Hi,
Ich frage mal ganz dumm: Für was ist Arbeisspeicher da?
Der Arbeitsspeicher übermittelt der CPU die Daten die sie
braucht, und zwar kriegt der sie von der Festplatte.
Der genaue Weg: Festplatte -> Cache -> RAM -> CPU
Der Arbeitsspeicher dient dafür alle Daten aufzunehmen, die nicht in die CPU passen. Mal einfach ausgedrückt.
Dazu gehört aber nicht nur der Programmcode an sich, der von der Festplatte geladen wird. Dazu gehört auch Code/Daten der bei der Ausführung erzeugt wird. Sowas wäre etwa, wenn das Programm ein Fenster erzeugt. Dann werden die Daten, die dieses Fenster beschreiben, wenn sich nicht in den Speicher der CPU passen, in den Arbeitsspeicher geschrieben (wenn sie da nicht reinpassen, werden sie auf die Fesplatte ausgelagert -> Auslagerungsdatei). Darauf kann dann das Programm dann jederzeit zugreifen, und sie auch verändern. Wenn Du also das Fenster wieder grösser machst. Oder was anderes daran änderst, wird der Inhalt des RAMs geändert.
Und dazu bruchst Du RAM. Zumindest vereinfacht ausgedrückt.
Für was ist die MHZ da?
Bei der CPU sind das die Takte pro Sekunde. Sprich wieviele
Arbeitsschritte kann die CPU in einer Sekunde bewältigen.
Bringt nix, wenn nicht genügend Daten kommen.
Es müssen aber nicht in jedem Fall genug Daten „von aussen kommen“. Es gibt viele Fälle, in denen etwa die Menge an Daten, die verarbeitet werden, ziemlich gering ist. Dafür kann aber die Verarbeitung umso komplexer sein. Und dann bringt auch eine schnelle CPU wieder was.
Manche meinen das die Festplatten nicht mitkommen, andere
meinen das die Software hinterherhängt, Windows ist eh zu
langsam usw…
Kann sein, kommt drauf an wie alt die sind ??
Joo, es kann auch immer jeder dieser Faktoren sein. Dazu kann man keine pauschale Antwort geben.
Wenn Du allerdings ein paar sek brauchst um den Arbeitsplatz zu öffnen, liegt das nicht an Deinem Computer. Dann würde ich eher mal die Einstellungen überprüfen. Relativ lang kann es etwa dauern, wenn der Computer gerade im Ruhezustand war, oder wenn er nach einem Disketten-Laufwerk sucht, dass aber gar nicht da ist. Oder bei Netzwerkverbindungen, oder wenn das CD-ROM Laufwerk erstmal hochfahren muss… etcetc…
Gibt es irgendwelche Benchmarktest? Das ich mal sehen kann was
meinen PC von der optimalen Leistung abhält?
Referenz um die Spiele- bzw. Grafikleistung zu Benchmarken ist
der 3DMark2001 (www.madonion.com).
DEN Benchmark gibt es leider nicht. Es gibt viele verschiedene Benchmarks, die alle für verschiedene Fragestellungen brauchbar sind, für andere dagegen gar nicht.
Um zu sehen, ob irgendwelche grundsätzlichen Dinge nicht stimmen, und welche es sind, bietet sich z.B. SiSoft Sandra an. Er taugt nichts um festzustellen, wie schnell Dein Computer nun wirklich ist, aber er taugt um festzustellen, ob irgendwas nicht stimmt. Und um zu sehen, wie sich verschiedene EInstellugnen auf bestimmte Werte auswirken.
Ich habe gerade einen 600er mit über 500 MB Ram!
Eher unwahrscheinlich, aber könnte sein, daß das Board auf dem
der 600er steckt (AMD oder Intel) die große Menge an RAM nicht
cachen kann (siehe oben). Der Cache deckt einen bestimmten
Bereich des RAMs ab. Sollte der großer sein, kann das System
langsamer werden. Allerdings sollte das heute kaum mehr ein
Problem sein.
Diese Problem ist noch bei Pentium1 aktuell gewesen. Damals wurde der Cache (2nd level cache) noch auf dem Mainboard untergebracht. Dazu war damals auch noch der Controller für eben dieses auf dem Mainboard. Und die waren etwas gering dimensioniert. Bei den ersten Intel Celerons gab es diesen Schmarrn dann nochmal…
Bis 600MHz kamen solche CPUs aber nie.
Im Normalfall, wenn der Cache über die CPU gesteuert wird, kann er soviel cachen, wie die CPU Speicher adressieren kann.
Ein Windows 9x bringt Dir übrigens überhautp nix mit 500MB.
Sinnvoller ist das NT/2000.
Grundsätzlich ist NT/2k eher zu empfehlen. Allerdings bringt auch bei W 9x mehr Speicher etwas. Und bis 512MB ist es auch kein Problem. Aber bei nt/2k bringt mehr Speicher einen grösseren Vorteil gegenüber wenig Speicher, als dass bei 9x der Fall wäre. Aber auch hier ist das zu pauschal. Es kommt auf die Anwendung an.
Viel RAM ist notwendig wenn Du große Anwendungen hast, die
viel Daten in den Hauptspeicher auslagern (CAD-Anwendung, auch
Office belegt viel Hauptspeicher).
Spiele, Bildbearbeitung, Musik, uswusf. wenn man mehrere Anwendungen parallel laufen hat, wenn man oft auf die Festplatte zugreift (Caching) uswusf. Im Endeffekt: 500MB ist wirklich nie zuviel.
So das wars, was mein Erfahrungsschatz hergibt.
Prinzipiell kann man noch sagen, daß das Zusammenspiel aller
Komponenten wichtig ist, das eine kann ohne das andere nicht.
Volle Zustimmung.
Was nutzt es z.B.: wenn eine 1400MHz-CPU Gigabyteweise die
Daten schauffeln kann, wenn die ATI Rage Pro Grafikkarte mit
8MB die Fult gar nicht aufnehmen kann.
Schlechtes Beispiel. Böses Beispiel 
Der Speicher der Graka hat grundsätzlich gar nichts damit zu tun, wie schnell sie die Daten in Bilder umwandelt und an den Monitor schickt. 8MB reichen sogar für relativ hohe Auflösungen. Trotzdem höre ich oft bei Grakas, dass mehr Speicher = schneller. V.a. von Verkäufern. Scheint leichter zu sein, als das wirklich zu erklären.
Heutzutage wird nur standardmässig mehr verbaut, weil es billiger ist. Und weil es die Verkäufer dadurch leichter haben 
ciao
ralf