Leitkultur?

Kann mir jemand die genaue Definition von „Leitkultur“ nennen??
Ich weiß irgendwie nicht so genau, was ich mir darunter vorstellen soll, der Begriff ist so schwammig…!
Also, wer weiß genau, was mit „Leitkultur“ (ganz allgemein) gemeint ist??
Vielen Dank!
Galli

es muss ‚Lightkultur‘ heissen (o.T.)
einen text

das weiss keiner…
hi Galli
Das weiss offenbar keiner so genau
wir hatten hier schon ein Riesendiskussion zu dem Thema… schau mal im Archiv.

Aber zu Merz und Konsorten (Die Einwanderer sollen sich an unsere Gesetzte halten):
Nachdem weder unser Grundgesetzt noch die liberale Demokratie eine rein deutsche WErfindung ist, sondern das alles nach den I und II Welkrieg importiert wurde, sollte man in diesem Zusammenhang eher von „Westlichen Grundwerten“ sprechen

Gruss
Mike

…irgendwo stand hier einmal LightKohlTour.

Tippfehler
es sollte vermutlich „Leidkultur“ heissen, weil die Deutschen bekanntermaßen immer nur und über alles am Jammern sind :smile:

Ausserdem wird es hoffentlich das Unwort des Jahres 2000. Welch ein Verdienst der CDU *g*.

Gruss
Marion

naja, vielleicht stammt das Wort von einem Bayern.
und da heißt ‚Leit‘ eindeutig ‚Leute‘.

Je weiter südöstlich man sich von München befindet, desto weicher wird das t ausgesprochen. Aus dem t wird ein d, aus dem l wird ein i und aus dem r wird ein a (während aus a’s in vielen Fällen o’s werden (o’s bleiben meist o’s)). (Nur so zur Verwirrung)
Oiso: Leidkuidua (womit ich mich endgültig auf dem falschen Brett befinde)

Mochd nigs (zumindast mia ned)
Heabead

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hallo,
auch wenn der Begriff herrlich geeignet ist, Witze darüber zu machen, so falsch ist er nicht.
Gemeint war, dass derjenige, der nach Deutschland zieht (Hans würde jetzt sagen: einwandert), sich anpassen soll. Er sollte sich die deutsche Sprache aneignen (wie er in seinen vier Wänden spricht, geht niemanden was an), er sollte sich so benehmen, wie es in Deutschland üblich ist (im positiven Sinn gemeint, gelle, Hans!), er sollte das deutsche Recht befolgen, das Grundgesetz anerkennen… Kurz, sich erst als Gast und später als Deutscher benehmen. So wie der Deutsche, der im Iran sich aufhält, seine Frau auch nicht im Bikini zum Einkaufen schicken kann.
Mag sein, dass in unserem shizophrenen Verhalten, jedes Wort auf die Goldwage zu legen und zu beurteilen, was das Ausland dazu sagt, oder ob das evtl. die Nazis auch verwendet hätten, die Wahl dieses Wortes nicht ganz glücklich war. Doch falsch ist der Gedanke nicht!
Grüße
Raimund

Moin Häabäat :smile:

naja, vielleicht stammt das Wort von einem Bayern.
und da heißt ‚Leit‘ eindeutig ‚Leute‘.

*lach*
Das mag ich so an euch Wienern. Wenn ein echter Wiener das Gefühl hat, er hat sich peinlich verrannt, dann schaft er es, sich charmant aus der Affäre zu ziehen, ohne das eine der beiden Seiten das Gesicht verliert. :smile:)

Die Deutschen sind leider anders. Wenn einer hier Peinlichkeiten von sich gibt, dann macht man es am besten zum Wahlkampfthema, lässt es von den Parteigenossen bejubeln und wer dann immer noch peinlich berührt die Nase rümpft muss sich anhören, dass er wohl den tiefen Sinn dieser Plattitüden einfach nicht versteht oder gar Parteipolitik betreiben will *pfffffffft*.

Je weiter südöstlich man sich von München befindet, desto
weicher wird das t ausgesprochen. Aus dem t wird ein d, aus
dem l wird ein i und aus dem r wird ein a (während aus a’s in
vielen Fällen o’s werden (o’s bleiben meist o’s)). (Nur so zur
Verwirrung)

Oiso: Leidkuidua (womit ich mich endgültig auf dem falschen
Brett befinde)

nicht unbedingt. Wenn du jetzt deutscher Politiker wärst, könntest du ziemlich sicher sein, dass Leidkuidua als parteipoltische Erneuerung in Richtung „näher am Volke sein“ gefeiert würde *g*.

hol di munter
Marion, von de Waterkant

Moin, moin Marion :wink:

Moin Häabäat :smile:

naja, vielleicht stammt das Wort von einem Bayern.
und da heißt ‚Leit‘ eindeutig ‚Leute‘.

*lach*
Das mag ich so an euch Wienern. Wenn ein echter Wiener das
Gefühl hat, er hat sich peinlich verrannt, dann schaft er es,
sich charmant aus der Affäre zu ziehen, ohne das eine der
beiden Seiten das Gesicht verliert. :smile:)

Du kennst uns gut :wink: Ich hätt ja das Posting nicht abschicken müssen, als ich gemerkt habe, daß ich mich schon lang in ein anderes Brett verrannt habe. (Gibts eigentlich ein Brett, für angewandten Unfug?)

Die Deutschen sind leider anders.
Wenn einer hier
Peinlichkeiten von sich gibt, dann macht man es am besten zum
Wahlkampfthema, lässt es von den Parteigenossen bejubeln und
wer dann immer noch peinlich berührt die Nase rümpft muss sich
anhören, dass er wohl den tiefen Sinn dieser Plattitüden
einfach nicht versteht oder gar Parteipolitik betreiben will
*pfffffffft*.

