verändern.
Das ist nämlich nicht immer lustig, hat mit Arbeit an sich selbst zu tun - und tut auch manchmal weh.
Ob Du eine Depression hast, kann ich Dir so nicht beantworten. Dazu braucht es einen „Psychopathologischen Befund“. Alles andere wäre schlicht und einfach unseriös. Ob es bei Dir Sinn machen würde, eine Psychotherapie einzuleiten, würde ich mit „Ja“ beantworten.
Leider wird mit dem Begriff „Depression“ heutzutage sehr inflationär umgegangen.
In Deinen Zeilen lässt sich aber schon so einiges raus lesen. Viele Punkte, die in das Bild einer Depressions passen würden. Genauso wichtig wäre es aber zu wissen, wie Du früher reagiert hast, als Deine Mutter noch da war. Oder: Konntest Du Trauer-Arbeit leisten? Wie war das Verhältnis zu Deiner Mutter? usw.

Deshalb möchte ich Dir folgendes ans Herz legen:
Geh zum Hausarzt und lass Dich zu einem Neurologen überweisen, damit eine eventuelle Medikamentengabe professionell gesichert ist (keine Angst vor Psychopharmaka - sie machen weder süchtig, noch verändern sie die Persönlichkeit. Da wird viel Mist geschrieben). Der Neurologe wird Dir bei Bedarf eine Psychotherapie verordnen. Erst nach einer Anamnese wird zu entscheiden sein, ob die Therapie verhalten stherapeutisch oder tiefenpsychologisch als Traumatherapie erfolgen sollte.
Ich empfehle Dir, nicht zu lange zu warten, weil die Wartezeiten bei psychologischen Psychoherapeuten z. T. 4-8 Monate betragen, je nachdem, wo Du wohnst. Die Kassen bezahlen ohne Nachfrage 5 Std., damit ihr Euch kennen lernen könnt. Ohne gegenseitiges Vertrauen ist eine Psychotherapie unsinnig. Drum lass Dir Zeit und nimm nicht den Erstbesten, wenn Die Chemie nicht stimmt.
Schneller bekommst Du einen Termin bei Heilpraktikern für Psychotherapie. Das musst Du aber selbst bezahlen. Und außerdem gibt es da leider nicht so viele, die verhaltenstherapeutisch arbeiten.

Ich wünsche Dir alles Gute, nimm Dein Leben in die Hand und geh diesen Weg weiter. Werde Dir Deiner selbst bewusst. Dadurch werden Erkenntnisse entstehen, die Du dann im Leben umsetzen kannst. Mit entsprechendem Selbstwert kannst Du leichter durchs Leben gehen. Andere Freunde zu fragen, wo Dein Freund ist oder was der grad tut, brauchst Du dann nicht mehr, wenn Du nicht an Dir selbst zweifelst.

Wenn Du noch weitere Fragen hast, kannst Du Dich gerne wieder an mich wenden.

Liebe Grüße

Reinhard Diesl

Liebe Susi, leider lässt sich das Problem nicht mit ein paar Worten lösen.
Es bedarf einer Gesprächstherapie, in welcher die Probleme aufgearbeitet
werden. Ich hoffe, dass Du einen geeigneten Weg findest.

Liebe Susi,

kann sein - um Deine Frage kurz zu beantworten.

