Leistungs eines Transformator mit zwei Abgriffen

Hallo,

ich habe eine Frage zum Strom/Spannungsverhältnis bei dem abgebildeten Transformator mit zwei primärseitigen Abgriffen. Die Lampe hat eine maximale Leistung von 50Watt.

http://img338.imageshack.us/my.php?image=img28027gs.jpg

Was bedeuten die beiden Symbole neben dem TÜV Zeichen auf dem Transformator? einmal galvanische Trennung von Primär-und Sekundärwicklung?

Verstehe ich das Typenschild richtig das der Transformator bei der Sekundärspannung von 10V 3,5a (35VA/10V=3,5A) abgeben kann!! und bei einer Sekundärspannung von 12V kann er 5A abgeben. vorrausgesetzt die Phasenverschiebung wäre 0

Wieviel Strom letztendlich tatsächlich sekundärseitig fließt hängt doch davon ab, wie groß der angeschlossene widerstand hinter dem Tranformator ist, oder?

Das heißt, hat der Verbraucher einen größeren widerstand, dann kann die Spannung auch nicht so viel Strom durch den Widerstand fließen lassen als bei einem kleineren widerstand.

eine weitere Sache ist mir auch noch nicht ganz so klar.
Der Transformator verändert Sekundärseitig nur das VERHÄLTSNIS von Strom und Spannung. Die sekundärseitige Leistung die er abgibt ist doch immer gleich, oder? P=U*I Wenn die Spannung Sekundärseitig erhöht wird, verringert sich auch der maximal mögliche Stromfluß und somit ist das sekundärseritige Produkt aus Strom und Spannung doch immer gleich.

Wenn diese Annahme zutrifft, könnte es dann nicht auch möglich sein, dass die Lampe immer gleich Hell brennt, egal bei welchem Abgriff, ob nun bei 10V oder bei 12Volt?
Ich denke aber das tut sie aus folgendem Grund nicht, weil die sekundärseitige Spannung am Transformator den Strom durch den Widerstand der Lampe bestimmt und der Trafo wird wahrscheinlich selbst bei hoher Spannung und kleinerem Strom noch genügend Leistungsreserven besitzen, um den nach R=U/I berechneten Strom durch die Lampe fließen zu lassen.

So, dass solls erstmal gewewsen sein.

vielen Dank für Eure Bemühungen mir die Fragen zu beantworten.

Einen schönen Abend wünsche ich Euch allen noch.

Hallo Fragewurm,

http://img338.imageshack.us/my.php?image=img28027gs.jpg

Was bedeuten die beiden Symbole neben dem TÜV Zeichen auf dem
Transformator?

Ganz Links:
der Trafo hat eine Thermische Überlastsicherung, wenn ich das Bild richtig lese speicht diese bei 130°C an.

Mitte:
Primär- und Sekundär-Wicklung sind so aufgebaut, dass kein Kurzschluss zwischen Primär- und Sekundär-Wicklung auftreten kann. Meist is der Aufbau so, dass die beiden Wicklungen nebeneinander in zwei durch eine Wand getrennte Kammern gewickelt werden. Normalerweise werden die Wicklungen übereinander gewickelt, was beim verschmoren zu einer Verbindung zwischen Primär und Sekundärseite führen kann.

Verstehe ich das Typenschild richtig das der Transformator bei
der Sekundärspannung von 10V 3,5a (35VA/10V=3,5A) abgeben
kann!! und bei einer Sekundärspannung von 12V kann er 5A
abgeben. vorrausgesetzt die Phasenverschiebung wäre 0

Nicht ganz:
bei 10V / 35VA sind es 3.5A
bei 12V / 50VA sind es aber 4.14A

Wieviel Strom letztendlich tatsächlich sekundärseitig fließt
hängt doch davon ab, wie groß der angeschlossene widerstand
hinter dem Tranformator ist, oder?

Ja.
Die Leistungsangaben sind das Maximum !! Auch mit einem Ferrari kann man auch nur 30kmh fahren.