Naja, wenn hier einer Peinlichkeiten von sich gibt, dann reimen sie sich meist auf Hump oder Dump :wink:
Aber so seit Anfang des Jahres hab ich das Gefühl, es sind ausschließlich Peinlichkeiten was unsere Politiker so von sich geben.

Je weiter südöstlich man sich von München befindet, desto
weicher wird das t ausgesprochen. Aus dem t wird ein d, aus
dem l wird ein i und aus dem r wird ein a (während aus a’s in
vielen Fällen o’s werden (o’s bleiben meist o’s)). (Nur so zur
Verwirrung)

Oiso: Leidkuidua (womit ich mich endgültig auf dem falschen
Brett befinde)

nicht unbedingt. Wenn du jetzt deutscher Politiker wärst,
könntest du ziemlich sicher sein, dass Leidkuidua als
parteipoltische Erneuerung in Richtung „näher am Volke sein“
gefeiert würde *g*.

Hört sich sehr nach Gusenbauer oder Schüssel an - Haider sowieso. So unterschiedlich sind unsere Politiker ja doch nicht :smile:

Leitkultur (jetzt zur Abwechslung im Hochdeutschen Sinne) kann ich ohnehin nicht wirklich ernstnehmen. Da müßten ja unsere Gäste aus dem Ausland erstmal beim Heurigen saufen, auf Fußballplätzen pöbeln, und fehlerfrei ‚Heast Oida‘ sagen lernen.

hol di munter
Marion, von de Waterkant

oba jo, Du Di a, Seawas
Heabead von da Stodt

Hallo Raimund,

auch wenn der Begriff herrlich geeignet ist, Witze darüber zu
machen, so falsch ist er nicht.

Ob falsch oder richtig, jedenfalls war er nach meinem Empfinden herzlich überflüssig.

Gemeint war, dass derjenige, der nach Deutschland zieht (Hans
würde jetzt sagen: einwandert), sich anpassen soll. Er sollte
sich die deutsche Sprache aneignen (wie er in seinen vier
Wänden spricht, geht niemanden was an), er sollte sich so
benehmen, wie es in Deutschland üblich ist (im positiven Sinn
gemeint, gelle, Hans!), er sollte das deutsche Recht befolgen,
das Grundgesetz anerkennen… Kurz, sich erst als Gast und
später als Deutscher benehmen.

Was Du da sagst, sind Selbstverständlichkeiten. Natürlich muss und soll das so sein. Tatsächlich steht das so auch ziemlich wortwörtlich im bereits bestehenden Ausländergesetz und der dazu erlassenen Durchführungsverordnung drin. Da heisst es z. B. im §24 (Unbefristete Aufenthaltsgenehmigung): …ist unbefristet zu verlängeren, wenn…sich in Deutscher Sprache mündlich verständigen kann. In der Durchführungsverordnung heisst es, dass der Ausländer dazu bei persönlchem Erscheinen einen mündlichen Sprachtest zu absolvieren hat. Das man sich an Gesetze und auch an das Grundgesetz zu halten hat, versteht sich von selbst. Was mich wirklich nervt, ist, dass diverse Politiker, die lautstark von der Deutschen Leitkultur mit eben Deiner Argumentation sprechen, es selbst mit dem Grundgesetz nicht allzu genau nehmen. Da wird von der CSU die Abschaffung von Artikel 16a gefordert, Artikel 4 gilt anscheinend nur für Christen usw. usf.

So wie der Deutsche, der im
Iran sich aufhält, seine Frau auch nicht im Bikini zum
Einkaufen schicken kann.

Wäre sicher nicht ratsam… (Einen spiten, zwei flache und eine Tüte Kies…)

Mag sein, dass in unserem shizophrenen Verhalten, jedes Wort
auf die Goldwage zu legen und zu beurteilen, was das Ausland
dazu sagt, oder ob das evtl. die Nazis auch verwendet hätten,
die Wahl dieses Wortes nicht ganz glücklich war.

Was das Ausland dazu sagt, ist mir reichlich schnuppe. Ich halte es nur für gänzlich verfehlt, ein Wort zu kreiren, bei dem anschliessend eine mehrseitige Dokumentation notwendig ist, mit der man erklärt, was man denn eigentlich gemeint hat. Noch schlimmer, wenn diese Erklärungsversuche dann mit dem Jargon der Rechtsradikalen geführt wird (wie z. B. Merzens „Gutmenschen“-Tirade in der „Welt“ vom 25.10.). Die Assoziationen, die dieser Begriff in mir auslöst, sind vielschichtig, sicher jedoch nicht positiv. Selbst meinem wahrlich konservativer Herr Papa drängte sich das Bild vom deutschen Wesen auf, an dem die Welt genesen sollte…

Doch falsch ist der Gedanke nicht!

Wie gesagt, falsch nicht, da man mühsam Gemeinplätze hineininterpretiert hat. Nur dumm und überflüssig. Vermutlich ist manch Konservativ-Politiker spät nachts der Gaul durchgegangen (noch so ein Wortwitz: „Und konservativ heisst, an der Spitze des Fortschritts zu marschieren“ Edmund Stoiber im Münchner Merkur). Erstaunlicherweise ist in der Union ja gerade wieder viel von Patriotismus, Nation und Vaterland zu hören. Da passt doch Leitkultur schön dazu.

Dumm und überflüssig, weil mal wieder mit einer Platitüde versucht wird, Stimmen zu fangen, Ängste zu wecken, schon längst etablierte Tatsachen als etwas völlig Neues herauszustellen.

Gruss
Peter