Hallo zusammen,
Ich kenne Leute, die gerne leiden. Nicht körperlich, aber sie sehen meistens nur das Negative in allem und fühlen sich gerne benachteiligt. Sie möchten anscheinend dieses Gefühl.
Woran liegt das?
Danke
Hallo chris1234,
sie erwarten den Ausgleich.
Gruss,
Mike
Hallo Chris,
Die Menschen, die gerne leiden, sehen sich in der Regel als Opfer all der Schlechtigkeit in der Welt. Sprich, sie sehen sich nicht verantwortlich für ihre Art der Wahrnehmung sondern „die Welt“ ist schlecht. Nicht selbstverantwortlich zu handeln ist bequemer!
Dass es ihr Denken/ ihre Sichtweise auf die Dinge ist, der Gedanke wird ausgeblendet bzw. taucht gar nicht auf, denn das würde ja bedeuten, dass man an sich selbst arbeiten muss - ein Weg, den viele scheuen…
Mangelndes Selbstwertgefühl und/oder Projektion der eigenen Unzulänglichkeiten nach außen spielen hierbei sicher eine Rolle.
Entwicklungspsychologisch betrachtet könnte es auch sein, dass diese Menschen als Kinder viele negative Erfahrungen gemacht haben und/oder häufig benachteiligt wurden. Auch wenn diese Erfahrungen schmerzhaft waren, so bieten sie dennoch innere emotionale Sicherheit weil das Gefühl bekannt ist. Daher wird diese Struktur bei Nicht-Verarbeitung bis ins Erwachsenen-Dasein aufrecht erhalten.
Einige der Abwehrmechanismen der Angst spielen bei den „leidenschaftlichen Leid-Trägern“ sicher auch eine Rolle.
http://de.wikipedia.org/wiki/Abwehrmechanismus
Justmy2cents,
jeanne
Gutentag Jeanne,
Sprich, sie sehen
sich nicht verantwortlich für ihre Art der Wahrnehmung sondern
„die Welt“ ist schlecht. Nicht selbstverantwortlich zu handeln
ist bequemer!
„Ja, die Welt ist schlecht!! Ein Jeder denkt nur an sich, nur ich denk an mich!!“ (grins, grins)
Dass es ihr Denken/ ihre Sichtweise auf die Dinge ist, der
Gedanke wird ausgeblendet bzw. taucht gar nicht auf, denn das
würde ja bedeuten, dass man an sich selbst arbeiten muss - ein
Weg, den viele scheuen…
jeanne
Gruss: Ge-es