Das heißt, hat der Verbraucher einen größeren widerstand, dann
kann die Spannung auch nicht so viel Strom durch den
Widerstand fließen lassen als bei einem kleineren widerstand.

Diesen Zusammenhang nennt man das „Ohmsche Gesetz“.

eine weitere Sache ist mir auch noch nicht ganz so klar.
Der Transformator verändert Sekundärseitig nur das VERHÄLTSNIS
von Strom und Spannung. Die sekundärseitige Leistung die er
abgibt ist doch immer gleich, oder? P=U*I Wenn die Spannung
Sekundärseitig erhöht wird, verringert sich auch der maximal
mögliche Stromfluß und somit ist das sekundärseritige Produkt
aus Strom und Spannung doch immer gleich.

Praktisch ist das etwas anders:

  1. Die maximal übertragbare Leistung eines Trafos ergibt sich aus der menge Eisen und der Frequenz.
  2. Der Drahtquerschnitt spielt eine weitere Rolle. Die Trafokerne sind genormt und deshalb ergibt es sich manchmal, dass man einen grösseren Kern als eigentlich nötig nehmen muss, weil die Wicklung sonst keinen Platz hat.

Theoretisch ist die Leistung auf beidem Seiten gleich gross. Praktisch ist die Leistungsaufnahme Primärseitig etwas grösser, da der WIrkungsgrat eines Trafos kleine 1 ist.

Bei diesem Trafo ist vermutlich die Zusatzwicklung L-M mit sehr dünnem Draht gewickelt worden (Kosten- und Platzersparnis) Wodurch der maximale Strom durch diese Wicklung begrenzt wird. So wie ich das sehe ist dieser Trafo aus einer Leuchte mit einer reduzierten Helligkeitsstufe. Normalerweise nimmt eine Glühlampe bei reduzierter Spannung auch weniger Strom auf.

MfG Peter(TOO)

Bei diesem Trafo ist vermutlich die Zusatzwicklung L-M mit
sehr dünnem Draht gewickelt worden (Kosten- und
Platzersparnis) Wodurch der maximale Strom durch diese
Wicklung begrenzt wird. So wie ich das sehe ist dieser Trafo
aus einer Leuchte mit einer reduzierten Helligkeitsstufe.
Normalerweise nimmt eine Glühlampe bei reduzierter Spannung
auch weniger Strom auf.

MfG Peter(TOO)

Das macht mir eigentlich keinen Sinn!
Meinst Du der Draht ist gegensinnig gewickelt?
Schliesslich liegt am vermeintlich kleineren Abgang(M) die größere Spannung an

Fragende Grüße Armin

Hallo,

Schliesslich liegt am vermeintlich kleineren Abgang(M) die
größere Spannung an

ich würde mich da einfach an die Textangaben halten. Wer weiß schon, wie das Schaltbild gemeint ist oder wer das gezeichnet und beschriftet hat? Du solltest daran denken, daß diese Aufkleber nicht vom Entwickler, sondern von irgendeinem Übersetzer kommen. Dem ist es völlig egal, welches chinesische Schriftzeichen welchem Buchstaben entsprechen - Hauptsache, es funktioniert irgendwie.
Gruß
Axel

Ja schon.
Vielleicht hab ich falsch gefragt.
Warum soll die Erweiterungswicklung mit dünnerem Draht gewickelt sein?
Die Höhe des Stromes ist doch die Selbe wie im ersten Teil.

Gruß Amin

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Amin,

Warum soll die Erweiterungswicklung mit dünnerem Draht
gewickelt sein?
Die Höhe des Stromes ist doch die Selbe wie im ersten Teil.

Nein ist er nicht !!!

Also gehen wir das ganze mal aus sicht des Entwicklers aus an:

Da ist irgendwo eine Pfunzel mit
12V/50W zu betreiben.
Alles klar da muss ein 50VA Trafo her !!

