Leistung Schütz

Morgen Männer!

ich glaub, ich brauch mal ein bischen Mathematik-Nachhilfe . . .

es geht um:
http://www.elektroverkauf-online.de/cgi-bin/cosmosho…

Da steht:
Bemessungsbetriebsleistung AC-3, 400 V 13,3 kW,
Bemessungsbetriebsstrom le bei AC-3, 400 V 63 A

Wie kommt man an diese Leistung?
Wenn ich 63 A mit 400 V multipliziere komm ich auf 25,2 kW,
und wenn ich in meinem jugendlichen Leichtsinn so wie bei LS einfach 3 * 230 V * 63 A berechne, komm ich gar auf 43,4 kW . . .

Wie kommt man an die 13.3 kW???

mabuses Dank an alle Aufklärer :wink:

W ist eben nicht immer VA - so einfach ist das…
Die Leistung in Watt entspricht dem Produkt aus Strom mal Spannung, multipliziert mit dem Leistungsfaktor ([Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Die Leistung in Watt entspricht dem Produkt aus Strom mal
Spannung, multipliziert mit dem Leistungsfaktor (

Bei Schützen wird i.d.R. die Nennleistung des anschließbaren Motors angegeben. Ein AC3 5,5kW Schütz kann also einen Drehstrommotor mit 5,5kW schalten (der zieht aber ca. 11A, hat also bei 230/400V runde 7,7kVA).
Der Wert Ie ist IMHO der schaltbare Strom bei Ohmschen Verbrauchern.

Was willst Du denn damit schalten?

Es geht latürnich nicht um den LF des Schützes, sondern um den des zu schaltenden Verbrauchers. Der von Dir genannte Strom wird ja auch nicht vom Schütz gezogen…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Carsten!

Bei Schützen wird i.d.R. die Nennleistung des anschließbaren
Motors angegeben. Ein AC3 5,5kW Schütz kann also einen
Drehstrommotor mit 5,5kW schalten (der zieht aber ca. 11A, hat
also bei 230/400V runde 7,7kVA).
Der Wert Ie ist IMHO der schaltbare Strom bei Ohmschen
Verbrauchern.

Ja, ich hab mich mittlerweile durch die Datenblätter verschiedener vergleichbarer Schütze gearbeitet.

Sieht so aus, als könnte so ein Schütz mit 63 A rund 40 kW an ohmschen Lasten (beispielsweise Durchlauferhitzer) schalten, aber nur rund 15 kW an induktiven Lasten (Motoren) und sogar nur 5-8 kW an kapazitiven Lasten (Leuchtstoffröhren).

Das muss der geneigte Hobby-Elektriker natürlich erst mal lernen (zumindest kann ich mich nicht erinnern, das so damals in dem Heftchen meines Kosmos-Experimentierkastens gelesen zu haben ).

Was willst Du denn damit schalten?

Tja . . . alles. Und zwar wild durcheinander und gleichzeitig.

Der Plan sieht vor, einen Kontakt im Eingriff des Schließzylinders meiner Haustüre zu installieren. Wenn ich abschließe (= nicht zuhause bin), soll damit der Schütz angesteuert werden und das Haus vom Stromnetz trennen. Natürlich abgesehen von ein paar Spezial-Leitungen für Heizung, Kühlschrank, Anrufbeantworter/Webserver, Uhren, Wasserbett etc., dafür hab ich schon eine kleine Unterverteilung eingebaut.

Die Idee dahinter ist, das Geräte, die nicht am Stromnetz hängen

  1. keinen Strom verbrauchen können
  2. keine Zimmerbrände durch Kurzschluss oder so auslösen können

Naja, da im normalen Haushalt ja eh nur die ohmschen Lasten (Durchlauferhitzer und Herd) nennenswert sind und der Rest von der Leistung her eher unter Kleinkram läuft, sollte ich mit solch einem Schütz auf der sicheren Seite liegen. Schalten muss er solch eine Last ja eh nur, wenn ich es wirklich mal vergessen haben sollte, normalerweise ist ja alles aus, wenn ich gehe.

Hab mit dem Merlin-Gerin CT16026 auch einen geeigneten Schütz gefunden, vor allem, weil der nur 24V Spulenspannung braucht. An den Taster in der Türe wollte ich nicht unbedingt Netzspannung anlegen, und ein Hilfsschütz kostet nur mehr Geld, braucht Platz und Strom . . .

Da fällt mir noch ein:
Wenn ich mir irgendwann mal einen Induktionsherd kaufe - was ist das für ein Verbraucher? Von der Logik her würde ich ja sagen ein induktiver, aber ich frag sicherheitshalber nochmal nach . . . nur der Neugierde halber, an die Schaltleistung von dem Schütz komm ich ja auch damit bei weitem nicht heran.

Heissen Dank euch allen!

Was willst Du denn damit schalten?

Tja . . . alles. Und zwar wild durcheinander und gleichzeitig.
Der Plan sieht vor, einen Kontakt im Eingriff des
Schließzylinders meiner Haustüre zu installieren. Wenn ich
abschließe (= nicht zuhause bin), soll damit der Schütz
angesteuert werden und das Haus vom Stromnetz trennen.

Somit muss es nur geringe Lasten schalten, aber hohe Ströme tragen können. Das ESB 63 wäre schon in Ordnung dafür. (Neutralleiter NICHT mitschalten!)

Da fällt mir noch ein:
Wenn ich mir irgendwann mal einen Induktionsherd kaufe - was
ist das für ein Verbraucher? Von der Logik her würde ich ja
sagen ein induktiver, aber ich frag sicherheitshalber nochmal
nach . . .

Ich denke mal, dass ein Induktionsherd erst mal aus den 230/400V eine Gleichspannung macht, diese dann glättet und ne Hochfrequenz raus hackt. Somit wäre es ein kapazitiver Verbraucher. Aber nur geraten!

(Neutralleiter NICHT mitschalten!)

Warum?

Ich mein, ich hab’s nicht vor (wozu auch?), aber gibt’s da auch einen logischen Grund für?

Ich denke mal, dass ein Induktionsherd erst mal aus den
230/400V eine Gleichspannung macht, diese dann glättet und ne
Hochfrequenz raus hackt. Somit wäre es ein kapazitiver
Verbraucher. Aber nur geraten!

Klingt aber logisch (Wikipedia: „Die dabei üblicherweise angewandten Frequenzen liegen im Bereich von etwa 25 bis 50 kHz.“).
War ja klar . . . die offensichtliche Lösung ist wie immer falsch :smiley:

Und noch ne Frage . . .
auch Wikipedia: „Schnelles Ankochen größerer Mengen – und auch mit schweren Töpfen, da handelsübliche Induktionskochflächen besonders hohe Heizleistungen verwenden (bis zu 7 kW pro Kochzone)“

Wie weit korreliert da „Heizleistung“ mit „Stromverbrauch“?
7 kW pro Kochzone ist ja schlapp das dreifache eines normalen Ceranfeldes - ich zieh eh grad neue Strippen, sollte ich statt 5*2,5 sicherheitshalber lieber 5*4 oder gleich 5*6 qmm zum Herdstandort ziehen? Sind nur ~7 Meter von Verteilerkasten aus, macht mich also nicht wirklich arm . . .

Meinen Dank!