Allerdings möchte ich eine ausführlichere Antwort anschließen: Du sprichst, so verstehe ich Deine Frage, drei Themen an: den Tod Deiner Mutter, die Beziehung zu einem guten Freund und Deine Befindlichkeit.
Liebe Susi, einen wichtigen Menschen zu verlieren tut weh. Um das zu verdauen, braucht es Zeit und offene Ohren. Wenn man die im Umfeld nicht hat, gibt es Trauercafés und ähnliches. Es tut gut und ist wichtig über die Erinnerungen an den lieben Menschen zu sprechen. Dein - darf ich das sagen? - unsortiertes Inneres hat vielleicht damit zu tun. Und mir kommt der Verdacht, dass es nicht viele Menschen in Deinem Umfeld gibt, mit denen Du reden kannst. Könnte es sein, dass daher auch Deine Befürchtung kommt, Dein bester Freund könne sich abwenden?
Wie auch immer es sein mag, ich habe nicht den Eindruck, dass Du alleine Antworten findest - das ist, als sehe man den Wald vor lauter Bäumen nicht, verstehst Du? Ich würde Dir empfehlen, Dich vielleicht zuerst an eine Trauer-Selbsthilfe zu wenden. Informationen dazu findest Du im Netz oder einem größeren Krankenhaus in Deiner Nähe. Wenn das nicht in Frage kommt, hilft vielleicht ein Gespräch mit Deinem Hausarzt. Der könnte eine Diagnose festigen und Dich bei Bedarf auch an einen Facharzt vermitteln.
„Erst das Wort, dann die Pflanze, zuletzt das Messer“ soll der griechische Gott der Heilkunst, Asklepios, gesagt haben.

Falls Du nicht weiterkommst, meld Dich nochmal.

Gute Besserung!
Wildfang69

Bestwig, den 11.4.2011
Hallo liebe Susi,
ich habe Dein Anliegen gelesen und bin sicher, dass es Wege gibt die Dir sicher wieder ‚auf die Beine‘ helfen.
Ohne dass ich auf die einzelnen Probleme eingehe, möchte ich Dir die Behandlungsmöglichkeiten durch meine Frau vorstellen, sie hat genau mit Deinen Symtomen vielen schon dauerhaft helfen können, lese doch einfach mal auf unserer Homepage nach was wir machen: www.shari-karsin.de und melde Dich dann bei uns.Ich hoffe Du hast den Mut dazu.
Sicherlich hören wir bald voneinander.
Bis dahin wünsche ich Dir alles Liebe,
Karsin

Liebe Susi1999 !

Ob man das nun Depression nennen kann, worunter Du leidest, kann ich von Deinen Angaben nicht ganz sicher sagen, es kann aber durchaus sein. Viel wichtiger ist aber , DASS Du leidest. Man merkt, dass Dein Leben nicht schön ist, dass Du nicht glücklich bist. Symptome wie Schlafstörungen, Antrieblosigkeit, Herzrasen, Grübelei sind nicht einfach hinzunehmen (ich persönlich spreche nicht gerne von „normal“ oder „nicht normal“) , sondern gehören behandelt. Du brauchst definitiv hilfe von einem Fachmann/Fachfrau, nämlich einem Psychotherapeuten. Denn auch die Wichtigkeit dieses einen Freundes ist nicht normal. Hast Du sonst denn niemand, dass der SOO wichtig ist ?? Du erscheinst doch sehr abhängig von ihm und seinem Wohlwollen und arg schnell bereit, Dich ihm zuliebe zu verbiegen.
Ich würde Dir dringend raten, Dir eine therapeutische Unterstützung zu gönnen. Weisst Du, das machen Leute wie Du und ich,die vernünftig genug sind, einzusehen,dass sie allein nicht weiterkommen und mutig genug, sich auf etwas Neues einzulassen (und sich trauen,über sich selbst nachzudenken und Fragen zu stellen). Wenn Du die Therapeutin(denn es sind ja fast nur Frauen in diesem Beruf) suchst, ein paar Tipps : 1. nicht die Richtung (Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologisch fundierte) ist entscheidend, sondern, dass die Chemie zwischen euch stimmt
2. lass Dich nicht entmutigen - meist gibt es Wartelisten . lass Dich auf jeden Fall draufsetzen, nerv ruhig durch Anrufe und NAchfragen.
3. seriöse Therapeuten haben eine Kassenzulassung, d.h. die Krankenkasse zahlt die Therapie vollständig.Nur Aussenseitermethoden oder nicht kassenzugelassene Therapeuten haben Schwierigkeiten mit der Erstattung durch die Kassen.