OKI, nun will der Kunde noch eine zweite Helligkeit:
Das Leuchtmittel wird dabei nur mit 10V betrieben.
Weiter sind nach
I = 50W/12V = 4.166A
R = 12V/4.166A = 2.88 Ohm
bei 10V ergibt sich ein Strom von:
I = 10V/2.88A = 3.472A
Somit kommt man auf rund 35W bei Betrieb mit 10V

Primär beträgt der Strom (ohne die Verluste zu berücksichtigen) bei
50VA = 50VA/230V = 0.217A
35VA = 35VA/230V = 0.152A

Bei 230V ist das Wicklungsverhältnis für:
12V = 230/12 = 19.16:1
10V = 230/10 = 23:1

Nun habe ich zwei Möglichkeiten:

  1. Ich mache eine Anzapfung bei 10V an der Sekundärwicklung
  2. Ich erhöhe die Windungszahl der Primärwicklung um Sekundär nur 10V zu erhalten.

Nun kommt noch folgendes ins Spiel:

Wenn ich Sekundär Umschalte, benötige ich entweder zwei Schalter (einer zum Umschalten der Helligkeit und einer zum Ein-/Ausschalten) oder ich nehme nur einen mit 3 Stufen wobei dann der Trafo immer am Netz hängt und auch Strom verbraucht wenn die Lampe nicht eingeschaltet ist (Trofo-Verluste).

Wenn ich Primär umschalte komme ich mit einem 3-Stufigen Schalter aus und der Trafo wird auch vom Netz getrennt.

Schlussfolgerung:
Die Wicklung N-M muss für 0.217A ausgelegt werden
Die Wicklung N-L aber nur für 0.152A !!

Wird die Zusatzwicklung L-M mit einem dünnerem Draht gewickelt benötigt diese weniger Raum als mit dem Drahtdurchmesser, welcher für 0.217A benötigt wird.
In der Praxis kann dies bedeuten, dass kein grösserer Kern als nötig verwendet werden muss.

Wie ich schon vorher geschrieben habe, hängt in der Praxis die zu verwendende Kerngrösse nicht nur von der Leistung ab, sondern auch vom zur Verfügung stehenden Wickelraum.

Ich habe früher viele Trafos wickeln lassen. Das hat sich früher schon ab 50Stk bezahlt gemacht, besonders wenn man unterschiedliche Spannungen benötigte.
Wenn man es versteht gibt es viele „Tricks“ welche man mit so einem Trafo anstellen kann, z.B. kann man bei einer normalen Gleichrichterschaltung, den Strombegrenzungs-Widerstand, welcher den Gleichrichter beim Einschalten schützt, in die Primär-Wicklung verlegen. Damit spart man ein Bauteil und die Trafowicklung wird etwas kleiner.

MfG Peter(TOO)
P.S. Was machst du eigentlich Beruflich ?

MfG Peter(TOO)
P.S. Was machst du eigentlich Beruflich ?

Danke für die ausführliche Beschreibung!
Ich glaub ich muß mal zum Optiker.
Steht da unter den Buchstaben L, M und N doch „INPUT“ (an den kopf klatsch). Oder ich werd alt… :wink:

Zu Deiner Frage : Ich bin gelernter Energieanlagenelektroniker und arbeite als Instandhalter bei einem großen Automobilunternehmen in Sindelfingen. Zum Glück in der Nachtschicht, was meiner inneren Uhr sehr entgegenkommt.

Gruß Armin

Hallo Armin,

Zu Deiner Frage : Ich bin gelernter Energieanlagenelektroniker
und arbeite als Instandhalter bei einem großen
Automobilunternehmen in Sindelfingen. Zum Glück in der
Nachtschicht, was meiner inneren Uhr sehr entgegenkommt.

OK, du hast ja tagsüber gepostet, damit bist du entschuldigt
:wink:) *SCNR*

MfG Peter(TOO)

Hallo Armin,
OK, du hast ja tagsüber gepostet, damit bist du
entschuldigt
:wink:) *SCNR*

MfG Peter(TOO)

Moin Moin…
Puh(schweißabwisch) Danke für Dein Verständniss :wink:

Gruß Armin