ich habe gerade den Thread gelesen, wo es darum ging das eine Energiesparlampe blinkt nach dem ausschalten einer Kreuzschaltung.
Soweit habe ich die Problematik verstanden.
Was sich mir nun aber für Fragen aufwerfen, sind folgende.
Frage 1:
Zwischen den Draethen besteht eine Kapazität, welche wiederrum bewirkt das ich eine „Leckstrom“ in den anderen Drath induziere, Richtig?
Koennte man dem nicht vorbeugen indem man einfach eine Induktivitaet dazu schaltet?
Frage 2:
Ich habe mal gehört das man diese Leckstoeme nur mit einem hochohmigen Messgeraet messen kann. Ist da was wahres dran und wenn ja warum?
Koennte man dem nicht vorbeugen indem man einfach eine
Induktivitaet dazu schaltet?
Nein. Siehe Kapazität.
Frage 2:
Ich habe mal gehört das man diese Leckstoeme nur mit einem
hochohmigen Messgeraet messen kann.
Ist da was wahres dran und wenn ja warum?
Ja.
Mit Leckstromzangen können Ströme gemessen werden, die auch im tiefen
Milliampere-Bereich liegen. Die Zange funktioniert wie ein FI-Schutzschalter,
das heisst, bei der Messung werden die Polleiter und der Neutralleiter zusammen
gemessen.
Wenn kein Isolationsdefekt vorliegt, muss die Summe der Ströme Null betragen.
Liegt ein Fehler vor, steigt der Summenstrom entsprechend dem über
Erde abfliessenden Strom an. Dieser Fehler wird angezeigt. http://www.reneweber.ch/leckstrommessung.htm
[Aus dem Wiki.Leckstrom]
Leckströme können auftreten, wenn
* ein Isolator nicht ideal ist, er also eine (geringe) elektrische Leitfähigkeit besitzt
* Die Oberfläche eines Isolators einen Kriechstrom führt, insbesondere, wenn Verunreinigungen und/oder Feuchtigkeit auf der Oberfläche vorhanden sind (siehe Kriechstrom, Kriechstromfestigkeit)
Frage 1:
Zwischen den Draethen besteht eine Kapazität, welche wiederrum
bewirkt das ich eine „Leckstrom“ in den anderen Drath
induziere, Richtig?
„Induzieren“ ist der falsche Fachbegriff. Induktion wird verwendet wenn die Kopplung durch sich verändernde Magnetfelder geschieht.
Kapazitive Kopplung wird durch elektrostatische Felder erzeugt.
Koennte man dem nicht vorbeugen indem man einfach eine
Induktivitaet dazu schaltet?
Nein.
Etwas vereinfacht, kannst du die Kondensatoren als Widerstände betrachten, zumindest im Einphasigen Netz kommt das hin.
Frage 2:
Ich habe mal gehört das man diese Leckströme nur mit einem
hochohmigen Messgerät messen kann. Ist da was wahres dran und
wenn ja warum?
Jedes Messgerät hat einen Innenwiderstand und jede Stromquelle auch.
Praktisch messen eigentlich alle Voltmeter den Strom, welcher durch sie hindurchfliesst. Da der Widerstand des Messgerätes bekannt ist, wird daraus die Spannung berechnet. (Direkt die Spannung messen, also ohne Strom, kann nur das Elektrometer http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrometer).
Da also dein Messgerät einen Innenwiderstand hat und deine Spannungsquelle auch, ergibt sich ein Spannungsteiler. Da Leckströme klein sind, hat die Spannungsquelle einen hohen Innenwiderstand.
Wenn wir 230V nehmen und einen Leckstrom von 100µA, entspricht das einem Innenwiderstand der Spannungsquelle von 2.3 MOhm.
Hat dein Messgerät 1 MOhm Innenwiderstand, misst du nur eine Spannung von rund 70V.
Ein Voltmeter mit 10 MOhm zeigt 187V und eines mit 100 kOhm 9.6V an.
Die Kapazität spielt bei so kurzen dünnen Netzleitungen keine
Rolle.
Genau hier liegt der Denkfehler im Zusammenhang mit den
Energiesparlampen.
Kann sein, bei Billigprodukten.
Ich hab seit mehr als 17 Jahren, EL-Lampen in allen Räumen meiner Wohnung.
Auch in der Firma sind in vielen Bereichen, solche Lampen verschiedener Hersteller (meist Osram/Philips) eingesetzt.
Solche Phänome habe ich nicht ein einziges mal beobachten können, oder habe über Kollegen von solchen gehört.
Genau hier liegt der Denkfehler im Zusammenhang mit den
Energiesparlampen.
Kann sein, bei Billigprodukten.
Ich hab seit mehr als 17 Jahren, EL-Lampen in allen Räumen
meiner Wohnung.
Auch in der Firma sind in vielen Bereichen, solche Lampen
verschiedener Hersteller (meist Osram/Philips) eingesetzt.
Solche Phänome habe ich nicht ein einziges mal beobachten
können, oder habe über Kollegen von solchen gehört.
Denn Effekt bekommst bei einer langen Zuleitung zwischen Schalter und EL-Lampe ( bei Wechselschaltung zählt der erste Schalter) und möglichst nur einer EL-Lampe.
Der Fragesteller in besagten Thread hat sowieso eine etwas ungewöhnliche Anlage: 5 Schalter für eine einzelne Leuchte.
Übrigens, wenn, fälschlicherweise, der N-Leiter geschaltet wird, blinkt und flimmert es ja auch oder kennst du das auch nicht ??
Hierbei liegt die Kapazität zwischen Leuchtmittel und Gehäuse. Hast du schon mal nachgerechnet oder gemessen wie gross diese ist ?