Bei weiteren Fragen maile mir gern noch mal !

Liebe Grüsse,

Saskja

Danke für die Antwort ich hab schon einen Termin bei einer Therapeutin ausgemacht am kommenden Freitag.
Es ist einer abgesprungen und ich hatte glück.

Hoffe es bringt mir was.

Susi

Hallo Danke für die Antwort,
ich werde gleich mal auf Eure Homepage schauen.
Susi

Danke für die Antwort, ja ich kann es verstehen.
Nur wenn Ihm die Freundschaft auch so wichtig ist würde er mir bei stehen. Und mich nicht Ignorieren.

Ich werde versuchen es in den Griff zu bekommen.
Und werde mich die nächste Zeit mal zurück ziehen.
Hilfe werde ich auf alle Fälle suchen.Bzw. hab schon einen termin.

Danke und Grüße Susi

Hallo!
Danke für die Antwort.

Doch hab mehrere Freunde mit denen ich sehr gut Befreundet bin mit denen ich auch viel unternehme.
Nur der eine ist mir sehr wichtig.
Deswegen tut es auch so weh.
Werde aber versuchen es wieder in den Griff zu bekommen.
Und mich die nächste Zeit nicht bei Ihm melden.
Danke, melde mich gerne nochmal.
Grüße Susi

Hallo Susi,

ich kenne die Situation, wenn die Mutter gestorben ist. Hier kann ich mitfühlen, kann mich in Dich hineinversetzen. Aber bei Deiner anschließenden Beschreibung kann ich den Zusammenhang zum Tod Deiner Mutter noch nicht sofort erkennen. Vielleicht fehlt einfach auch noch das entscheidenden Puzzleteil der Schilderung, um die Situation mit deinem Freund nachvollziehen zu können.

So wie Du das jetzt beschreibst, frage ich mich, inwiefern Dein Freund nicht ganz offen mit Dir ist. Willst Du die Lage noch etwas detaillierter offenlegen?

Viele Grüße, Fabazze

Hallo Susi,
daß mit Deiner Mutter tut mir leid. Ich wünsche Ihr einen guten weiteren Weg.
Was Dich angeht, so ist es natürlich schwer, aufgrund einiger Angaben eine Diagnose o.ä. zu stellen, aber Du hast zumindest einige Symptome einer Depression genannt (Lustlosigkeit, Schlafstörungen, innere Unruhe, verändertes Eßverhalten). Hast Du um Deine Mutter getrauert oder versucht, Dich von Deinem Schmerz abzulenken (ich weiß ja nicht, was für eine Beziehung Du zu Deiner Mutter hattest)? - Der Umstand, dass diese stimmungsveränderten Phasen nicht durchgängig auftreten, kann bedeuten, dass Du zwischenzeitlich z.B. Trauer über den Tod Deiner Mutter verdrängst. Deine gesteigerte Eifersucht kann eine „Verlagerung“ der verdrängten Trauer auf eine andere Beziehungsebene (zu Deinem Freund) sein und zudem Deiner Angst entsprechen, nicht noch einen nahestehenden Menschen zu verlieren. Das Problem an gesteigerter Eifersucht ist nur leider, dass sie genau zu dem führt, was man glaubt, durch sie verhindern zu können (Trennung).
Ich würde Dir empfehlen, einen Psychologischen Psychotherapeuten aufzusuchen. Da kannst Du einfach ohne Überweisung o.ä. einen Termin machen und gemeinsam mit Ihm entscheiden, ob Dir eine Therapie helfen könnte. Ich gehe stark davon aus, denn Du scheinst an Deine Grenzen gekommen zu sein (bzw. darüber hinaus…) und weißt nicht, wie Du Dein Fühlen und Denken ändern sollst.

Alles Gute!

Andreas